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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1901-07-12 · Heft 28 (12.7.1901) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
65 (1901)
Issue
Heft 28 (12.7.1901)
Date
1901-07-12
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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Miscellen. ---- Verschiedene Blätter brachten vor Kurzem folgende recht charakteristische Geschichte ans dein Breslauer Leben. Während sich erfreulicherweise die große Masse des Volkes vorn Antisemitismus frei hält, hat er in gewissen Beamtenkreisen scheinbar unausrottbare Wurzeln gefaßt. Dies beweist auch nachstehender äußerst bezeichnender Vorgang. Sie heißen Beide Kurt, sie besuchen Beide?ine Klasse des Gymnasiums, Beide sind hübsche, prächtige Jungen, nur ist der eine evangelisch, der andere jüdisch. Der Letztere ist der Begabtere, weshalb der andere Kurt oft zu ihm kommt, um sich die Schulaufgaben durchsetzen und verbessern zu lassen. Eines Nachmittags haben sie gerade wieder gemeinsam gearbeitet, das heißt der Eine hat vor- und der Andere hat nachgeschrieben. Sie sind gerade fertig, als die Mama ins Zimmer tritt und zum Gaste freundlich sagt: „Warum läufst Du denn gleich immer weg. Kurt. Du kannst doch mit Deinem Freunde noch ein bischen spielen!" Der Junge erwiederte: „Das darf ich nicht!" „Und warum nicht?" „Meine Mama hat mir verboten, mit Juden umzugehen!" Die Frau überlief es eiskalt. Sie wurde blaß und roth vor Schreck und Entrüstung, endlich faßte sie sich und sagte: „So — na, da brauchst Du auch Deine Arbeiten nicht hier zu machen. Merk' Dir das!" Der Knabe ging und kam nicht ruehr wieder. Wenigstens fürs Erste nicht. In der Schule aber nahte die Censur; die häuslichen Arbeiten des evangelischen Kurt waren I schwächer, viel schwächer als sonst — — der Leser merkt, woher das kam. Der Kurt schien es auch zu merken. Kurz, eines schönen Nachmittags — es waren etwa vier Wochen vergangen — war er wieder bei seinem jüdischen Mitschüler. Dessen Mama traf ihn wieder und sagte: „Nun. Kurt, hat Dir's jetzt Deine Mama erlaubt, mit Juden zu verkehren?" „Nein!" — lautete die Antwort — ich Hab' ihr gesagt: Sie hätten sich inzwischen taufen lassen!" --- Der verstorbene Alexander Weill in Paris bildete sich bekanntlich ein, auch ein großer hebräischer Sprachforscher zu sein. Von seinen ergötzlichen Etymologien folgt hier eine kleine Blumenlese: Xalvb (Hund) von Kol (alles, ganz) und von Leb (Herz), ganz Herz. ^aelirrl; mittelst Versetzung der Mitlauter bildete man: Kanal- Obrrg'orotli; hiervon das deutsche: Gürtel. Xotuotli; aus der ersten Silbe bildete der Deutsche: Kutte. Nlneliu (Geschenk); hieraus entstand das altdeutsche Wort' M inue. lolior (rein). Hiervon das Wort: Aether. koölr (Hirt); voll rechts nach links gelesen: üeor. Diesem entstammt sicherlich das deutsche Wort: Herr: Labor (Grab); ans den drei Mitlautern dieses Wortes bildete der Deutsche: Grab. Aebebet (Ruthe. Szepter); mit Buchstabeuversetzung: Stab. 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Adolf Schwerin 300 M. Max Rawack 200 M. Adolf Sternberg 300 Nt. Louis Burgseld 300 M. Emil Sachs 300 M. Isaak Werner 300 M. Moritz Pringsheim 200 M. Gebr. Barasch 100 M. Oskar Heymann 300 Nt. Lippmann Bloch 150 M. Gebrüder Kölker 200 M. Hermann Lluerbach 200 M. Stadtrath Fedor Pringsheim 300 M. — Köln. (Vorläufiger Ausweis.) Sammlung durch Herrn Rabbiner I)r. Rosenthal 1000 M. — Danzig. Konsul Albert Meyer 300 Nt. C. Freymann 300 M. L. Goldhaber 200 M. H. L. Fürst 200 M. S. Lichtenstein 200 Nt. Hermann Riese 150 M. L. Lebenstein 100 M. S. A. Hoch 100 M. Julius Levh 100 M. Meyer Sachsenhaus 100 Nt. I. H. Breslau 100 M. M. Freymann 100 M. Th. Kleemann 100 M. L. Maschler 100 M. Frau Caecilie Seeliger 100 M. Max Jacoby 100 M. I. Bieber- Schönau 100 M. O. Münsterberg 50 M. G. Davlbsohn 50 M. Sanitätsrath vr. Semon 50 M. Herm. Lövinsohn 50 M, A. B. Grünberg 50 M. H. Jacobsohn 30 M. Zahnarzt Fleischer 30 M. I)r. I. Lewy 30 M. Ad. Bereut 30 Nt. Moritz Cohn 25 Nt. — Elbing. Stadtrath Loewenstein - Goldberg 100 M. Alexander Müller 100 M. D. Loewenthal 100 M. Siegfried Levy 50 M. W. Lewin 20 M. Gustav Jacoby 20 Nt. I. Behrendt 20 Nt. Landgerichtsrath Schweiger 20 M. Amtsgerichtsrath Salomon 20 Nt. Max Lehmann 20 M. F. Berlowitz 10 M. I. Bloch 10 M. M. Goldschmidt 10 M. I. Wohlgemuth 10 M. PH. Rosenthal 5 Nt. — Liegriih. (Vorläufiger Ausweis.) Assessor Erich Rawitscher 150 M. Fabrikbesitzer Fedor Beer 100 M. Ludwig Danziger 100 M. Frau Lina Cohn 100 M. Oscar Krimmer 50 M. Frau Geh. Kommerzienrath Benary - Erfurt 200 M. Vorstand der Synagogen - Genieinde Tarnowitz 300 M. Stadtrath Miodowski - Wreschen 20 M. Alb. Sieburth- Wreschen 30 M. L. Miodowski - Wreschen 10 M.

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