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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1901-11-15 · Heft 46 (15.11.1901) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
65 (1901)
Issue
Heft 46 (15.11.1901)
Date
1901-11-15
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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Misrellen. Herr jPollak aus Europa. Eine in deutschen Kreisen Nervyjorks wohlbekannte Persönlichkeit, Herr Pollak von der zweiten Avenue ist gestern zum Besuche Berlins eingetroffen. Obwohl als ganz armer Einwanderer in Amerika seinerzeit gelandet —ist Pollak heute ein gut situirter Mann, dessen Biographie von großen New-Uorker Zeitungen nebst dem des Bilde „ksnu^ ckutekman" gebracht wurde. Auf dem Dampfer, der denselben nach Europa brachte, befand sich auch der deutsche Botschafter in Washington, Herr von Hollebett. Herr Pollak titulirte den Botschafter immer „Herr von Hol". Von Letzterem lächelnd gefragt, warum er ihn so neune, meinte Herr Pollak: „Ich weiß, Sie sind auch ein Jude — aber die Anderen brauchen doch das nicht zu wissen." Wie das Blatt, dem wir diesen Scherz entnehmen, versichert, hat sich die Reisegesellschaft über die harmlose»! Späße des Herrn „Pollak aus Europa" köstlich amüsirt. Ein. hübsches Epigramm auf einen getau ften Iu den, der bei jeder Gelegenheit sein Protestanteuthum betonte, ist das folgende: »„Ich bin ein Protestant" — das sagst du mit Emphase, Dagegen protestirt emphatisch deine Nase." Geschäftliche Notizen. — Lebensversicherungs-Gesellschaft zu Leipzig, aus Gegenseitigkeit errichtet 1830 (alte Leipziger). Vom 1. Januar bis 1. Oktober 1901 sind 5252 Anträge über Mark 40 245 000 Versicherungssumme (Mark 2 750 800 mehr als in der gleichen Zeit des Vorjahres eingegangen und4600Verficherungen über Mark34323 600(Mark2698700) mehr als in der gleichen Zeit des Vorjahres) abgeschlossen worden. Es hat sich damit der Versicherungsbestand auf 617 Millionen Mark gehoben, während das Vermögen auf 207 Millionen Mark angewachsen ist. Bei der alten Leipziger Gesellschaft, die eine reine Gegenseitigkeitsanstalt ist, fließen alle Überschüsse in Gestalt von Dividenden den Versicherten wieder zu, die auf diese Weise bis jetzt 72 Millionen Mark erhalten haben. — Etwas über Trültzsch' Ci tr o n eu saftkur. Es giebt heutzutage noch eine große Anzahl von Gewächsen, deren Heilkraft gegen gervisse Krankheiten noch nicht ermittelt ist. So hat man z. B. in neuerer Zeit die Citrone geprüft und gefunden, daß dieselbe gegen die meisten Krankheiten ein Schutz- und Heilmittel ist. Gegen jede Nasen- und Halskrankheit, wie chronisches Halsleiden, Diphtheritis. irgend welche Verschleimung, Nasengeschwüre u. s. w. ist sie von ausgezeichneter Wirkung, da sie nicht nur eine weitere Verbreitung der Krankheit verhindert, sondern auch das Lager derselben zerstört. Dabei ist sie durchaus unschädlich. Als empfehlenswerthe Bezugsquelle für Citronensaft neune»» »vir H. Trültzsch, Berlin, Boyenstraße 37. 8>ngs>* »skmasvkinsn Paris lyttO: „Oranck Prix" tlvctisle ^usreicknunx! 8>RRgNI* 8n8lIA>N8Nll»>8UI sind mustergültig in Construction und Ausführung. sind unentbehrlich für Hausgebrauch und Industrie, sind in denFabrikbetrieben die am meisten verbreiteten. GntlVUINbE-iRlIHVN sind unerreicht in Leistungsfähigkeit und Dauer. 8niA8iP 88IRHR888IRIII8II sind für die moderne Kunststickerei die geeignetsten. Ausstellung für Feuerschutz Berlin 1Y01. 00L.VL!>E Höchster Preis. Unentgeltliche Unterrichtskurse in allen häuslichen Näharbeiten, wie in moderner Kunststickerei. Lager von Stickseide in großer Farbenauswahl. Elektromotoren für einzelne Maschinen zum Hausgebrauch. Hauptgeschäft: SLK1.IN, Kronen-8tr. 11. Anger Co. Mtmaschinen Act. Ges. Erstes Detailgeschüft: 8LKL.M, l-eipriger 8tr. 86. Filiale» in allen Kladlgegenden Nlsx SsIIg« Lottbuser öaumkuctiea-ksckere! kenlln A», 7» Kurfürsten-Linasss 71. Dse Vorsanä erkolgt in eck.ee 1rsHe1)i§eu 6-rösse ä 1?kuack 2.