Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 66 (1902)
- Issue
- Heft 7 (14.2.1902)
- Date
- 1902-02-14
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
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Miseelle«. Entrüstung. Einjährig-Freiwilliger Maier: „Bitte gehorsamst, Herr Wachtmeister, um achtundvierzig Stunden Urlaub." -Wachtmeister: „So! Was haben Sie denn schon wieder?" -Maier: „Immatrikulation." — W achtmeister: „Immer diese Mischen Feiertage!" GrschastUche Notizen. Das Savoy-Hotel mit Badehaus in Wiesbaden ist durch Hinzukauf und Umbau zweier Objekte bedeutend vergrößert worden. In Anbetracht dieser Vergrößerung war es dem Besitzer einer Rentabilität wegen nicht möglich, dasselbe ausschließlich als jüdisches Hotel zu bevirthschaften. da viele jüdische Badegäste es vorziehen, in ein anderes Hotel einzukehren, trotzdem die Einrichtung des Savoy-Hoüels den weitgehendsten Ansprüchen genügt. Der Besitzer des Savoy-Hotels wollte von vornherein kein jüdisches Restaurant führen, sondern einzig rnd allein ein Hotel mit Badehaus t. Ranges betreiben und zwar mit itueller Küche, jedoch ausschließlich für die Gäste, die im Savoy-Hotel wohnen. Dieses wurde jedoch dem Besitzer des Hotels unmöglich, da zu wenige jüdische Kurgäste sich dazu verstehen konnten, ein solches Unternehmen, welches unter allen Umständen Än großes Bedürfniß in Wiesbaden ist, durch Einkehr in dieses Hotel zu unterstützen, weshalb denn auch das Savoy-Hotel an und für sich bezüglich der Küche jetzt als allgemeines Hotel betrieben wird; jedoch hat der Besitzer des Savoy-Hotels nunmehr das Haus Bärenstraße 5, anschließend ans Savoy-Hotel, hinzugekauft, und ist in dieser neuen Hotelabtheilnng, Bärenstraße 5. ein extra Küchenbetrieb eingerichtet worden, welcher streng nach den jüdischen rituellen Vorschriften gehandhabt wird. Außerdem sind in der 1. Etage des Hauses Bärenstraße 5 zwei reich dekorirte Speisesäle eingerichtet worden, worin ausschließlich seine rituelle Küche verabreicht wird Es ist jedenfalls diese neue Einrichtung mit Freuden zu begrüßen, da die rituelle Küche des Hotels, wie bekannt, stets eine ganz vorzügliche war. Die Pensionspreise des Hotels, trotz der reichen Einrichtung und der vorzüglichen Speisen rc.. find stets nur mäßig gehalten worden, indem je nach Lage der Zimmer die Pension, bestehend aus Logis, Frühstück. Bäder, I'sbls ä'tiote und Souper, sich zwischen Mark 9.— und 12 — beläuft, mithin ein mäßiger Preis im Verhältniß zum Range des Hotels, und besonders, wenn der rituell lebende Gast in Erwägung zieht, daß der rituelle Küchenbetrieb. wie er im Savoy-Hotel stets gehaudhabt wurde, weit kostspieliger ist als der Betrieb eines anderen Hotels. ^Voklsclimeckenäer', kraktixer, ausxiebixel', «ladei nur kalb so Ideuer >vie äer amerikan. pleiscliextract kt 8iris. kierxeslellt unter ^ukielit «1er kitualkommissivn äer israelit. (iemeinäe in krankkurl a.M so lieneral-vepot bei: 8»m. koseotdsl, kraMerlreu rs. Dkis»kkjichn««gs-GksellschaftMLkiD>s («lte Leipziger) auf Gegenseitigkeit errichtet 1830. VerstcherirngSbestandr 793«M Personen und S2^ Millionen Mark BerstcherrrrrgSsrrrnrne. 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