Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 67 (1903)
- Issue
- Heft 46 (13.11.1903)
- Date
- 1903-11-13
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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— Ein russischer Schriftsteller Zwi Koshdai berichtet in einem russischen Blatte über eine Unterredung, die er mit dem Schr iftst el l er Maxi.m Gorki hatte. Nach einigen einleitenden Worten über das Leben der Juden in den russischen Ansiedlungsgebieten sagte Maxim Gorki: „Ich kenne die Juden recht gut, da ich als einfacher Arbeiter tagweise bei jüdischen Kolonisten im Cherssonschen und Jekaterinoslawschen Gouvernement gearbeitet habe. Ich war bei ihnen oft „Schabbes-Goi", d. h. ich hatte die Lampen am Freitag abend auszulöschen, trug ihnen ihre Sachen am Sonnabend nach rc. Aufrichtig gesagt, werde ich nie jene schöne, natürliche Religiosität vergessen, die dieser Nation eigen ist und die mich besonders in ihrem lichten Familienleben entzückte. Auch jetzt noch verspüre ich bei der Erinnerung daran die gehobene Stimmung, die bei mir einzulreten pflegte, wenn ich ein Stück Weitzbrot oder einen Kuchen Sonnabends für meinen Dienst erhielt. Jetzt haben sich aber, wie mir scheint, die Juden von dieser Einfachheit entfernt, man kann bei ihnen schon nicht mehr jene Poesie des Lebens finden, die mich mit Bewunderung erfüllte. Schade, daß diese Originalität des jüdischen Volkes in unserer zivilisierten Welt verschwindet. Ich habe mich schon längst entschlossen, die Juden in ihren Ansiedlungsgebieten aufzusuchen, weil ich dem jüdischen Volke meine Liebe bezeigen will, nicht als ein Mensch, der die Leiden des verfolgten und bedrückten Volkes mitfühlt und bedauert, sondern als einer, der dankbar ist für alles Gute und Wohltätige, das das jüdische Volk der zivilisierten Welt in der Zeit erwiesen hat, wo es von dieser zivilisierten Welt mit Foltern und Hetzereien verfolgt wurde. Mein größter Wunsch ist aber, die Juden als etwas von alters her Ueberkommenes zu betrachten, um die Ueberzeugung zu gewinnen, dab das Schicksal sie als Wahrzeichen für die Größe der Nation in dieser antiken Welt bewahrt hat. Uebermitteln Sie in meinem Namen dem jüdischen Volke, daß ich in nächster Zeit das russische Publikum mit den guten Seiten des Judentums bekannt machen werde, da man über die schlechten Seiten zuviel geredet hat." Wird von den hervorragendsten Professoren und Aerzten als bewährtes Mittel bei Lungenkrankheiten, Katarrhen der Atmungsorgane, wie Chronische Bronchitis, Keuchhusten, und namentlich auch in der Rekonvaleszenz nach Influenza entkohlen. Hebt den Appetit und das Körpergewicht, beseitigt Husten und Aus Wurf, bringt den Nachtschweiss zum Verschwinden. Wird wegen seines angenehmen Geruchs und Geschmacks auch von den Kindern gern genommen. Ist in den Apotheken zum Preise von Mk. 3.20, Frs. 4.-, ö. Kr. 4.— per Flasche erhältlich. man achte darauf, dass jede Flasche mit untenstehender Firma versehen ist. F. Hoffmann-La Roche & Cie., Chem. 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