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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1906-04-06 · Heft 14 (6.4.1906) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
70 (1906)
Issue
Heft 14 (6.4.1906)
Date
1906-04-06
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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Leiterin der Dienstmädchenschule des Wiener Hausfrauenvereins, Frau Emilie v. Pfeiffer, geb. Biedermann, ist vom Kaiser durch . Verleihung, des Elisabeth-Ordens zweiter Klasse ausgezeichnet worden.! — Zn Linz ist der allgemein hochgeachtete Landesgerichtsrat Isidor Barber gestorben. — Professor Br. Eduard Frank in Olmütz wurde zum Direktor der Landeskrankenanstalt ernannt.; Van Sah und Fern. Professor Dr. Ludwig Geiger, unser hochgeschätzter Mitarbeiter, feierte am 3. d. M. unter herzlicher und allgemeiner Teilnahme das Fest der silbernen Hochzeit. — Die Esmarch-Medaille ist dem Vorsitzenden des Aerztevereins der Berliner Rektungsgesellschaft, Sanitätsrat Dr. S. Alexander, „für besondere Verdienste um das Samariter- und Rettungswesen" verliehen worden. — Professor Dr. W. Meherhöffer wurde von der Akademie der Wissenschaften in Christiania zum Mitglied gewählt. Am 28. d. M. ist hier der Rechtsanwalt Justizrat Max Feldmann aus Swinemünde im Alter von 50 Jahren gestorben. Im Anfang der 80er Jahre hatte er sich als Anwalt in Kammin niedergelassen und war von dort im Jahre 1897 nach Swinemünde übergesiedelt. — Stadtrat Medizinalrat Dr. Mankiewicz hat. der Stadt Posen letztwillig 10 000 Mark zur Verstärkung der Eduard Kaatz-Stiftung hinterlassen. Diese Stiftung, die fortan die Bezeichnung Stadtrat Eduard Kaatz- und Medizinalrat Dr. Mankiewicz-Stistung führen soll, ist dazu bestimmt, bedürftige Rekonvaleszenten, die aus den städtischen und den jüdischen Krankenhäusern entlassen werden, in der ersten Zeit nach ihrer Entlassung, bis sie eine Erwerbsmöglichkeit gefunden haben, der dringendsten Nahrungssorgen zu entheben oder ihnen eine Beihilfe zur Erlangung einer Wohnungsunterknnst zu gewähren. — Dem Synagogendiener Knopfmacher in Wongrowitz ist aus Anlaß seines 40jährigen Amtsjubiläums das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen worden. — Aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand ist dem Lehrer Marx in Oberdorf die Verdienstmedaille des Friedrichs-Ordens verliehen worden. — In Basel wurde die Gründung einer allgemeinen jüdischen Bibliothek beschlossen, die auch als Archiv für die Schweizer Judenschaft dienen soll. — Im Departement Calvados wird gegenwärtig ein von dem royalistischen Generalrat d'Arthenah Unterzeichneter Zettel massenhaft verteilt, worin , es heißt, die Regierung brauche große Suürmen für die Wahl, und die jüdischen Bankiers hätten sich" bereit erklärt, Geld vorzustrecken, jedoch eitt Pfand verlangt. Die Regierung habe , ihnen deshalb .die in den Kirchen befindlichen Kostbarkeiten und Kunstgegenstände.als Pfand angehoten, und zu diesem Zweck werde. die Aufnahme des Kirchenbesitzes veranstaltet. Der Zettel hat die Bevölkerung lebhaft erregt. — Das Pariser Großrabbinat hat das Judentum in Frankreich gerettet: Es hat nämlich anläßlich der Eröffnung der Metropolitanbahn die Entscheidung gefällt, daß man am