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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1901-01-18 · Heft 3 (18.1.1901) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
65 (1901)
Issue
Heft 3 (18.1.1901)
Date
1901-01-18
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Sprerhsaai. Sehr verehrter Herr Doktor! Anschlüsse an den Artikel über „Dr. S. L. Schwabacher" ^"^"7 in der letzten Nummer Ihrer geschätzten Zeitung, durste folgende Mittheilung nicht ganz ohne Interesse sein: Schwabacher hat am 10. Oktober 1844 (712V die schone Synagoge der Gemeinde Brakel, Kreis Höxter, geweiht. — Damals war wohl jene Synagoge, die genrur mach dein Stile des alten Kasseler Tempels erbaut ist. die schönste in ganz Westfalen; und auch heute steht sie in Bezug ans einfache Erhabenheit und Würde selbst gegen die architektonisch vollendeten Gotteshäuser der Neuzeit kleiner und mittelgroßer Gemeinden noch nicht zurück. — Weshalb man Schwabacher von dem fernen Hamburg nach Brakel kommen liest und sich nicht au den zuständigen Provinzialrabbiner Sntro in Münster oder ml den namhaften Nabbiner Friedländer in Brilon wandte, , , konnte mir Keiner der wenigen noch lebenden Alten sagen, die..jenes Fest 1844 ill Brakel mitgefeiert haben. (Schwabacher, der damals erst im 26. Lebensjahre stand, must wohl zu der Zeit schon einen weithin bekannten Namen wegen seiner rethorischen Leistlingen gehabt haben.) Das eine aber wissen jene Alteil noch — und selbst jüngere Geschlechter die diese Wissenschaft nur voll ihren Voreltern haben können, sprechen in Brakel davon —, daß Schwabacher s. Z. eine hochbedeutsame Weihrede gehalten — es wäre mir interessant, wenn mir einer der freund-; liehen Leser angeben könnte, ob dieselbe vielleicht gedruckt lind noch zu haben ist —, die einen selten tiefen Eindruck hinterlassen hat. Sch. wußte die andächtige Gemeinde gewaltig zu begeistern, und wie nachhaltig die Macht seines Wortes wirkte, geht am deutlichsten daraus hervor, dast es noch hellte — nach 56 langen Jahren — nicht in Vergessenheit geratheu ist. während man von den anderen Feierlichkeiten, die die Gemeinde damals anlästlich der Synagvgenweihe veranstaltet! hatte, und die .angeblich mehrere Tage dauerten, so viel wie nichts wehr weist. Die anwesenden Ehrengäste, der Landrath v. Metternich aus Höxter und der Graf von Asseburg-.Hinneuburg, waren entzückt voll der Nede und dem Redner und gaben ihrer Bewunderung unumwunden Ausdruck. Der letztgenannte holte anderen Tags den gefeierten Nabbiner in seinem Wagen auf sein Schloß, um sich mit dem geistreichen Mauue noch einige Stunden unterhalten zu können. Dortmund. 17. Dezember. Mit freundlichem Gruße Ihr E m. G ol d s ch m i d t. Rriefknsten -er Redaktion. ^. I '. Die Nachricht über die Kolonien ill Palästina ist durchaus unwahr. — St. ist Christ. Geschäftliche Notizen. — Bei derDentschen Militürdienst-Nersicherungs- Anstali in Hannover waren im Monat Dezember 1900 in den beiden vvn der Anstalt betriebenen Geschäftszweigen, der Militärdienst - Versicherung und Lebens- Versicherung (auch Töchterversorgnng), zu erledigen: 677 Anträge über Mark 1110 020 Versicherungs-Kapital. Von Errichtung der Anstalt (1878) bis Ende Dezember 1900 gingen ein 350 375 Anträge über Mark 459 590000 Versicherungs-Kapital. Die Auszahlungen an Versicherungssumme. Prämienrückgeivähr rc. im Laufe des Jahres 1899 betrugen Mark 4 700 000, die Gesammtmiszahllmgett