Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 2 (1838)
- Issue
- Heft 44 (12.4.1838)
- Date
- 1838-04-12
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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II. Jahrgang. ^LVlQtWtiUt Zeitung -es Zv-enthums. bin rmparchensches Organ für alles jüdische Interesse (Mit König«. SÄHfischer all,rgnLdigst-r So»ccffion.> Leipzig, den 12. April 1838. Eröffnete Concurrenz für eine RaSSmats-Assessor- Stelle t» Breslau. Das Unterzeichnete Collegium beabsichtiget, die durch QureSeirung eines Mitgliedes des hiesigen Rabbinats- Collegii erledigte Stelle eines Rabbinats-Assessors (s?7>) baldmöglichst wieder zu besetzen. Es wird für dieses hochwichtige Amt, innerhalb einer deutschen Gemeinde von mehr als 5008 Seelen, ein Gottesgelehrter von umfassender biblischer und talmudischcr Gelehrsamkeit, von gründlicher wissenschaftlicher Bildung und von strenger Religiosität gewünscht, der außer den amtlichen Functionen eines Dajan zugleich die Abhaltung allsabbatlichcr belehrender und erbaulicher Synagogal- Reden in rein deutscher Sprache zu übernehmen im Stande ist. Der dem Rabbinats-Assessor zu fixirende Gehalt und die mit seinem Amte verbundenen Emolumente, sichern dem zu Erwählenden ein gutes Auskommen, und das allgemein und lebhaft sich aussprechende Verlangen der hiesigen Gemeindcmitglieder nach religiöser Erhebung und Erbauung, eröffnet dem gewissenhaften Seelenhirteu einen überaus erfreulichen Wirkungskreis. Diejenigen Herren Theologen, welche um das gedachte Amt sich zu bewerben geneigt sind, wollen ihre Gesuche mit Beifügung der nöthigen Studien- und RabbinatS«Befähigungs-Zeugnisse innerhalb der nächsten drei Monate dem Unterzeichneten Collegium zukommen lassen. BreS au, Ende März 1838. Das Gber-Vorsteher-Collegium der israelitischen Gemeinde. AeLt««gSrrachrichterr. Paris, 20. März. Der französische Israelit, welchem der kleine Rath von Soleure die Autorisation zum Aufenthalte verweigert hat, hat sich bei der französischen Regierung über diesen Act der Unduldsamkeit beklagt. (Observ. ä« Soleure.) Frankfurt am Main, 28. März (Eingesandt). Die Art und Weise, wie der bei der hiesigen israelitischen Schule angestellte Religionslehrer Dr. M. Creizenach über den Vorschlag, die Synagogen hiesiger Gemeinde zu verändern, in der Allgem. Zeitung deS Zudenth. referirk hat, macht es uns zur Pflicht, Ihnen die betreffenden Aktenstücke zu übersenden, mit der Bitte, sie ungesäumt zu. veröffentlichen. Lazarus 8. Wallau, Rabbiner. Copia. An Einen Wohllöbl. israelit. Gemeinde- Vorstand gehorsamste Vorstellung Hochwohlgeborner und Bitte de, Herr Chef, inbenannten Gemeindeglieder, die Erneuerung der Wohllöbl. Gemeinde-Borstand! beiden Hauptsynagogen bet». Die beiden Hauptsynagogen für Männer und Frauen befinden sich in einem kläglichen Zustande. Seit undenklichen Zeiten ist in beten Innern nichts erneuet worden, und wenn auch das Alcerthümliche derselben der gottesdienstlichen Bestimmung eine besondere Würde verleiht, so dürfe«. sie doch, um diese Wirkung hervotzubringm, nicht in Verfall grathen und ganz unscheinbar geworden sein. Wer unsere Synagogen betritt, vermag sich eines abstoßenden Eindrucks, welchen ihr Verfall hervorbringt, nicht zu erwehren. Das Ehrwürdige ihrer heiligen Bestimmung geht dadurch ganz ver-