— AL. sxLI.?orto nnä Verpackung. k'ür Verpaekunx nirck pro kkunck __ 10?tz. bereoknet._ ksikvino«?reu88i8cbe Üeben8unä OÄr3li1ie-Ver8ickerun>A8- ^c1ten-Oe8e1l8c kaft Lsrlli» ^7>, LsLrsL-S1:rs,ss« 6V-6I. ^oilssGsII akne si-Ltlivk« Untensuvkung. bollee La voLI«r LlVlLv ira Dalitz äer ^ieblLadluvs cker krämie. üdsolute vnskssolikbsNeit; « ». Krisen u»a MtbLit sul Ser zsnren krüe e«Evt MvNpolive.) Kr,vA»vSr8L<;Ir«r«»Ls (auvb kür Lerukssoläatev) okriLV Lxt»» peN»Liv. 6SwLi»iLZ»«ieLL1x«uae. VorattSsielllliLd« LLLaa«s1- LLvLckiHi»ckvr LSOo cker ^Llrr68-kräwL6. Verein israelitischer Elementarlehrer für Rheinland nnd Westfalen. - Titz: Essen. Für die Unterstützung»lasse gingen vom 1. Juli bis 30. September er. ein: Freiwillige Beiträge: Lehrer Gossel in Eamen Sammlung 25,90 M. Eine Sammlung ans der Briß-mil-Katz in Horst.i.ar 6.50 M. Lehrer Alexander in Marburg 1.50 M. Lehrer Ermann in Kerpen, Theilsammlung aus der Hochzeit Capell-Leiser 5 M. Sunagogeu-Gemeinde Düsseldorf Jahresbeitrag 50 M. Syuagogen-Gemeinde Bochum Jahresbeitrag 50 M. Syuagog.-Gem. linna 10 M. N. N. in Hünfeld 3 M. Lehrer Grünewald in Siegen Sammlung auf d. Hocbz. Neheimer-Gott'chalk 16 M. Lehrer Löbenstein in Düsseldorf von den Erben Michael Simons 30 M.' Von Frau Burg 20 M. N. N. 2 M. Jos. Stiel 3 M. M. Mertens 2 M. S- Oppenheimer 3 M. Ferner Jahrzeüjpenden von M. Landan 5 M. Felix Müller 2 M. M. Spiro 2 M., sowie von den Kindern des Alex Camp in Erefeld zur Erinnerung an ihren sel. Vater 30 M. Synagogeuspende in Essen 4.62 M. Lehrer Baum iu Rheine Sammlung auf d. Hochz. Oswald-Wolfs und Rosenberg-Abrahamsohn 3>> M. Synagogen-Gemeinde Paderborn Jahresbeitrag 20 M. Lehrer Oftwald in Witten von B. Meyer in Dortmund an seiner Hochzeit 20 M. Synagog.-Gem. Ruhrort Jahresbeitrag 25 M. Rabbiner Dr. Frank in Eöln Sammlungen o»00 M. Lehrer a. D. Spier in Bocholt Sammlung auf d. Hocbz. Heimaun Raniohoff 94 M. Synagog.-Gem. Neuenkirchen Jahresbeitrag 15 M. Frau B. Wolff in Hambmq anläßl. d. Bar-mizw. ihres Enkel 20 M- Synagogenbezirk Arnsberg Jahresbeitrag 40 M. Aus dem Laz. Sam. Rothichild'scheu Fonds in Cöln 60 M. Lehrer Zivi in Elberfeld von N. N. 50 M. Dr. Hulisch in Herford Sammlung auf d. Hockz. Vorreutrr-Stiel, 24.24 M. Lehrer Laser in Vöhl, Halbsammlung bei der Verlobung Blum-Lalomou 8.55 M. Dr. Hulisch in Herford Sammlung auf d. Hochz. Schönenberg-Schulze 15.(0 M. Rabbiner Dr. Rosenthal in Eoln Sammlung auf d. Hochz. Rosenthal-Hanauer 10 M. und aus ihm zur Verfügung stehenden Geldern 15 M. Lehrer Mayer in Arnsberg von N. N. in Madfeld 6 M. Hauptlchrer a. D. Blnmeufeld in Essen für Ablösung von Neujahrs- Wünschen 5 M. Lehrer a. D. Spier in Bocholt aus demselben Anlaß 2 M. Lehrer Blumenthal in Coln-Deutz Sammlung auf einer kl. Festlichkeit 7.30 M. Synagog.- Gem. Kempen Jahresbeitrag 15 M. Lehrer Levi in Neuß von zwei Ungenannten 70 M. A. Gans in Essen 10 M. Synageg.-Gem. Steele Jahresbeitrag 50 M. Lehrer Lilienfeld in Steele von Frau Sal. Heymaun 10 M. Lehrer Moses in Rheydt von H. Lemnebcrg 10 M. Bon Dr. Lovy 3 M. und von Amtsgerichtsrath Dr. Fleck 3 M. Lehrer Zivi in Elberfeld von Hermann Simon anläßl. d. Gebart eines Sohnes 25 M. Lehrer Wetzstein in Elberfeld anläßl. seines 25 jährigen Amtsjubiläums 25 M.. derselbe von Frau Alb. Weyl 3 M. nnd von Emanuel Simon 10 M. Ww. Brisch in N.ülheün (Rhein) von Frl. I. H. 9 M. D. Heymans in Berlin 2 M. Hauptlehrer Fröhlich in M.-Gladbach von Sally Raphaelsohn und Oskar Fröhlich zur Etablirung der Firma Fröhlich L Co. 50 M., von ihm selbst als Mator.oh l'worech 3 Mk. . Von Beruh. Vogel Jahresbeitrag 10 M. — ». MitglredsbeitrLge, -ezw« EinkaufSgelderr 14S.L« M. - v. Zinsen: «06.86 M. - Jnsgesammt im HI. Quartal: SSSS.57 M. Iss». Wir ersuchen nufere Mitglieder, sowie Freunde unserer Bestrebungen iw Hinblick auf den geringen Eingang der freiwilligen Spenden dieses Quartals mit aller Kraft dahin zu wirken, daß im laufenden Quartale ein Ausgleich stattfinde, sonst muß die demnächstige Quote für die Lehrer- Wittwen und Waisen ganz sicher sich verkleinern. Essen, 1. Oktober 1901. Der Borstand des Vereins israel. Glementarlehrer für Rheinland und Westfalen. Graf, Vorsitzender.

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