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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1902-07-11 · Heft 28 (11.7.1902) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
66 (1902)
Issue
Heft 28 (11.7.1902)
Date
1902-07-11
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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V Sprerhsaal. ' Sehr geehrter Herr Redakteur! uf die Anfrage des Herrn Dr. Beermann-Jnsterburg theile Ihnen mit, daß sowohl hier als auch in Schwersenz der Rabbiner von sämmtlichen Kommunalabgaben auf Grund der städtischen Bestimmungen befreit ist. Schrimm, 3. Juli. Hochachtungsvoll Rabbiner Dr. Bamberg er. Geschäftliche Notizen. ----- Wissen und Lernen. Wer möchte in einer Zeit, wo die meisten Wissenschaften auch einen bedeutenden praktischen Werth gewonnen haben, und wo die modernen Kulturvölker dem Wahlspruche „Handel und Verkehr mit Wissen im Bunde erobern die Welt" huldigen, nicht gern sein Wissen bereichern! Am Wunsche, seine Kenntnisse zu vermehren, fehlt es sicher keinen: strebsamen Menschen, aber den meisten fehlt es vielfach an wirksamer Lerngelegenheit und praktischen Lehrmitteln. Die böse Klippe, daß viele Menschen trotz ihres Wissenstriebes in den gewünschten Fächern nicht recht vorwärts kommen, liegt daher entweder am mangelnden Lernen oder, was oft noch bedauerlicher ist, an einer unpraktischen Art desselben. Die Mühe und Arbeit, Zeit und Geld, die auf das Lernen verwandt werden, führen dann zu keinem rechten Erfolge. Am meisten kommen diese Mißerfolge wohl auf dem Gebiete der Erlernung fremder Sprachen vor, zumal bei jungen Kaufleuten, Technikern, Ingenieuren, Beamten u. s. w., die genöthigt sind, Versäumtes nachzuholen. oder die in ihrem Berufe mit den: Auslande in Verkehr treten und nun plötzlich eine fremde Sprache lernen müssen. Da ist es ein Segen, daß die moderne Sprachwissenschaft und Lehrkunst Methoden gefunden hat, mit deren Hilfe man die Elemente einer fremden Sprache in wenigen Monaten erlernen kann. Den ersten Rang nimmt in dieser Hinsicht immer noch die weltbekannte Lehrmethode „Dr. Rosenthals Meisterschaftssystem" ein, mit dessen Hilfe jede fleißige und normal beanlagte Person, eine fremde Sprache: Französisch, Englisch. Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Holländisch, Dänisch. Schwedisch. Polnisch. Russisch, Böhmisch, sowie auch Deutsch in drei Monaten richtig sprechen, schreiben und lesen lernen kann. Probebriefe zum Selbstunterricht in allen zwölf Sprachen L 50 Pfennige versendet die Nosenthalsche Verlagshandlung in Leipzig. Die Citronensaftkur von H. Trültzsch, Berlin, Boyenstraße 37 bat sich bereits in unzähligen Fällen als bewährtes Mittel gegen Gicht, Rheumatismus, Fettsucht, Gallen- und Blasensteine, Magenleiden, sowie gegen alle Verdauungskrankheiten bewährt. Wir machen unsere Leser auf obige vertrauenswürdige Firma besonders aufmerksam. Dieselbe versendet ein Probefläschchen vollkommen reinen, alkoholfreien Citronensastes nebst Kurplan und Dankschreiben Geheilter an Leser dieser Zeitung vollständig umsonst und portofrei. Derselbe ist nicht nur zur Kur verwendbar, sondern er eignet sich seiner Billigkeit wegen für den Haushalt und Küche und wird mit Vorliebe zur Bereitung erfrischender Limonade benutzt. Trültzschs Citronensast wurde bereits mit 14 goldenen Medaillen und 6 Ehrenkreuzen preisgekrönt. eder, der als leidender, Leeonvaleseeiil, Erholungsbedürftiger oder Sommerfrischler vor die Wahl eines Kurortes gestellt ist, sollte sich über alle näheren Verhältnisse (sowohl die Kurmittel, wie ökonomische Fragen, Kostenaufwand rc.) der in Aussicht genommenen Kurorte orientiren in dem 1901 in VIII. Ausgabe erschienenen mit Karte äer Kader. Kurorte und Heilanstalten 550 Zelten Srossoctav in elegantem Lelnenband. Kreis Z wir. Derselbe enthält neben einer gediegenen wissenschaftlichen Einleitung, die unter der Redaktion deA SsrrLLMLrathL l>r. Otto Tkilenius-Soäen von hervorragenden Balneologen bearbeitet worden ist, über 7M OrLMsdprospeete von Bädern, Kurorten und Heilanstalten. Der Lader-Almanaek ist zu beziehen durch jede Buchhandlung oder gegen Einsendung des Betrages von IVlk. L,so lmel. Porto) direct vom Verleger Ludstt IVLosse, Serlin SM. 19. -Umanach MW VssedsllstaU kelorm »LLLLVl 80., Görlitzerufer 24. Fernsprecher Amt IVa, 6649. ikilM»M>ie-8»nIiiW — Abholung — Lieferung täglich. — Allen Hausfrauen, die ihre Wäsche schonen wollen, bestens empfohlen. Lxso. 8rn»g.