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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1903-09-18 · Heft 38 (18.9.1903) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
67 (1903)
Issue
Heft 38 (18.9.1903)
Date
1903-09-18
Page
Seite 4 (sequence 18)
Language
German
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4 verunreinigtes Fleisch mehr von den bösen Inden kaufen müsse! -- Zu der am 1. Oktober in Köln stattfindenden Doppelenthüllung der Denkmäler der Kaiserin Augusta und des Kaisers Friedrich hat Rabbiner Dr. Frank seitens des Oberbürgermeisteramts sowohl zur i Enthüllung wie zum Festmahl im Gürzenich und Festvorstellung im , Theater, in Gegentvart des Kronprinzen als Vertreters des Kaisers, Einladungen erhalten. Leider ist derselbe durch den auf ben 1. Oktober fallenden Versöhnungstag verhindert. — Der Großherzog von Baden empfing nach Schluß des Zionisten-^ Kongresses Dr. Herzl in längerer Audienz. Voraussichtlich dürfte j der nächste Zionistenkongreß nicht in Basel, sondern im Haag! (Holland) stattfinden. — Die Königin der Niederlande hat dein Oberj rabbiner von Groningen, A. vau Loen. den Orden des Niederländischen Löwen, dem Polizeikommissar E. W. van N aalte in Haag und dem Staatsallwalt am obersten Gericht in Batavia, A. H. du Mosch den Orden von Oranien und Nassau verliehen. — Von den 65 in Paris praktizierenden weiblichen Aerzten sind; 50 Jüdinllen, die fast sämtlich aus Rußland stammen. — In Paris! hat die Zensur die Aufführung eines antisemitischen Stückes! „Decadence" von Albert Gninou zuerst verboten, da es Rassenhaß -! predige. Auf eine Beschwerde des Theaterdirektors erklärte der Unterrichtsminister, daß er gegen die Ausführung nichts einwenden! könnte, wenli die Tendellz sich nicht gegen das gesamte jüdische Volk,! sondern nur gegen einen besonderen Fall richten würde. Der Autor j verzichtete aber lieber auf die ganze Aufführung. — Die sechzig j jüdischen Arbeiter, die in Wales hauptsächlich durch irische Arbeiter; überfallen und verfolgt lvurden, weil sie angeblich den englischen j Arbeitern die Beschäftigung entziehen, wurden nach Kanada geschickt.! Die Leute sind zumeist Polen. Eiilige von ihnen wurden nach Neuj schottlaud gebracht, während andere Woodstock in Montreal vor- Geschäftliche Mti?rn.! — Bei der Deutschen Militärdienst- und Lebens-! versichern ngs-Anst alt a. G. in Hanno v er waren im Monat! August 1903 in den beiden von der Anstalt betriebenen Geschäftszweigen, der Mi litärd i e u st-B er siche rung und Lebensversicherung (auch Töchterversorgung), zu erledigen : 695 Anträge über Mark 1 593 220,— Versicherurlgskapitat. Von Errichtung der Anstalt (1878) bis Ende August j 1903 gingen ein 373 594 Anträge über Mark 508 247 160,—! Versicherungskapital. Die Auszahlungen all Versicherungsj summe, Prämieurückgewähr k. im Laufe des Jahres 1902 be-! trugen Mark 7 494 890,—, die Gesamtauszahlungen seit Be- - steherl der Anstalt Mark 41 865,924,—. Der Bestand an Hypo-; gezogen haben. Da man am Sonnabend eine Erneuerung der Unruhen in Dowlais erwartete, war die Polizei bedeutend verstärkt worden und der Ort wurde beständig abpatrouilliert. Es blieb aber alles ruhig. — Major Matthew Rathan, Gouverneur der Goldküste, ist zum Gouverneur von Hongkong ernannt worden. Derselbe ist Vicepräsideilt der AngJo Jewish Association, die in Hongkong einen Zweigverein hat. — In Petersbllrg wurde am 8. d. M. der ehenlalige Studellt Daschewski, der im vorigen Frühjahr eitlen mißglückten Anschlag auf den bekannten antisemitischen Hetzer Kruschewan. den Herausgeber des Kischinewer „Bessarabetz", verübt hat, des Mordanschlags schuldig befunden und unter Zuerkennung mildernder Umställde zu fünf Jahren Arrestkompagnie (was der deutschen Zuchthausstrafe gleichkommt) und zur Aberkennung aller besollderen, sowohl persönlicherl wie auch stalldesmäßigen Vorrechte verurteilt. Der Verurteilte bewahrte