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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1838-03-17 · Heft 33 (17.3.1838) · p. Seite 132

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
2 (1838)
Issue
Heft 33 (17.3.1838)
Date
1838-03-17
Page
Seite 132 (sequence 4)
Language
German
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132 An weitere Widerlegung ist gar nicht zu denken. Aber bedauern muß man eS, eine so edle Ceder in den Koth gewalzt zu sehen, einen Gutzkow in der Rolle eines ganz ordinären, schmähsüchtigen Blattschreibers, dem es, neben der kümmerlichen Erhaltung seines Blattes, um daS kindische Verlangen deS letzten Wortes zu thun ist. Und das zuversichtlich, trotz seiner besiern Uebcrzeugung. Denn wie könnte es ihm entgangen sein, daß eö die Bestimmung eines Blattes, daS seine beneidete Wirksamkeit von Philadelphia bis zum A'sow'schen Meere ausdehnt, ist gerade durch vollständige Publicität die Tadellosigkeit und Entwickelung unseres innern Lebens der europäischen Welt zu verbürgen, und den Judenfeinden gegenüber die mächtigen und allseitigen Momente des Anschlusses der Juden an das europäische Leben laut zu verkündend Kann der Mann so etwas nicht begreifen? Eben so ist es auch von Seiten unsrer Theologie unser Streben, durch die projectirte Facultät, der Wissenschaft, der Gesellschaft und den Staatöregierungen jede mögliche Garantie zu schaffen. — Nun, mein Lieber Telegraph, Deine Sache ist nicht von weither! Sollte diese Contro.verse nun von Seiten des Telepgraphen fortgeführt werden, so glaube ich, diese Zeitung könne das weitere Antworten auf jeden Fall ersparen: wir sind an den jüngeren deutschen Schriftstellern so sehr der MeinungS- und Neigungs-Metamorphosen gewohnt worden, daß die weitere Verfechtung ruhig der Zukunft anheim gestellt werden kann. Auch haben wir wol eine gewichtigere Aufgabe in der Jetztheit, als auf alle Lappalien Rücksicht zu nehmen; sonst .dünkt sich warlich jeder Notizenstoppler befähigt, über einige Millionen einer Glaubensgenossenschaft und ihre Bestrebungen mir nichts, dir nichts, ein Pereat zu rufen, und darauf eine Antwort zu erwarten. H. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1 Gr. Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petir-Schrift oder deren Raum ausgenommen. ' Die Verlagshandtung. Alle diejenigen Abonnenten auf meinen Pentateuch: Alekor Chajim, welche die letzten Bande desselben von ihren Abonnenten-Sammlern nicht erhalten können, ersuche ich, deshalb sich sofort an mich zu wenden.— Buchhandlungen und Privatkaufer können stets vollständige Exemplare, geheftet und eingebunden bei mir beziehen. Für den Schulunterricht bearbeite ich jetzt eine Ausgabe des Pentateuchs in sechs Bänden. Solche enthält eine ganz neue Uebersetzung, einen neuen vollständigen Commentar, und Rasclii — nach einer alten Handschrift aus Worms korrigirt — mit der Erklärung aller schwierigen Stellen. Man abonnirt darauf beim Buchhändler Barth in Leipzig und bei mir mit \ Thlr. für jeden Band, zahlbar bei Empfang deö Bandes. Der gedruckte Plan wird gratis ausgegeben. Berlin, im Febr. 1838. Dr. Z. Heinemann. Mr. C alien, traducteur de la Bilde, ancien directeur de PEcole Israelite de Paris, connu par le succes de son enseignement et de ses diverses publications, pere de famille, se charge de prendre en pension et de surveiller les jeunes gens du culte Israelite, que leurs parens voudraient euvovei ä Paris pour y faire ou fmir des etudes. S’adresser p'oui* les renseignemens sur la moralite de Mr. Cahen a toutes les notabilites de Paris, Juives ou Cbretiennes, literaires, scientiliques ou Anancieres. L’adresse de Mr. Cahen^ rue des francs - bourgeois, au inarais, No. 21. Herr S. Cahen, Uebersetzer der heiligen Schrift, frühere^ Director der israelitischen Schule von Paris, bekannt durch.Hen glänzenden Erfolg seines Unterrichts wie auch verschiedener SWf^ ten, Familienvater, will stch der Pension und Beaufsichtigung, für junge Leute israelitischen Glaubens u-nterziehen, die ihre Eltern nach Paris senden wollen, um hier ihre Studien zu beginnen oder zu vollenden. Man wolle über die Moralität des Herrck Cahen bei allen literarischen, wiffenschaftlichen oder finanziellen Notabilitäten von Paris, jüdischen oder christlichen, gefälligst einznchen. Die Adresse des Herrn Cahen ist: Eue des francs-bourgeois, au marais, No. 21. Stellengesuch. Ein junger Mann aus einer Hauptstadt Hannovers, der sowoldurchsein sehr gefälliges und a n ständig es Aeußcre, als auch durch gründliche Schu lbildung, besonders in den kaufmännischen Wissenschaften, sich ganz vorzüglich empfiehlt und darüber wie auch über seine bisherigen Leistungen-die entsprechendsten Zeugnisse beibringen kann, wünscht seine'Stelle als Buch- und Geschäftsführer in einer Manufactur-Waaren- Handlung, Ostern dieses Jahres mit einer andern-ähnlichen unter mäßigen Bedingungen zu verwechseln. Reflectirende werden daher höflichst ersucht, ihre gefällige Offerten unter Addreffe 8. 8. a« die Verlagshandlung dies. Zeitung franco einzusenden. In dem Verlage des Unterzeichneten ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu haben: S e i s t des Judenthums. Aus dem Englischen (des v ' Zsraeli Vater.) 8. 15 Bogen Velin. 20 Gr. — 1 Fl. 45 Xr. — 25 Sgr. Gleich ausgezeichnet durch wiffenschaftlichen Gehalt und scharfsinnige Kritik, wie durch klare Darstellung — geschrieben im Sinne einer Emancipation, die zwar gibt, aber auch fordert, darf dieses Buch, daS Erzeugniß eines der geistreichsten englischen Schriftsteller jedem Leser dringend empfohlen werden, der sich über einen zur europäischen Frage gewordenen Gegenstand orientiren will. Stuttgart. März 1838. S. G. Liefching. Redacteur: vr. L. Philipps»». — Verlag von Baumgärtners Buchhandlung. — Druck von I. B. Hirfchfeld. (Hierzu das literar. und Homilet. Beiblatt No. 7.)

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