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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1838-03-22 · Heft 35 (22.3.1838) · p. Seite 139

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
2 (1838)
Issue
Heft 35 (22.3.1838)
Date
1838-03-22
Page
Seite 139 (sequence 3)
Language
German
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139 schritte gemacht." „Die Emancipation ist ein dringendes Bebürfniß 0er Zeit, und eben so sehr durch das Interesse der Christen geboten, als durch das der Juden, vielleicht noch mehr!" Hiermit ist aber auch der höhnischeVorwurf der Anti-Emancipisten, der Jude sei zudringlich, wenn.er die Emancipation fordere, völlig zurückgewiesen. Wie wir denn hierüber auf die kleine Broschüre: „Die Juden, ihre Bestrebungen und ihre Denunzianten" zu verweisen Gelegenheit nehmen^ wo wir hinlänglich dargelegt, daß die Forderung bürgerlicher Gleichstellung durchaus von christlichen Schriftstellern und Regierungen, nicht von den Juden, ausgegangen. Hier zeigt der Verf. des Aufsatzes auf die nachdrücklichste Weise, wie der gegenwärtige Stand der Gewerbsthätigkeit die Juden immer mehr in die Gewerbe, so wie die Christen in die früher den Juden eigenthümlichen Handelszweige hineindrängt, so daß sich hierdurch immer mehr eine vollständige Ausgleichung herausstellt. Dies ist ein tiefer Blick in den Stand der Dinge, den wir durch tausend Erfahrungen bethätigen könnten. So würden z. B. in großen Städten, wie Magdeburg, Breslau, Berlin, die Landesproductengeschäfte unter den Juden erfreulichst immer häufiger, wo hingegen die Kräfte der Juden dem Geldhandet rc. immer mehr entzogen werden. Der Verf. führt die Holländer und Engländer als Belege an, daß an der Befürchtung gefährlicher Concurrenz von Seiten der Juden gar nichts Reelles sei. — Den Rabbinismus warnt der Verf. mehre Male vor der Gefahr der Schismata, und er gibt die Hoffnung nicht auf, daß die mannigfaltigen Versuche der Juden zur Reform des Gottesdienstes zu günstigen Resultaten führen werden. — Seine Meinung geht nun dahin, daß die Gleichstellung durchaus vollständig werden muß, daß sie aber abgestuft innerhalb bestimmter Zeiträume werde. Er geht dabei von der Wahrheit aus, daß nicht nur das Heranwachsende Geschlecht der Juden zweckmäßig herangebildet, es muß leider auch noch die Masse des christlichen Volks an vielen Orten zu Billigkeit und Duldung vorbereitet werden. Er wirst einen Blick auf den Elsaß, wo der deutsche Charakter des Volkes auch den Sprung der Verhältnisse/ der durch die stanz. Revolution herbeigeführt worden, nicht vertragen konnte, und noch immer daran zu thun hat. — Was nun du religiöse Entwicklung betrifft, so will er sie den Juden ganz allein überlassen haben. Sie muß, sagt er, bei ihnen, wie bei den Christen, durch die Schule kommen. Wir können dies nur theilweise billigen. Allerdings darf der Staat nicht die Reform gebieten, und mittelst Zwangsmaßregeln einführen wollen. Allein er muß ihr keineswegs hindernd in den Weg treten, und sie durch gänzliche Vernachlässigung verkümmern lassen. Er muß dazu aufmuntem, muß die gesetzlichen Hilfsmittel zur Beförderung der Ruhe und Ordnung gern dacbieten, und nicht oft eine ganze Gemeinde durch zwei, drei oder Wenige zurückhalten lassen. So durchaus recht und wahr es also auch ist, wenn er sagt: „Die Synagoge kann nur durch Juden reformirt werden!" — so ist es doch Pflicht der Regierungen, sie hierin zu unterstüzzm. — Was der Verf. zuletzt von „einem mächtigen jüdischen Hause, welches überall, wo es nur möglich ist, für Erleichterung der politischen Lage seines Volkes einschreitet," spricht, ist uns völlig unverständlich. Wir haben von so einem jüdischen Hause, das zur polit. Erleichterung einschreitet, noch nie Etwas gehört, weder zu Frankfurt am Main, noch irgendwo. Wir würden es dem Herrn Verfasser Dank wissen, wenn er uns damit bekannt machte. Theologie. Die jüdisch-theologische Facnltät. (Fvrtsetzu ng.) Transport 3512 Thlr. 14 Gr. Durch Herrn H. Hirsch: Gemeinde zu Waren in Mecklenburg. 411) Herr D. Tobias, 2 Thlr. Gold . 2 - 6; - 412) - H. I. Tobias, 2 Thlr. Gold 2 - U 413) r I. Löwenberg. 1 - — * 414) - H. Löwenberg. 1 * 16 s. 415) Der wohlthät. Verein. 1 * — s Gemeinde zu Gnoyn in Mecklenb. 416) Herr Samuel Leib, in N. f. . . 2 - — - 417) - S. Salinger. 1 - 8 - 418) - I. M. Berendt .. 2 - — , 419) - Heymattn M. Berendt... 2 - — - 420) t I. Wurzburg. 2 - — - 421) - H. D. Nathan. ..... 2 - — - 422) - Laz. Beer. 2 - — - 423) Mos. Tobias. 1 - — - 424) - Hirsch Tobias. — 12 - 425) - Moses Friedmann. 1 - — * 426) s I. Beer. 1 * — 5 Agio auf diese 16 Thlr. 20 Gr. . . ..2 - 20 - Latus 3540 - 11 -

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