Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 2 (1838)
- Issue
- Heft 36 (24.3.1838)
- Date
- 1838-03-24
- Page
- Seite 144 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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144 Eisenstadt (Ungarn), 23. gebt. Schulwesen. Berichtigung. Der Refer. über das Schulwesen aus Croatien in No. llv berichtet über die hiesige Schule, daß sich von ihr nicht viel Rühmliches sagen lasse. Die Ursache hiervon wäre Uneinigkeit. Daher scheine das Bestehen der Schule sehr wantend zu sein, wiewol Herr S. Davidsohn sich bemühe, selbe aufrecht zu erhalten. — Ich kann aber fest versichern, daß die hiesige Gemeinde von Uneinigkeit gar nichts weiß, im GegentheiL andern zum Muster dienen kann, so wre die hiesige Schule immer bestehen wird, da sie sicher fondirt ist. Daß die Herren Vorsteher ntd)t sammtlich ihre Pflicht thäten, und mit Eifer, läßt sich gar nicht absehen. Die Schule kann jetzt allerdings nicht ausgedehnt werden, weil das einzige Hindernisi eben die ansässigen Privatlehrer sind, und diese Bemerkung war allerdings eine richtige des Referenten. Doch dürfte auch diesem Umstande bald abgeholfen werden. Leopold Bauer, Oberlehrer. Anzeiger. Irr demselben werden Annoncen aller Art gegen 1 Gr. Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum ausgenommen. Die Verlagshandlung. (Verspätet.) Danksagung. Der am 23. October vor. I. im 32sten Jahre seines Lebens zu Schwetzingen bei Heidelberg erfolgte Tod unseres innigst geliebten Mannes, Vaters und Bruders, des Kaufmanns Joseph Friedlieb legt uns die traurige aber heilige Pflicht auf, allen denen, die dem in der Btüthe seiner Jahre Verstorbenen seine körperlichen Schmerzen, von denen er in einem mildern Klima geheiltzu werden hoffte, durch Pflege und liebevolle Theilnahme lindern halfen, so wie denen, die ihm am Beerdigungstage die letze Ehre erwiesen, besonders Sr. Hochwürden dem großherzoglich badischen Bezirks-Rabbinen Satomon Fürst zu Heidelberg, der an der Grabesstatte eine tief ergreifende, den Hingeschiedenen ehrende und die Hinterbliebenen tröstende Leichenrede hielt, und dem Herrn Abraham Seidenberger zu Schwetzingen, in dessen Hause der Verewigte lebte, und starb, unfern herzlichsten gerührtesten Dank hierdurch öffentlich abzustatten. Möge ihnen der allbarmherzige himmlische Vater ihre edlen Bemühungen reichlich belohnen und sie in das Buch des Lebens und der wahren Glückseligkeit einschreiben, uns aber den rmersetztichen harten Verlust mit Geduld und Ergebung in seinen heiligen Willen ertragen helfen. Mi tau, im Januar 1838. Die Hinterbliebene Wittwe Adelhaide Friedlteb, geb. Stillbach, nebst ihren beiden unmündigen Kindern, und der Bruder des Verblichenen, Samuel Fried lieb, zugleich im Namen der übrigen Verwandten. Neue Ausgabe des Buches Kosri. Bei Raf und Magnus in Hamburg ist erschienen, und durch alle Buchhandlungen Deutschlands zu beziehen: •jnsöj -inr* mnoM *»3D ttnn» 'di "ISO pvm nmn 'iDi HÜ tpinr Diana Yt3x>ö *»riMö Dn Nit beigefügtem tat. Titel: Uber Cosri etc. Denuo cdidit, textum secundum edit. Venet. a 1547 constituit, var. lect. ed. Ven. a 1594, item Epistolas It. Chasdai etc. adjecit Isaac Metz. Haniburgi. Raf et Magnus 1836. Kt. 8. Pr. 1; Thlr. Bei dem geistigen Zerwürfniß der Ansichten in religiösen Dingen ist gewiß das Wiedererscheinen eines Buches höchst zeitgemäß, das wie ein väterlicher Freund dem Schwankenden enrgegenkommt, und in freundlichem Zwiegespräch manchen Zweifel löst, manchen Ernwurf widerlegt, manche Unruhe beschwichtigt und darum nun schon über ein halbes Jahrtausend also im Reiche des IudenthumS als religiöser Führer verehrt ward, daß man, mir Hinblick auf seinen Verf. Iehuda Halevr, den Spruch darauf anzuwenden gewohnt war: „Hüte dich, daß du nicht den Levi verlassest!" (Deuteron: XII-9) Diese neue Ausgabe entspricht ganz dem hochgeschätzten Werthe des Buches. Auf gutem, weißem Belin-Schreib-Papier, gibt sie in ausgezeichnet schönem, klarem Druck und vollendetsterCorrectheit den Text nach der Benetianischen Ausgabe v. I. 5307, mir hinzugefügten Varianten aus der Spateren v. I. 5354. Beigegeist der Briefwechsel des R. Chasdai mit dem Könige Alchasar, dessen historischer Werth übrigens auf sich beruhen mag. Allen Freunden der jüdischen Literatur wird gewiß diese vorzüglich schöne und korrecte Ausgabe des werthvollen Buches eine willkommne Erscheinung sein. Die Zeitschrift „Synagoge" betreffend. Den zahlreichen Subscribenten auf die bei uns erscheinende Zeitschrift: „Synagoge" diene zur Nachricht, daß das zweite Heft in 8 Tagen fertig wird. Durch eine längere Geschäftsreise des Herrn Dr. Adler hat sich das Erscheinen etwas verspätet, wogegen die fernem Hefte um so rascher auf einander folgen werden. Der Preis eines Bandes bleibt Rrhlr. 1 oder Fl. 1. 48 Tr. auf Druck-, und Rthlr. 1. 8 Gr. oder Fl. 2. 24 £r. auf Velinpapier. Würzburg, den löten März 1838. C. Etlinger'sche Buchhandlung. Stellengesuch. Ein junger Mann aus einer Hauptstadt Hannovers, der sowoldurch sein sehr gefälliges und an ständig es Aeußere, als auch durch gründliche Schulbildung, besonders in den kaufmännischen Wissenschaften, sich ganz vorzüglich empfiehlt, und darüber ww auch über seine bisherigen Leistungen die entsprechendsten Zeugnisse beibringen kann, wünscht feine " Stelle als Buch - und Geschäftsführer in einer Manufactur-Waaren- Handlung, Ostern dieses Jahres mit einer andern ähnlichen unter mäßigen Bedingungen zu verwechseln. Reflectirende werden daher böflichst ersucht,ihre gefälligen Offerten unter Addresse 8. 8. an die Verlagshandlung dies. Zeitung franco einzusenden. - ' ..... —.. .. ( ...... ■■ . Redacteur: vr. L. Philippfon. — Verlag von Baumgärtners Buchhandlung. — Druck von Z. B. Hirschfeld. (Hierzu das literar. und Homilet. Beiblatt No. 8.)