vollkomnlene Ruhe. — Der Präsident des Nowgorodsjewerskschen Kreislandschaftsamt erklärt die vor einiger Zeit in der auswärtigen Presse verbreitet gewesene Nachricht über eill in dem Städtchen Nowgorodsjewersk angeblich geplant geweseiles Blutbad unter der jüdischen Bevölkerung für vollkommen erfunden. — Die Jahresversammlullg der Vereinigung orthodoxer Rabbiner in Amerika fanb am 16. d. M. in Philadelphia statt. Atllvesend waren 50 Teilnehmer. Die Hauptgegenstände der Beratung waren die Begründung besonderer jüdischer Schulen und die Maßregeln, um das jüdische Gesetz über Ehe und Scheidung mit denl Staatsgesetz in Uebereinstimmuug zu bringen. Es wurde beschlosserl, in allen Gemeinden der Vereinigung besondere jüdische Schulen zu errichten. — Das Rabbinerfeminar in Nelvhork hat nun auch eine weibliche Hörerin, Fräulein Henrietta Szold, die bekannte Sekretärin der Jewish Publicaliou Society, die Tochter des sel. Rabbiner Dr. Szold in Baltimore. theken, Effekten, Kaffe usw. belief sich Ende August 1903 auf Mark 121 597 528,-. — Der Husten wird leider liur zu oft als eine nicht besorgniserregende Belästigung angesehen, die einer aufmerksamen Behandlung entbehren könne. Und dennoch verdient gerade der Husten die größte Sorgfalt, denn, wie zahllose Beobachtungen hervorragender Aerzte lehren, ist eill Husten, der länger als einige Wochen andauert, sehr oft das Symptom eilles ernsten Leidens der Atmungsorgane. Eine Vernachlässiglllig des Hustens sollte aber heutzutage mehr denn je vermiedell werden, da wir uns in der glücklichen Lage befinden, ohne Zuhilfenahme jedweder Narcotica, wie Morphium rc., gegen chronischen Husteil erfolgreich allkämpfen zu können. In dem rühmlichst bekannten Sirlip „Sirolin" besitzt die moderne Heilkunde ein vortreffliches Mittel gegen dieses Uebel, welches nicht nur den Reiz zu husten mildert, solldern allch etwa vorhandenen Auswurf vermindert, welln nicht beseitigt. Sowohl, schwere Bronchialkatarrhe, als auch anhaltende Affektionen der Atmnngsorgaue werden durch längeren Gebrauch voll „Sirolin" in günstigster Weise beeinflußt. Wird von den hervorragendsten Professoren und Aerzten als bewährtes Mittel bei Lungenkrankheiten, Katarrhen der Atmungsorgane, •wie Chronische Bronchitis, Keuchhusten, «na namentlich auch in der Rekonvaleszenz nach Influenza empfohlen. Hebt den Appetit und das Körpergewicht, beseitigt Husten und Auswurf, bringt den Nachtschweiss zum Verschwinden. Wird wegen seines angenehmen Geruchs und Geschmacks auch von den Kindern gern genommen. Ist in den Apotheken zum Preise von Mk. 3,20 per Flasche erhältlich. Qfigr Man achte darauf, dass jede Flasche mit untenstehender Firma versehen ist. F. Hoffmann - La Roche & Cie., Chem. Fabrik, Basel & Grenzach (Baden). M ata mim w feinstes Pflanzenfett von vollkommenster Qualität und Reinheit, ausgiebig im Gebrauch, von köstlichem Geschmack, das Beste für Küche und Haushalt. Die Herstellung erfolgt in ständiger Anwesenheit eines vom Rahhinat der Adass-lisroei-Demeinde in Berlin gestellten und von Herrn Rabbiner Dr. B. Wolf in Köln kontrollierten Aufsichts-Beamten, Sana-Gesellschaft m. b. H. Cleve. Anfragen und Bestellungen sind zu richten an unseren General-Vertreter für Matamim Simon Lipowski, Könitz. Neu! Für» Gourments! Neu! - Feinste Delikatessen - Gebirgs- Bach -Forellen, blau, in Aspik, Dose 3,50 Mark Gebirgs-Edel-Schleien, blau, in Aspik, Dose 2,20 Mark für jede feinere Haushaltung als Dessert unentbehrlich, offeriert Konserven-Fabrik Lindigt, Pirna (Sächs. Schweiz). Niederlage der Silberwaren-Fabrik Lazarus Posen Wwe., Hoflieferant, Berlin W., Unter den Linden 5. Grosses Lager in Gebrauchs- und Luxus-Gegenständen. Spezialität: Israelit. Kultusgegenstände. Gewürztürmchen, Chanukalampen, Esrogbüchsen JIHp etc. in geschmackvoller, solider Ausführung stets vorrätig. — Zeichnungen u. 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