Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 64 (1900)
- Issue
- Heft 48 (30.11.1900)
- Date
- 1900-11-30
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Spuerhsaal. Sehr geehrter Herr Redakteurs fti dem Artikel „Salomon Maimon." iu der vorigen Nummer erlaube ich mir einige ergänzende Bemerkungen. Der Registrator der hiesigen ^2N' Herr Neustadt, zeigte mir tu zwei Büchern den Beerdigungstag des Salomon Maimon verzeichnet. Die Angaben in beiden Büchern decken sich zwar vollständig. doch geht aus denselben zur Genüge hervor. wie wenig er bei den hiesigen Zeitgenossen geachtet war. Es' wurde ihm nicht ein Grab in der Reihe (mittf) gewährt. Die eine Form der Eintragung lautet: ^222 N!2 (»DpD T^DD) 12'H -Qpri paxa nabiy (bi. Nensit'gersdors, ]SO "N2VN2 XvV.' Die andere Form: 2^22 L'21NL2 “Dpn )'2«2 lim HöPr Salomon „der Ungläubige" wurde mit Aergeruiß begraben, sein Grab ist an der Westseite. Das eine Buch verzeichnet die Verstorbenen in fortlaufender Reihe, das andere nach alphabetischer Ordnung. Während bei allen die Reihe der Gräber angegeben ist. fehlt bei Maimons Grab diese Bezeichnung. In alter Zeit galt eben der größte Geist nichts, wenn fein Leben im Widerspruch mit dem Gottesgesetz stand. Glogau, 18. November. M. Schweitzer. Geehrter Herr Redakteur! d voeem als Benennung für das Hexagramm erlaube ich mir auf Midrasch Rabbah Genesis Kapitel -89 hinznweisen, woselbst mit Bezug auf König David bemerkt wird: s2'2 ^321 pa S’öiril SptD ptOU’ö rrn nai „Scine Mnnze zeigte auf der Vorderfläche eiueu Stab uub eine Hirtentasche, und mtf der Kehrseite einen Thurm, was wohl befitliben sollte, )vie der kleine I bescheidene Hirtenknabe durch das unbegrenzte Vertrauen auf Gott als seine Burg ben Riesen Goliath fällte. (■'jTDPT 121 Das erwähltte Hexagramm dürfte nun eine verschlungene Zusammenstellung der Formen einer Hirtentasche ttitb eines Thurmes , sein. Dies scheint auch der Grund zu sein, weshalb mau das . Hexagramm auf Synagogen fb,nS nnb Thoramäntel anzubringen pflegt, damit die Betenden gleich David, der" nicht wie Goliath mit Schild und Panzer versehen war, nur den Herrn allein als Schild und Schutz anerkennen und so unser Vertrauen uiib unsere Zuversicht auf den Allerhöchsten zum Ansdrnck bringen. Das Fehlen des Stabes, beffen sich David überhaupt nicht bediente, j darf uns nicht anffallcn, da diese Ergänzung nicht nur nicht nöthig, j sondern vielleicht auch für das Gotteshaus nicht angemessen schien. > Budapest, 17. November. S. Gradenwitz. Geschäftliche Notizen.! — Abgekürzte Lebensversicherung. Den größten Neu- 1 zu gang erhielten auch im Jahre 1899 bei den Deutschen Lebensver- > sicherungsanstalten die abgekürzten TodesfallversicherlUlgen mit Auszahlung des versicherten Kapitals nach Ablauf einer im Voraus bestimmten Anzahl von Jahren ober bei früheren! Ableben nach dem Tode des Versicherten. Nach dieser allgemein beliebten Versicheruugsform. die als die beste Sparkasse am meisten benutzt wird — weil sie die Vortheile der einfachen Lebensversicherung zur Versorgung der Angehörigen mit der Sicherung eines Kapitals für das eigene Alter oder zum Besten der Kinder (zur Ausstattung der Töchter — zum Studium, zur Ableistung der Militärpflicht, zur Begrüudung eines Geschäfts rc. der Söhne) iu sich vereinigt — waren Ende 1899 bei den 42 Gesellschaften, deren Jahresberichte hierüber Angaben enthalten, 3778 Millionen Mark versichert. Hiervon besitzt die Germania 415 Millionen — Stuttgart 371 Millionen — Leipzig 348 Millionen — Victoria 368 Millionen — Karlsruhe 289 Millionen — Gotha 263 Millionen Mark. — Von dem Gesammtreinzuwachs der Kapital- Versicherung auf den Todesfall in 1899 bei den deutscheil Lebensverficherinigsgesell schäften fallen ans die abgekürzte Lebensversicherung 342 Millionen Mark, lvogegen die gewöhnliche Todesfallversichernng mit lebenslänglicher oder abgekürzter Prälnieilzahlnng keinen Zuwachs erfahren hat. Anleitung zum imponirenden Auftreten nach der epochemachenden Methode V. Juan de JLastanos». Radikale Beseitigung von Schüchternheit, Befangenheit, Menschenscheu, Redefleber, Lampensieber, Stottern, Sprachfehlern, Zittern, Erröthen, Schwinden der Gedanken; von Linkshändigkeit, Schielen, Haarausfallen, Ausschlägen, körperlichen Schönheitsfehlern, Fettleibigkeit, Magerkeit; Anleitung zur Erzielung schlanker und hoher Figur, guter Haltung, zur Kunst des Beschleus, zum Verbergen eigener Mängel nnd zur Sicherheit im öffentlichen Auftreten. Kein Gcheimmittel und ohne jede Arznei! Broschüre mit Erfolgsbestätigungen von hoher Seite gratis und franko. Leipzig 552. Modern -Medlciufsclier Verlag. 1. Fistr der Spenden für die Penstans- und Neliktenknffe der Preuß. Rabbiner. James Simon, Thiergartenstr. 15a, 5U00 Mk. — Comm.- Rath Arnhold, Regentenstr. 19, 5000 Mk. — Eomm.- Rath Is. Löwe, Bellevuestr. 11a, 1000Mk. — Frau Adolf Ginsberg, Victoriastr. 9, 5000 Mk. — Geh. Eomm.-Rath Simon, Bellevuestr. 10, 10 000Mk. — Hermann Frenkel, Thiergartenstr. 1411, 500 Mk. — Connn.-Rath Ferd. 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