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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1902-06-13 · Heft 24 (13.6.1902) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
66 (1902)
Issue
Heft 24 (13.6.1902)
Date
1902-06-13
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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Miscelten. — Ein böser Scherz. Die Newyorker Zeitungen melden übereinstimmend über ein fast unglaublich klingendes Vorkommniß in dem benachbarten Uonkers, woselbst über den ernsten Ausgang eines Faschingcherzes nicht geringe Bestürzung herrschen soll. Auf dem letzten §urimballe in Mc Canns Halle machte ein Spaßvogel den Vorschlag, -aß jeder Herr eine Dame wählen und sich aus Scherz mit ihr trauen lassen soll. Man ging in lustiger Stimmung auf diesen Scherz ein, i nd ein angeblich als Rabbiner verkleidetes Komiteemitglied traute nicht weniger als hundert Paare, wobei alle Ceremonien streng eini ehalten wurden und es auch nicht an dem Ninge fehlte, den der Bräutigam der Braut an den Finger steckte. Einige Tage später in- -irmirte ein Newyorker Rabbiner einige der jungen Leute, daß diese eirathen nach jüdischem Ritus vollste Giltigkeit hätten, da der Mann, l er die Trauung vorgenommen habe, thatsächlich ein Rabbiner ge- - esen sei, und die Leute nicht allein Gebrauch von den Ringen genacht hätten, sondern auch die Ehegelöbnisse nachgesprochen hätten, 25 1 r betheiligten Paare wollen sich mit dem Resultat zufrieden geben i,ld die im Scherze geschlossene Ekre im Ernste weitersühren. aber drei 2 iertel der Betroffenen, namentlich die Männer, wollen sich nunmehr nl die Gerichte wenden und die Ehen für ungiltig erklären lassen, besonders verwickelt erscheint die Geschichte dadurch, daß einige der aus solche Weise Zusammengekommenen bereits verheirathet sind. — Ob man dieselben wohl wegen Bigamie zur Verantwortung ziehen kann!? Oder ob nicht vielmehr die ganze Geschichte erkunden ist? Geschäftliche Notizen. — Bei der Deutschen Militärdienst- und Lebens- Vers icherungs-Anstalt auf Gegenseitigkeit in Hannover waren im Monat Mai 1902 in den beiden von der Anstalt betriebenen Geschäftszweigen, der Militärdienst- Versicherung und Lebensversicherung (auch Töchterversorgung), zu erledigen: 727 Anträge über Mark 1444400 Versicherungs-Kapital. Von Errichtung der Anstalt (1878) bis Ende Mai 1902 gingen ein 363159 Anträge über Mark 485454840 Versicherungs-Kapital. Die Auszahlungen an Versicherungssumme, Prämienrückgewähr u. s. w. im Laufe des Jahres 1901 betrugen Mark 6478000, die Gesammtauszahlungen seit Bestehen der Anstalt Mark 34371000. Der Bestand an Hypotheken, Effekten und Kaffe u. s. w. belief sich Ende Mai 1902 auf Mark 115612000. Kleber, der als ^eiäenckep, kLeeonvaleseent, brbolungsbeäürftrger oder Sommerkrisedler vor die Wahl eines Kurortes gestellt ist, sollte sich über alle näheren Verhältnisse (sowohl die Kurmittel, wie ökonomische Fragen, Kostenaufwand rc.) der in Aussicht genommenen Kurorte orientiren in dem 1901 m VM. Ausgabe erschienene« Mtt-Mmanach mit Harte cler kaäer. Kurorte unä Heilanstalten 550 Zeiten Crossoctav in elegantem Leinenbancl. Preis 3 M. Derselbe-enthält neben einer gediegenen wissenschaftlichen Einleitung, die unter der Redaction des Sanitätsraths Vr. Otto ^KUenius-Soclen von hervorragenden Balneologen bearbeitet worden ist, über 700 OriginÄlprospeere von Bädern, Kurorten und Heilanstalten. Der LLcker-KlniÄNAek ist zu beziehen durch jede Buchhandlung oder gegen Einsendung des Betrages von I^k. s,so (incl. Porto) direct vom Verleger Kuclolf Glosse, SerUn SM. 19. Motten Sie etroos Fernes rauchen? ^ann empfehlen wir Ihnen Garantirt naturelle türkische Handarbeits- Cigarette. 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