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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1838-03-31 · Heft 39 (31.3.1838) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
2 (1838)
Issue
Heft 39 (31.3.1838)
Date
1838-03-31
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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u. 3*n«»s. Allgemeine No. SS. Zeitung -ks Indcnthums. Ei» unpartheiischeS Organ für alles jüdische Interesse. (Mit König!. Sächsische» allergnädigster Corrcesskon.) Leipzig, den 31. März 1838. Theologie. Bemerkungen über die Errichtung einer jüdisch-theologischen Facnltät. Von ®r. M. Jsler, ^Vorsteher eines Instituts für Knaben in Hamburg. Der nachfolgende Aufsatz ist uns schon in No. 13 angekündigt worden. Wir stehen nicht an, ihn auf dieselbe Weise, wie in No. 15 die Vorrede des Hrn. Rabb. H o l d h e i m, in N. 27 den Hauptinhalt der Geiger'schen Schrift, hier folgen zu lassen. Er ist besonders als eine leicht faßliche und ruhig erörtemde Darstellung des Inhalts und der Wichtigkeit des Unternehmens höchst bemerkenswerth. Wenn nun auch manche Punkte darin nicht ganz mit unsrer Ansicht übereinstimmen, was jedoch nicht die wesentlichen der Sache sind, so thut das zur Sache nichts. Eben so sind noch einige Seiten, z. B. die Interessen der Wissenschaft selbst, die gerade die Geiger'sche Schrift ganz vorzüglich erörtert, nicht genug hervorgehoben. Es-wird sich aber ein Jeder mit dem Aufsatze des Herrn vr. Jsler herztichst befreunden, da er in dem lobenswertheften und partheilosesten Sinne geschrieben, so daß wir es als ein gutes Omen ansehen, ihn hier zuerst in unsrer Angelegenheit zu geben. Wir ergreifen die Gelegenheit, hier zu bemerken, daß wir an der Realisirung des Projectes nicht mehr zu zweifeln Ursache haben. Es liegen bis jetzt eireri 13,000 Thaler vor, und die Bewegung, die sich nunmehr in der Sache überall, auch im fernen Norden, darthut, gibt Veranlassung, die Sache als der Verwirklichung nahe anzusehen. Mögen aber diesem guten Beispiele, das so viele, kleinere Gemeinden geben, nun auch die größeren Deutschlands folgen, denn diese, die Sitze der jüdischen Intelligenz, sollten sich hier warlichi den Rang nicht ablaufenlassen. Die Redaction. Nachstehender Aussatz ist in seinen wesentlichsten Theilcn bereits im December v. I. niedergeschrieben, aber aus der Besorgniß zurückgehalten worden, es möge ein voreilig gesprochenes Wort dem Unternehmen mehr schaden als nützen. Da inzwischen mehre Freunde die Bekanntmachung desselben für nicht unnütz gehalten, so übergebe ich ihn jetzt der Oeffentlichkeit, und wünsche partheilose Prüfung im Interesse des Gegenstandes. Eine nur zu nachsichtig urtheilen.de Notiz, die vor einigen Wochen in diesen Blättern diese Arbeit als eine „treffliche" ankündigte, möge man nicht als von mir ausgegangen oder veranlaßt betrachten, und das Maß der Kritik nicht darnach erhöhen. M. I. Die unzweideutige Theilnahme, welche die von Herrn ve. Philipps» n in No. 88. des vorigen Jahrgangs erlassene Aufforderung, zur Gründung einer jüdisch-theologischen Facultäl, in allen Gegenden Deutschlands findet, läßt keinen Zweifel übrig, daß die Ausführung dieses großartigen Planes wirklich gelingen werde, und es scheint daher wol nicht unangemessen, daß von verschiedenen Seiten Männer, vertraut mit Wissenschaft und deren Pflanzstädten, den deutschen Universitäten, ihre Ansichten darüber öffentlich mitthellen, damit dem Antheil, den die große Masse unserer Glaubensgenossen an dem begonnenen Werke nimmt, auch eine bestimmte Meinung sich anschließe, die auf die vorzuthuenden Schritte leitend und fördernd einwirke. Nur Zögernd hat der Schreiber dieser Zeilen sich dazu entschlossen, zuerst das Wort in dieser Sache zu nehmen, und er wünscht demselben nur in so fern eine Bedeutung beigemessen, als er höherstehende Männer vom Facht, namentlich die Geistlichen unserer Gemeinden, dadurch zur Ergänzung und Berichtigung seiner Meinung anzuregen wünscht. Die äußere Veranlassung ward ihm dazu, da er den Männern beigetreten ist, die in seiner Vaterstadt das Werk durch Aufforderung zu Beiträgen zu fördern suchen, und bei diesem Geschäfte vielfache Fragen über Zweck und Einrichtung des neuen Instituts gemacht wurden. Untersuchen wir zuerst das Bedürfniß einer akademischen Facultät für jüdische Theologie. Noch vor einem Mmschenalter war es allgemeinesSitte, daß dieRabbinen und

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