Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 67 (1903)
- Issue
- Heft 47 (20.11.1903)
- Date
- 1903-11-20
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Misrellen. — Bekannt ist die Berliner Redensart: „Nu, Kuhnheim, rede 3>u!" Ueber ihre Entstehung erzählt Professor Meyer in seinem eben erschienenen Buche: „Der richtige Berliner" folgendes: Als die Franzosen Berlin besetzt hatten, hatte ein Kaufmann Berend Lieferungen für die Armee übernommen. Er hatte deshalb bei dem Gouverneur General Hullin Besuch zu machen und sich zu diesem Zweck die Vorstellungsphrase französisch eingelernt; die Verhandlung überließ er seinem ersten Buchhalter Kuhnheim. Er wurde vorgelassen, machte einen Diener und sagte: „Je suis Ie riche banquier Berend de Berlin; nu, Kuhnheim, redd' Du!" — nahm sich einen Stuhl und schwieg. * GrlchSktlichk Unv erfallbarkeit von Lebensversicherungs-Police n. Ts wird im Publikum öfter Klage darüber geführt, daß der allseits anerkannte wirtschaftliche Wert einer Lebensversicherungs-Police eine wesentliche Einschränkung dadurch erleide, daß bei Einstellen der Prämienzahlung seitens eines Versicherten, etwa infolge seiner inzwischen ungünstig gestalteten ökonomischen Lage, nach Ablauf einer in der Regel nur kurzen Respektfrist die Versicherung unter Umständen ohne lveiteres erlischt und nur unter erschwerenden Bedingungen oder, falls inzwischen der Gesundheitszustand des Versicherten sich ungünstig verändert haben sollte, überhaupt nicht wieder in Kraft gesetzt werden [ kann. Diesen Mißstand zu beseitigen oder wenigstens zu beschränken» ' haben sich seit Jahren die besten Deutschen Gesellschaften aufrichtig bemüht; im weitesten Maße scheint uns aber die uns vorliegende Unverfallbarkeitsklansel in den Garantie-. und Dividenden-Policen des „Atlas", Deutsche Lebensversicherungsgesellschaft zu Lndwigshafen am Rhein dem Bedürfnis der Zeit und des Publikums Rechnung zu tragen. Die Klausel lautet: „Bleibt, nachdem die Police mindestens drei Jahre! in Kraft gewesen ist, eine der folgenden Prämien unbezahlt, so wird i die Versicherung von selbst für eine in der Police festgesetzte Zeit für den versicherten Betrag durch Stundung der fälligen Prämien gegen Verzinsung zu 5°/0 p. a. in Kraft erhalten. Nach Ablauf dieser Stundungsfrist kann die Police unter weiterer Verzinsung der gestun- : deten Prämien durch Fortzahlung der Prämien in Kraft erhalten oder in eine beitragssreie Police umgewandelt werden." Mit anderen j Worten, die Gesellschaft stundet bei Einstellung der Prämienzahlung dem Versicherten, nachdem er alle Mahnungen, die Prämie zu bezahlen unberücksichtigt gelassen hat, die fällig werdenden Prämien, ohne daß er es besonders zu beantragen braucht, für eine längere oder kürzere Frist (unter Umständen mehrere Jahre lang), je nachdem die Höhe der für die Police angesammelten Prämienreserve dies gestattet. Die Dauer der eventuellen Stundungssrist ist in einer jeden Police für jedes Versicherungsjahr in einer besonderen Tabelle ziffernmäßig angegeben. Während dieser Zeitdauer bleibt die Versicherungssumme in voller Höhe in Kraft, jedoch werden natürlich die von der Gesellschaft gestundeten Prämien, falls der Tod des Versicherten innerhalb dieser selbsttätigen Jnkrasterhaltung seiner Police , erfolgt, samt etwaigen Zinsen von der versicherten Summe abgezogen. Während der automatischen Fortsetzung der Police kann die Versicherung jederzeit auf einfachen Antrag des Versicherten, wenn seine Verhältnisse sich gebessert haben, gegen Wiederaufnahme der Prämienzahlung und Weiterverzinsung oder Rückzahlung des gestundeten Prämienbetrages fortgesetzt werden. Wird von den hervorragendsten Professoren und Aerzten als bewährtes Mittel bei Lungenkrankheiten, Katarrhen der Atmungsorgane, wie Chronische Bronchitis, Keuchhusten, und namentlich auch in der Rekonvaleszenz nach Influenza empfohlen. Hebt den Appetit und das Körpergewicht, beseitigt Husten und Auswurf, bringt den Nachtschweiss zum Verschwinden. Wird wegen seines angenehmen Geruchs und Geschmacks auch von den Kindern gern genommen. Ist in den Apotheken zum Preise von Mk. 3.20, Frs. 4.-, ö. Kr. 4per Flasche erhältlich. MU- Man achte darauf, dass jede Flasche mit untenstehender Firma versehen ist. F. Hoffmann - La Roche & Cie., Chem. Fabrik, Basel & Grenzach (Baden). 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