-?»r«man1s r.LUNSt1. n. SOl.^.asL,V. L eint. b. 2. feinst. kenrs. ' . Ss»obv. LLoloLroL« l lnk.1«i>n>u.8os»8loiokroä«I I SsrNn 8,?rlnr,n,ir. 32, s s früksr krlvltrlokstr. 246.' .7488. Altsrits. F'ÄTMMUW Infolge der täglich steigenden Anzahl jüdischer Auswanderer, die aus Rußland, Galizien und Rumänien ihren Weg über Bremen nehmen, sieht sich das Unterzeichnete Komitee veranlaßt, die sehr ergebene Bitte an Sie zu richten, demselben etwaige abgelegte Kleidungsstücke jeglicher Art, zum Zwecke der VertheiLuiig an die armen Auswanderer und Durchreisenden gütigst zu überweisen. Seit dem Bestehen des hiesigen Hülfskomitees hat dasselbe neben Geldunterstützungen und Beköstigung armer Auswanderer hauptsächlich auch darauf sein Augenmerk gerichtet, daß die bedauernswerthen Hülfsbedürstigen thunlichst anständige Kleidung erhalten, damit dieselben, wenn auch seelisch bedrückt von der Sorge um die ungewisse Zukunft, doch wenigstens äußerlich allen anderen Menschen gleich werden und nicht dem Gespötte der Andersgläubigen und der damit verbundenen Gefahr der zwangsweisen Rückbeförderung ausgefetzt seien. Durch die Munificenz edler Spender konnte das Komitee im vorigen Jahre nicht allein 1845 Personell beköstigen und 2686,50 Mk. an Reisezuschüssen gewähren, sondern auch 500 Personen konnten mit anständiger Kleidung versehen werden. In diesem Jahre ist die Anzahl der jüdischen Auswanderer über Bremen eine weit größere als in» vorigen Jahre und im Verhältniß dazu steigern sich auch die an das Komitee herantretenden Anforderungen, und zwar so, daß die Baarunterstützung allein bisher die Höhe von 6836 M. erreichte und die Zahl der beköstigten Personen sich wesentlich steigerte. Soll dem Elend der bedauernswerthen Auswanderer durch die Thätigkeit des Komitees weiterhin gesteuert werden, dann muffen alle edlen Menschenfreunde helfen und wir zweifeln nicht, daß Jeder, der diesen Aufruf liest, gern die Gelegenheit ergreifen wird, das hiesige Komitee thatkräftig zu unterstützen. Unser Lager ist vollständig geräumt, wir haben somit für alle Arten von Kleidungs- und Wäschestücken, sei es für Kinder oder Ewachsene, Verwendung; trotzdem erlauben wir unS ganz besonders auf den überaus großen Mangel an Beinkleidern und Fußbekleidung für Erwachsene, aufmerksam zu machen. In der sicheren Erwartung eines günstigen Erfolges dieses Aufrufs bitten wir, etwaige Sendungen jeglicher Kleidungsstücke an die Adresse des Herrn Hotelier LlULxo S»Li»I»«^8ti7»88v 11, sreundlichst zu richten, während Bahnsendungen an den Norddeutschen Lloyd, Bremen, Gepäckavtheilung für das „Komitee für hülfsbed. durchr. Juden" zu adressiren und. Geldsendungen für das Komitee nehmen die Unterzeichneten gern entgegen und werden mit Dank auittiren. Allen gütigen Spendern statten wir hiermit im Voraus unfern herzlichsten Dank ab. Z Das Bremer Komitee für? hilfsbedürftige durchreisende Juden.? l Rabbiner Dr. »osviralL, L. OrossuruiriL, vswpk VSsicksroi,Monopol" LH LI, IN N., LobLrinAersdr. 16. Altrenommirte Anstalt zur Uebernahme jeder Art Haus- und Leibwäsche von Privaten. — 6 und 7 jährige Referenzen zu Diensten. -Fernsprecher Amt III, Nr. 1865. - Dr. LMULvrivU'« DerL»i»8la11 Ikür RvrvevkrrmLe. L.-Laäso. «osr. isso.i KLnrI. bosvkwoi'äonfi'. Nonpliiumsie. Lntrieliung. iLotortixer, absolut xekabrloser Lrsatr je6er Dosis, okue Rücksicht autl iDsuer 6er KewöbnunL- LokortiAer korrlsU von bilorpluum und Lpritre.» iDsuer clsr okne Verlang«» »aed Llorpbinm und Asor okne Lescirwerrton» Iverlautenden Lur etv» 4 >Voobeo ^ustükrl. prospect u. ^bbsnälunAenI Ikostenlos (Oeisteskranjce »usgescklossen). k Ivirlg ärrr: Dr. Ott« LmmvrieU. S OHrorsvUULÜ bei Bodenbach an der Elbe, Mittelpunkt der böhmisch-sächs. Schweiz. Bade-, Terrain- und klimat. Kurort. Kock's Pension, Hüte! und Villa Llarlc ganz am Walde gelegen: schönster Ausflugsort für Touristen. Altberühmte gesunde Sommerfrische, Bahn-, Dampfschiffu. Telegr.-Verb. 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