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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1906-06-15 · Heft 24 (15.6.1906) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
70 (1906)
Issue
Heft 24 (15.6.1906)
Date
1906-06-15
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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Kommissar, Herrn Regierungsrat Goedecke, Montag stattgefunden, am 29. v. M. in sein Amt.eingeführt. In der Vorhalle der festlich geschmückten Synagoge begrüßten ihn die Vertreter der Gemeindebehörden und geleiteten ihn zu seinem Platze. Dr. Doktor hielt darauf eine Ansprache. Chorgesang erösfnete und beschloß die Feier. — Zurzeit sind in Bayern nach Mitteilungen eines Wiener Blattes außer einer Anzahl aktiver jüdischer Offiziere noch mindestens über 200 jüdische Reserveoffiziere. Jüdische Sanitätsoffiziere gibt es sehr viel in der aktiven Armee, aber noch mindestens 400 bis 500 in der Reserve. — Dem Kommerzienrat E. Heimann in Schweinfurt, der seit 25 Jahren an der Spitze der israelitischen Kultusgemeinde steht, zu Ehren fand am 31. v. M. in der Synagoge ein Festakt statt, bei welchem Rabbiner Dr. Stein die Verdienste des Jubilars feierte. — Dr. Martin Jaeoby, ein geborener Berliner, ist in Heidelberg zum außerordentlichen Professor der Medizin ernannt worden. Herr Professor Jaeoby ist einer der hervorragendsten Biologen und Pharmakologen. — Fräulein Dr. Phil. Anna Tumarkin, Privatdozentin für neuere Philosophie, insbesondere Aesthetik, an der Universität Bern, wurde vom Regierungsrcit des Kantons Bern -zum Professor ernannt. Fräulein Professor Tumarkin ist aus Kischinew und hat in Berlin studiert. Sie hat sich besonders durch ihre Untersuchungen über Herders Verhältnis zu Kant, und Forschungen zur Geschichte des Assoziationsprinzips in der Aesthetik bekannt gemacht. Die venia legendi erhielt sie 1898, — Zum Andenken an ihren am 2. Februar verstorbenen Sohn cand. jür. Eduard Adolf Stern ist vom. Professor Dr. Ludwig Stein und seiner Gemahlin der Universität Bern der Betrag 'von 10000 Frank zu einem „Eduard-Adolf-Stein-Fonds" gestiftet worden. — Der neue italieni sche Finanzminister Carlo Schaurer soll einer alten jüdischen, in Galizien ansässigen Fanülie entstammen. Sein Vater Dr. Ludwig Schaurer war Advokat in Wien, ließ sich dort taufen, kehrte aber vor seinem Tode wieder zum Judentum zurück. Auch seine Mutter ist als Jüdin gestorben und in Nom begraben worden. BERLIN C. IM IQP API BERLIN C. SPANDAUER STRASSE 26-30 1 ^| KÖNIG-STRASSE 11-14^ Baumwollenu. Leinenwaren, Tischzeuge, Handtücher, Damen- und Kinderwäsche, Herrenwäsche, Trikotagen und Strümpfe, Handschuhe, Mützen, Hüte, Taschentücher, Betten und Bettwäsche, Bett- und Steppdecken, Schlafdecken, Pferdedecken. Wäsche - Ausstattungen. Verkaufshäuser der Firma N. JSRAEL. Spandauer Str. 26—30 — König-Str. 11—14 Damenu. Kinderkonfektion, Schirme und Stöcke, Kleiderstoffe u. Seidenwaren, Pelzwaren, Felle, Reisedecken und Tücher, Herren- und Knabenkonfektion, Schuhe und Stiefel, Tischdecken, Teppiche, Möbel, Möbel- . . . Stoffe, Gardinen, Fahnen . . . Wohmings- Einrichtungen. Der reich illustrierte Haupt-Katalog wird kostenfrei versandt Neue Anträge in 1905 Rund 64 Mill. 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