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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1902-06-20 · Heft 25 (20.6.1902) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
66 (1902)
Issue
Heft 25 (20.6.1902)
Date
1902-06-20
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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— Vor hundert Jahren. In Nummer 111 der „Vossischen Zeitung" vom 16. September 1802 findet sich folgende interessante Mttheilung: „Der Schutzjude Amschel Salomon aus Prenzlau hat eine Dampfmaschine erfunden, worin er ohne Wasser und ohne besonderes Feuer in einem hölzernen Gefäße Kartoffeln und andere Früchte in weit kürzerer Zeit als gewöhnlich kocht, und die Kartoffeln erhalten dadurch einen vorzüglich guten Geschmack. Seine königliche Majestät geruhten ihm unter dem 5. d. M. dieses zu befehlen, eine solche Maschine vorzuzeigen. Allerhöchstdieselben und Jhro Majestät die Königin nebst dem ganzen Hof nahmen am 11. d. M. zu Paretz diese Erfindung in Augenschein, und bezeugten Allerhöchstdero Zuriedenheit darüber. Der Amschel Salomon mußte auch zweimal in der Maschine kochen, und ist dieselbe zum Gebrauch in der Hosküche geästen worden." — Wie Disraeli zu Vermögen kam. In dem englischen Slatte „M. A. P." liest man gelegentlich des Disraeli-Gedenktages olgende Erinnerungen: Dizzy, wie man Disraeli familiär nennt, hatte ine Frau geheirathet, die 15 Jahre älter war als er; trotzdem blieb -r ihr sein ganzes Leben lang treu. Er wies jede weibliche Annäherung zurück. Ein Mann dieser Art mußte auch das Entgegenkommen einer Dame, deren Absichten höchst unschuldig waren, mit Mißtrauen und Kälte aufnehmen. Diese Dame schrieb mehrere Male an Disraeli, um hn um eine Zusammenkunft zu bitten. Treu seinen Grundsätzen, gab Disraeli überhaupt keine Antwort. Die Dame wandte sich dann an Frau Disraeli, indem sie ihr mittheilte, daß sie 60 Jahre alt sei, und daß sie die Zusammenkunft mit Disraeli aus sehr ernsten Gründen wünsche. Frau Disraeli erklärte sich schließlich bereit, sie zu empfangen Die Dame erzählte nun, daß sie Jüdin sei. und daß sie sich aus diesem Grunde stets lebhaft für Disraeli interessirt habe; sie habe die Absicht, ihm ihr ganzes Vermögen zu vermachen. Sie stellte nur zwei Bedingungen: das Ehepaar Disraeli sollte sie einmal jährlich besuchen, und nach ihrem Tode wollte sie neben Disraeli begraben werden. Kurze Zeit nach diesem Besuch erhielt Disraeli einen Brief, den er Tage lang ungeöffnet ließ; als er ihn dann zufällig in seiner Tasche entdeckte und öffnete, fand er darin einen Check über 200000 Mark, den ihm seine Verehrerin schickte. Er besuchte sie dann, und sie zeigte ihm das Testament, in welchem sie ihm ihr ganzes Vermögen vermachte. Als sie starb, erbte er ein schönes Haus, eine große Anzahl Juwelen und fast eine Million Mark in baarem Gelde. Disraeli wurde damals wahrscheinlich zum ersten Male in seinem Leben ein schuldenfreier Mann. Hatte er doch im Jahre 1841 nicht weniger als 800000 Mark Schulden, die sämmtlich ausgeklagt waren! Geschäftliche Notizen« — Friedberg (Hessen). Die Zahl der die hiesige Gewerbeakademie besuchenden Techniker ist in der letzten Zeit ganz rapid gestiegen, so daß die bisher in Gebrauch befindlichen Räumlichkeiten des alten Augustinerklosters bei weitem nicht mehr ausreichen. In der jüngsten Stadtverordnetensitzung wurde beschlossen, als Nothbehelf bis zur'lFertigstellung des projektirten großen neuenAkademiegebäudes auf dem Schulhofe einige Baracken als Zeichensäle zu errichten und entsprechende Beträge für Herstellung und Einrichtung bewilligt. eder, der als keickencker, lkeeonvaleseent, brdolungsdeclürkliger oder Sommerfrischler vor die Wahl eines Kurortes gestellt ist, sollte sich über alle näheren Verhältnisse (sowohl die Kurmittel, wie ökonomische Fragen, Kostenaufwand rc.) der in Aussicht genommenen Kurorte orientiren in dem 1901 in VIII. Ausgabe erschienenen Mermit Karte äer kaäer, Kurorte unä Heilanstalten 550 Zeiten Lrossoctav in elegantem teinenbanä. Preis ZM. Derselbe enthält neben einer gediegenen wissenschaftlichen Einleitung, die unter der Redaction des Sanitätsraths Vr. Otto ^KNenius-Socken von hervorragenden Balneologen bearbeitet worden ist, über 700 Origlnalprospecte von Bädern, Kurorten und Heilanstalten. Der LLcker-KLmanaeb ist zu beziehen durch jede Buchhandlung oder gegen Einsendung des Betrages von filk. L,Lo (incl. Porto) direct vom Verleger Kuckolf filosse, LerUn SM. iy. -Mansch Iw Verläse von Lk. Buehbanäliwx in Vvrlri» erschien soeben: _ LlivrvuzririrLs' Oowwvntar L«L LWÜlk KIvLLVL Durch Vereleiebuns mit äen Märschen Huellsn unä ältesten Versionen kritisch beleuchtet von Rabbiner Vr. AI. L»Irir»vr. Rrste Rältte: Los«», ZLLoLa. (12 Dosen) LI. 4,50. ^ueb einzeln: Llos«» (1,50); IoöL (0,75); ^»Lv8 (1,50); OlbuäZ», Foira, MoL» (1.5W. restgesohenke vors, Prachtbibel für Israeliten. Hocheleg.geb. Statt 84M. nur 39M. lkr»L'L>vl«8, Geschichte der Weltlitiernirrr, 3Prachtbände statt 34M. nur 20 Al. 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