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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1838-02-08 · Heft 17 (8.2.1838) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
2 (1838)
Issue
Heft 17 (8.2.1838)
Date
1838-02-08
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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n. 3-hrg-°g. Allgemeine No. LV. Zcitung des Zudcnthums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. (Mit König!. Sächsischer allergnädigster Conccssion.) Leipzig,, den 8. Februar 1838. Zeitungsnachrichten. Leipzig, 21. Jan. sPrivatmitth.). In diesem Augenblicke wird ein kleines Heftchen versandt, betitelt: „Aufruf an alle Israeliten Deutschlands, Betreffs der Erbauung einer allgemeinen Synagoge zu Leipzig." Dasselbe enthält zuerst einige kräftige Worte vom Oberrabbinen Frankel, über die Nothwcndigkeit einer allgemeinen Synagoge für alle die leipziger Messe besuchenden Israeliten, um so mehr, da gerade die heiligsten Feste Israels in die Meßzeit fallen. Alsdann einen Aufsatz von dem zu diesem Zwecke gebildeten „Central-Comite der allgemeinen Synagoge," bestehend in den Herren Aschard, Bcndix, Ad. Meyer jun., John B. Oppenheimer, und als Sccretaic vr. Fürst. Wir fassen den Inhalt folgendermaßen zusammen: 1) Die Baukosten sind auf 15,000 Thlr. angeschlagen. 2) Ein Drittel soll durch freiwillige Gaben, zwei Drittel der Baukosten durch zu fertigende Schuldscheine zu 100 Thlr., 50 Thlr. und 25 Thlr. beschafft werden. Der Inhalt dieser Schuldscheine soll hypothekarisch auf dem Synagogengebaude haften. 3) Nach vorläufiger Berechnung wird man den Abnehmern von Schuldscheinen vier Procent geben, und nach Ablauf von drei Jahren nach der Einweihung zur Verloofung mehrer Schuldscheine alljährlich schreiten können. Ferner heißt cs: „Die Namen der Subskribenten, sei es auf freiwillige Gaben oder auf Abnahme von Schuldscheinen, wird das Unterzeichnete Comite durch die allgemeine Zeitung des Judenthums , als das beste und nächste Organ für Israel betreffende Zwecke, bekannt machen, in dieser Zeitung wird auch das Unterzeichnete Comite die Versendung der Scheine ergebenst anzeigcn, so wie später daselbst genaue Rechenschaft ablegcn. Nicht zweifelnd an dem Gedeihen dieses Unternehmens, wird das hiesige Central-Comite allen Auswärtigen die Zeit zur Einforderung der unterschriebenen Summen bestimmen und dieselben beauftragen die Gelder gegen einstweilige Jnterimsscheine anzunehmen." — Das glückliche Gedeihen dieses Unternehmens, das für jeden Meßbesucher, wie für-jeden Israeliten von der bedeutendsten Wichtigkeit ist, bezweifeln wir keinen Augenblick. — Magdeburg, 22. Jan. (Privatmitth.f. Wir machen, bezüglich des trefflichen Schriftchcns über Lcssings Denkmal von vr. Riesser, noch darauf aufmerksam, daß, da die Druckkosten von einer humancnZwecken gewidmeten Gesellschaft getragen worden, der ganze Ertrag für das Denkmal Lessings bestimmt ist. Der Preis ist 8 Gr., und kann die Schrift von der Buchhandlung Veit & Co. in Berlin bezogen werden. —. Die Ausgabe der Broschüre: „Die Juden, ihre Bestrebungen und ihre Denunzianten," hat sich noch verzögert, wird sich aber in ungefähr 14 Tagen bewerkstelligen lassen. Th e o l o g i e. Der Ritus der portugiesischen Synagoge. (Fortsetzung.) Uebrigens fangen die Portugiesen schon am 2. Elul an, täglich Morgens früh und Abends spat Selichot zu lesen, um bis zum Kipur - Tage, die vierzig Tage Most's voll zu machen. Das Scbofarblasen im Elul ist unbekannt, dafür wird aber an den 10 Bußtagen geblasen. Am Neujahrstage die ersten 30 Tekiot wie bei uns, nur wird Schebariin Terunga jedesmal in Eins gezogen. Im Mussas aber blast man einmal t. 8. r. t., einmal t. 8. t. und eimal t. r. t.; nach dem ganzen Schluß-Kadisch wieder 30 Tekiot, vor ngAIenu wieder 10 Tekiot und nach demselben eine Te~ ruogä gedolä. Die Schofare sind durchgängig klein, sichelförmig und geben einen starken spitzen Ton. Ihre Üv8e!täligän0t sind fast alle von den unsrigen abweichend, den großen Hosibangva-Tag machen sie noch viel wichtiger als wir, und lesen eine große Menge besonderer Gebete. Die Nacht haben sie mit 8eliebot- Lesen und Schaforblasen zugebracht und tragen Morgens nach Halle! 3 Tora- Rollen auf die Tribüne. Dann werden 7 Umgänge gehalten, und nach jedem Umgänge ruft die Gemeinde die 13 Eigenschaften laut ab, während jedesmal aus dem Schofar ein schmetterndes t. 8. r. t. eftönt, eine Operation, die auf meine unvorbereiteten Nerven heftig einwirkte. Das Weidenschtagen findet statt. Am Morgen des 0. Ab wird anstatt des Liedes vom Meer das Lied Haäsinu gelesen, und es werden keine Tefilin angelegt, was an andern FDtagen jedoch zweimal, nem-

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