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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1901-07-05 · Heft 27 (5.7.1901) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
65 (1901)
Issue
Heft 27 (5.7.1901)
Date
1901-07-05
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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Kpverhfaat. Sehr geehrter Herr Redakteur! den Notizen der Herren G. Deutsch und N. Brainin in Nr. 20 Ihres geschätzten Blattes über das Verhalten des seligen Dr. Bamberger beim Begräbniß des Abr. Mapu erlaube ich mir folgendes anzuführen: In den Jahren 1868—1870 lebte ich in Königsberg, ging ein und aus im Hause Dr. Bambergers und hatte oft Gelegenheit zu sehen, wie viel Zeit und Mühe Dr. Bamberger für Fremde opferte, welche Theilnahme. Liebe und Hochachtung er besonders hebräischen Schriftstellern eutgegenbrachte. Es ist fast unmöglich anzunehmen, daß ein Mann wie Dr. Bamberger, der die ganze Kraft seiner Beredsamkeit in den Dienst dev Wohlthätigkeit stellte, gerade am Grabe eines solchen beri'chmten Man lies wie. Llbraham Mapu sein Sprachorgan des Geldes wegen geschont haben sollen. Eine solche verwerfliche Pietätlosigkeit würde auch unter den Verehrern Mapus wie im Feindeslager Bambergers nicht unbekannt geblieben und stark kolportirt worden sein; ich habe aber trotz meines regelt Verkehrs in Königsberg mit hebräischen Schriftstellern und russischen Studenten, die Mapu verherrlichten, nie von dieser Sache etwas gehört. Noch mehr aber spricht für die Grundlosigkeit der BraininMen Angaben folgende Thatsache: M. Mapu. ein Bruder des verstorbenen Abraham Mapu, war im Jahre 1868 in Königsberg und wurde vom sel. Dr. Bamberger ganz besonders geehrt, indem er in der Synagoge neben ihm Platz nehmen mutzte und sogar mit Maftir "l'DLD beehrt wurde. Aehnliches habe ich in der ganzen Zeit nur einmal bei Anwesenheit Michael Levys- Jnowrazlaw, bemerkt. Hätte Bamberger sich wirklich ähnliches zu Schulden kommen lassen, so hätte M. Mapu, der seinen Bruder vergötterte, die Beleidigung seilles Bruders mit der nöthigen Verachtung zu vergelten gewußt. Wenn also keine Leichenrede damals gehalten wurde, so können nur andere Umstände dabei mitgesprochen haben, nicht aber, daß Dr. Bamberger mangels an Bezahlen sich vom Reden zurückhielt. Kantor E. Großmann-Görlitz. — Ein Wort Goethes wird aus dem Briefwechsel der Gattin des deutsch-französischen Diplomaten Grafen Reichart mitgetheilt, die 1807 mit dem Dichterfürsten zugleich in Karlsbad zum Kurgebrauch war. Am 1. Juni 1807 schrieb sie an ihre Mutter: „Vorgestern plauderte man in meinen! Salon und fragte sich, ob Deutschland und die deutsche Sprache wohl dem gänzlichen Untergang geweiht wären. Da sagteJemand: „Nein, ich glaube niemals, die Deutschen lassen sich wie die Juden unterdrücken, aber ebenso wenig wie diese werden sie sich ausrotten lassen. Den Muth verlieren sie nie ganz und werden eng mit einander vereint bleiben, selbst wenn sie kein Vaterland mehr hätten." Nun rathe, wer so sprach: es war Goethe!" wie wird gewöhnliches Gemüse einladender? - Wenn es mit den neuen Mondamin - Geinüsesaucen servirt ivird. Die gewöhnlichen Gemüse, wie Rüben, Mohrrüben, Weiß- und Wirsingkohl rc., werden überraschend geschmackvoller durch solche Saucen. Ihre Zubereitung geschieht, leicht und schnell durch einfache Zuthaten. Leicht verständliche Rezepte sind gegen Einsendung einer 10 Pfq.-Marke an Brown ü- Polson, Berlin 6?, zu haben. Marr gebe Nain.en und Adresse deutlich an. 8ro>vn L polsons onclamin Gesetzlich geschützt seit 1884. kostenfrei )6(l6U . wissenschaftliche und feuille- Imristische Zeitschrift ^6äsn IMtwoetr: Technische Rundschau illnstrirte polytechnische Fachzeitschrift Men vonnersisg: Dev rveltsxiegel iii.„mrtc Halb- Wochen-Chronik iblibN . 0!i»K farbig illustrirtes, sattzrisch-politisches Witzblatt Men Lonnabenä: Hans Hsf Gavten illustrmc Wochmschrift für Garten- und Hauswirthschast Men 8onntag: . Dev rveltsxiegel mustrme Halb- Wochen-Chronik erhält jeder Abonnent des Alle Postanstatten des deutschen Reiches nehmen Abonnements entgegen zum Preise von 1.92 iriounblioli s/sks 1^0/? Flösse/' ' kluconioii vu.iicl.ili?reu88i8cke I^eben8un6 03r3ntie-Vev8ickerunA8- ^c1ien-Oe8e1l8ck3lt Lerlii» Lsllrsn-Sbrs.88s 60-61 orlssGs» - Vvnsivkvi»»»Ag aknv si-rNivkv Unlsnsuvkung» ^i»1r««lRl«i7l»»I1ime clor?oIiee IN voll«» H«Iiv im IHIe slei- Xiebtrrniilnn^ cter krrimie. VvrsivIiGrnnssr Übsalute Unsnievkidaklreit; n a. Kelsen «lltbsit s»s üer zsnren kräe lVellpoliee.) ILl'LvKSVSrsLoliSr'uns (nueir kür Leiut'880iänten) «Im« Lxl»» irrtiLnie. 6ivHvIiLi»^vtvLI»simx. Vormissiebtliebe ÄivickSnckvr 25 0,) gtzi- ZAdre8 Urämie. Kkbe«s«ttficher»ilir-Gkskllschast?uKiprig (alte Leipziger) auf Gegenseitigkeit errichtet 1830. Verstchernngsbestand r 77S00 Personen und 604 Millionen Mark Versicherungssumme. Vermögen: 200 Millionen Mark. Gezahlte Versicherungssummen: 139 Millionen Mark. Die Lebensversicherungs-Gesellschaft zu Leipzig ist bei günstigsten Versicherungsbediugungen (Unanfechtbarkeit dreijähriger Policen) eine der größten und billigsten Lebensversicherungs-Gesellschaften. AlleNeberfchüfse fallen bei ihr den Versicherten zu; diese erhielten seit mehr alS einem Jahrzehnt auf die ordentlichen Jahresbeiträge alljährlich 427o Dividende. Nähere Auskunft ertheilen gern die Gesellschaft, sowie deren Vertreter. Dampf-Klollceroi Hauen -ieker. M LI v L ^2 gemolken unter ^.ntsielit Ü68 Radbinril8 äer 8MaT0A6N - (xemeinäe ä.clL83 I81L6I, Lliter 22?k. — ^irtkseliuklZmileli, »Lclit unter Xnk8iedt. Inter 20 kk. — Linäerrnilelr 35 kk. per I^iter. — 8<M8tise Nolkereikroäukte, rvie Butter, liefert Luk LestellunA k. O. Naeublein, kerlin, ttaicleslrasse zi.

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