seit Bestehen der Anstalt Mark 22 000 000. Das Vermögen der Anstalt belief sich Ende Dezember 1900 ans Mark 106 363 080 gegenüber Mark 99 933 000 Ende Dezember 1899. ksgiebiSnclMsleilie wvloke bei Vergebung Ikrer Teitungs- Annoneen voi'tbsilvast ru kabren glauben, wenn sie kür einen bestimmten ketrux vLvIv Lläbber benützen können. Das gesvtriekt insist ollne Xenntniss des zVertb.es der einzelnen Mütter. Wie wenig erseböpfenä wird auk diese Weise dis Wirksamkeit der Teitunss - ^nnonoo ausLenüut! (voraus kommt ez an? Wobt die ^nrabl der kiüttor oder deren billige kreise sind masLZebend kür denLrkolg der^nnonven, sondern: vis rivkllgv wskl üsr vistter Vis gsgokivlcts Abfassung ÜS8 Isxtsg Via paoksnüs /wsststlung riss inssrslg. vis ^kiLLoiLvv» - LzcxeüLliorr RnäolL VLosss übernimmt dis gewissenhafte ^.usarbeitung von Annoncen-Entwürfen, kllünen und bostenansebiüZen kür eins wirksame Teilung - kleklame und ertbeiit bereitwilligst jede Auskunft. Kataloxe gratis. Ein FrLulein, das die rituelle bürgerliche Küche gut versteht und kinderlieb ist, wird als Stütze im Haushalt gesucht. Meldungen mit Photographie u. Gehaltsansprüchen an die Kgl. priv. Apotheke Hirte a. d. Warthe. Beschließerin. Für ein größeres Kurhaus in Karlsbad wird eine Beschließerin (Israelitin) ausgenommen, gleichzeitig auch als Stütze der Hausfrau. Dieselbe soll der englischen und französischen Sprache oder eine der beiden mächtig sein. Alter nicht über 35 nnd nicht unter 22 Jahren. Anmeldungen sind zn richten an Frau Alloser, Parkstraße, Karlsbad, bis längstens 31. Januar. Wirtschafterin. jüdisch, sucht in rituell. Hause Stellung bei älterem Herrn oder Dame zur selbstständigen Führung des Haushalts Offerten an Frau SLvÄvlL, Berlin, Gormannstr. 3. Jur Stütze -er Hausfrau wird ein gebildetes Fräulein gesucht, die im Haushalt und mit der rituellen Küche bewandert und im Stande ist, zwei Kindern im Alter von 8 bis 10 Jahren die Schularbeiten zu beaufsichtigen. Offerten mit Bild und Zeugnisse erbittet. 8. 8jt4i»«» , 8«rt»,» X. 1b. Für eine Privatknabenschule, die bis zur Obertertia führt, wird ein Philologe. am liebsten Neuphilologe, gesucht. Es wäre sehr erwünscht, wenn derselbe auch Religionsunterricht ertheilen könnte. Gehalt 15 -1800 Mk. und Remuneration für den Religionsunterricht. Anfragen sind zu richten an Herrn Nabb. vr. ^L«K»dl«iLlI»,L in Danzig. Gesuch. Für meinen bürgerlichen Haushalt bestehend aus 5 Personen, suche ich per 1. Mai ein tüchtiges Mädchen. die kochen und alle Hausarbeit versteht. Frau , Delmenhorst bei Bremen. riW diesjährige frische Matzes ü Pfd. 25 Pf. Theematzes und Mehl 5 Pf. mehr Honig ü Pfd. 80 Pf. vfferirt Elisabethstr. 61. ürm-keloä VOL franr- Sokwarrloss _ entfernt alle (lesieütsu. ^rinkas-rs sieker I sofort unä unsokälttiok. Voss 2 H» Nur I vachn, l.olprlgsnsti'. 56 n. Volonnaäen. I Ein nicht zu junges, zuverlässiges Mädchen wird von einer alleinstehenden Dame für Küche und Hausarbeit gesucht. Meiningen, Wettiner Straße 20. pvnsiansl. Aeltere und junge Damen finden liebevolles Heim und Vorzug!. Verpflegung. Mittagstisch für Richtpensionäre bei SpLr«, Potsdamerstr. Ü7, 1. II. Portal. llswpk VSsvdersi LLIdlilll As., LobLrL»ßssrstrr. 16. Altrenommirte Anstalt zur Uebernahme jeder Art Haus- und Leibwäsche von Privaten. — 6 und 7jährige Referenzen zu Diensten ———— Fernsprecher Amt III, Nr. 1865. — -—- 5429

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