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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1900-03-02 · Heft 9 (2.3.1900) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
64 (1900)
Issue
Heft 9 (2.3.1900)
Date
1900-03-02
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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Kprechsacrl. Sehr geehrter Herr Redakteur! ^ntu Nr. 6 der „Allg. Ztg. des Iudenth." befindet sich auf der vorletzte»» Seite des Umschlages ein kurzer Artikel, in dem das Gedicht „Mein Glaube" zum Abdruck gebracht u»»d einem katholischen Prälaten aus dein Jahre 1799 z»,geschriebe»; wird. — Ich wollte nur nur erlauben, Sie darauf aufmerksam zu machen, daß dieses betreffende Gedicht von dem im Jahre 1846 gemafiregelteu Kousistorialrath Prof. Tr. theol. David Schulz in Breslau herrührt. Berlin, 28. Februar. Hochachtungsvoll und ergebenst Dr. P. Rose n berg. Miscellen. — W i e O h m P a »»l e i n e S y n a g o g e ei»» weihte, schildert die „Illustration" iit folgender Welse: Es war im Jahre 189-7 Die Israeliten von Johannesburg batten eine neue Synagoge erbaut und beiten den Präsidenten, sie persönlich einzuweihen. Dieser nahm die Einladung all imb erschien am bestimmten Tage in Johannesburg Als er auf der Schwelle der Syllagoge ben Hut abuahm, machte man ihn darauf allfinerksam, das; mau in den jüdischen Tempel»» den Hut ans dem Kopf behalte, aber Krüger lies; sich nicht beirre»» und bemerkte : „ E i»» G o t t e s h a u s »verde i ch ,» i e »»» a l s bedeckten Hauptes betreten." Als aber die Einrveihringsfeier z»» E»»de war, ging das Staatsoberhaupt — inimer mit e»»tblößte»i» Kopf — zürn Altar uub sprach mit lauter Stimme: „Im Rainen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des h e i l i g e»» Geistes erkläre ich die Synagoge für eröffnet." Sodann kehrte Krüger ruhig »»ach Prätoria zllrück. — Woher st a »u in t d e r A u s d r u ck „G h e t t o"? In einer italienische»» Rev»»e »vird diese Frage erörtert. u»ld der betreffende Artikelschreiber kommt zu folgendem Resultat: Im Mittelalter durften bekanntlich in Velledig feine Juden wohnen. In» Jahre 1516 hat nun die Republik dieses Verbot rückgängig genracht und de»» Jude»» gestattet, sich auf de»» zwei kleinen J»»sel»l, die z»lr Republik gehörte,,, ansässig z»l mache»» u»»d in den dort befindlichen Gießereien Arbeit anznnehlnen. Diese Gießereien »vnrden „ghettore" genannt, und darauf ist es a»»ch zurückz»»sühre»l, daß später die Bezeichn»»»»g „Ghetto" für ei»» vor» Juden belvohntes Viertel allge»nein gebrä»»chlich »vurde. Gnädige Frau! Haben Sie Ihrem Mädchen zum 1. Avril gekündigt und »vollen Sie guten Ersatz habe»»? Dann kornmen Sie bitte nach den» Bermiethungs-Corntvir des Fröbel-Oberlin-Vereins, Wilhelnfftr. 10. Es »verden in unserer Hausnrädchenschule jährlich eine große Anzahl guter Mädchen zu besseren Hausmädchen, Stützen, Kinderfrüuleins, vorgebildet. Außerdein finben sich täglich von 5—7 eine große 'Anzahl guter Mädchen, die schon gedient haben, hierein. Sie finden also in diesen Stundeu iinmer eine große Auswahl vor. Wir inferiren mtv einmal, bitter» also das Inserat arrfziiheben. Der Vorstand «les FrÖbel* Oberlin-Vereins, Wilhelm-Strasie 10. Wir suchen zum 1. April hier oder außerh. für ein junges Mädch. ' Israel., Arrfang 20), heiter, be»v. im Haush., f. Küche, Stellung als Gesellsch., Stütze bei Ehepaar, oder alleinstehender Dame. 8a.vlR8-l8»K», Pensions-Vorsteherinnen Berlin W., Potsdamerstr. 1i:>, Billa II. Eine staatlich höher geprüfte Lehrerin. auch »nusik., isr., sucht sich zu verändern. Offerten unter JL A. 7226 befördert die Exped. d. Bl. Suche ein i»n Haushalt ersahrerres jrmges Mädchen, »velches die Pflege tu Beaufsichtigung der Kinder, so»vie Neberlvachung der Schularbeiten überni»n,nt. Frau Bertha Pintus, Aachen. Köchin für gut bürgerlichen Haushalt gegen guten Lohn sofort gesucht. Frau Jacob Meyer, Bo»»»», Remigiusstr. 10. Gesucht zum 1. April für einen nicht streng koscheren, mrs 4 Personen bestehenden Haushalt eine Köchin, die auch einen Theil der Hausarbeit übern»»»»»nt. 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Für mein Nerr-Eiserrwaaren- und Producte»»geschäft suche ick) per l. s)lpril er. einen Lehrling. Station im Ha»»se. _Moritz Joseph, Stralsund. Für . »nein Manufakturwaaren- Geschäst «Sonnabend offen» suche ich per Ostern 1 Lehrling (Israelit) mit guten Schulkenntnissen. Offerten an O. liöwenbaum Nacht*. Inhaber: L. Liebenberg, Brakel, Kreis Höxter. Suche einen jungen " ' Glasergehülfen für meine Glaserei, der selbstü»»dig arbeiten ka»n». Julias Schwarzwahl, Frauftadt. Kantorenausbildimg^ Schulgerechten Unterricht in Sti»»»mbild»»ng, Harmonielehre, so»vie in alter und neuer Gesangsrveise ertheilk j. Lpstein, Orauienburgerftr. 74. Israel. Pensionat gesucht für eilt 10 jähr. Ntädcheu, wo ihm Gelegenheit zur gründl. Ausbildung geboten ist. Off. »nit Preisaug. u. 0.1234 bef. d.Erp.d. Bert.Tageblatt, Berti»» . In Gberswalde finde»» Kinder u. Er- »oachsene b. geloissenhafter Pflege »».Aussicht freundliche Aufnahme. Garten b. Hanse i. nächst. Nähe d.Waldes. Töchterschule u. Gymnasium a. Orte. 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Ausführliche Parlamentsberichte erscheinen im „Berliner Tageblatt" in einer besonderen Ausgabe, die, noch mit den Nachtzügen versandt, an» Morgen des nächsten Tages den Abonnenten zugeht. |X9er Zeitgeist n Urttua p. jkrBMii t»,rtutr f Ab onnem entspreis: Vierteljährlich.5.25 Mk. II. u. III. Quartalsmonat zus. 3.50 Mk. III. Ouartalsmonat allein . . 1.75 Mk. Probenummern gratis und franko von der Expedition Berlin SW. 19. M Annoncen stete von größter Wirkung. 39

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