Sabbat nicht mit der elektrischen Bahn fahren dürfe. Dieser Beschluß des Bet-Din soll.auf der Pariser Börse einen Rückgang des Kurses der Metropolitanaktien herbeigeführt haben. Die Pariser Börse scheint den religiösen Sinn der Pariser Juden offenbar stark überschätzt zu haben. — Der Redakteur der „Südlichen Rundschau" in. Odessa, Beilesohn, erschien kürzlich beim Oberkommändierenden Baron Kauldars und unterrichtete ihn über die Befürchtungen, welche unter der jüdischen Bevölkerung aus Anlaß der kommenden Osterfeiertage herrschen. General Kaulbars erklärte, daß alle Mittel zur Verhütung von Judenexzessen ergriffen wären. Kurz darauf wurde Beilesohn aus Befehl des Generalgoüverneurs Karangosow verhaftet. — Ein Newyorker Geistlicher, I. Townsend Russell, hatte in einer öffentlichen Versammlung erklärt, Präsident Roosevelt habe statistischen Berichten entnommen, daß 82 Prozent der Insassen von Strafanstalten, die wegen Verbrechen gegen die Sittlichkeit bestraft seien, Juden seien und ebenso seien von 72 an einem Tage verhafteten Taschendieben 65 Juden gewesen. Darauf wandten sich einige angesehene Glaubensgenossen an den Präsidenten mit der Anfrage, ob er wirklich diese Aeußerung . getan habe.; Alsbald erfolgte die Antwort, daß schon mehrere dahingehende Anfragen ergangen seien, daß Herr Russell vom Präsidenten befragt worden sei, wer ihm diese angebliche Aeußerung von ihm mitgeteilt habe, und daß Präsident Roosevelt eine solche Aeußerung niemals getan, noch auch eine, die mit ihr irgendwelche Aehnlichkeit habe. —In einer Sitzung des Verwaltungsrates des jüdisch-theologischen Seminars in Newy ork wurde mitgeteilt, daß Jacob Schiff die Mittel bewilligt hat, um das Seminar mit einem jüdischen Gymnasium zu versehen, in welchem die Schüler die nötigen Vorkenntnisse für den Besuch des Seminars erwerben sollen. Friedrich Wilhelm Preussische Lebensu. Garantie-VersicherHings-Aktien-Gesellschaft BERLIN W. 64, Behrenstr. 59/61 Errichtet 1866. Neue Anträge in 1905: über 93V2 Millionen Mark. =:-~ - ~ .. : - ,1 - -== ■ ■ v ■; - — Lebensversicherung ohne ärztliche Untersuchung zu annähernd gleichem, vielfach—je nach Alter und Versicherungsdauer —sogar niedrigerem Preise als dem, der von leistungsfähigen Gesellschaften für die "bisher übliche Versicherung mit ärztlicher Untersuchung verlangt wird. Steigende Dividende. Jährliche Steigerung, je nach der Präraienzahlungsdauer, voraussichtlich 3 bis 6% Die Versicherung ist unverfallbar und unanfechtbar. Reisen und Aufenthalt unterliegen keinerlei Beschränkung'» Kriegsversicherung ohne Extraprämie, Svafc auch für Berufssoldaten eingeschlossen, «gvsft. Matt versäume nicht, nähere Auskunft eu verlangen. - Milch-Chocolade Grösster Absatz derWelf. Pensionat Kinäernlück. “’VllÄMSif“ Swinemlinde (Ostsee) '““’VS&fc LH ISST Bärenstrasse 3 IE $ B A D E N ^vlspkon 426 Savoy - Hotel Durch Neueinrichtung einer Ventilation meines Badehauses gegen Kälte ufcd Zug bin ich in der angenehmen Lage, mein Hotel und Kurhaus für die Wintersaison besonders in Empfehlung zu bri gen. Zimmer mit ganzei Pension inkl. Bäder, Heizung und elektr. Beleuchtung von M. 49,—, Zimmer mit Frühstück, Bäder, Heizung und Beleuchtung von M. 21.— an per Woche. Referenz Se. Ehrw. Herr Rabb. Dr. Kahn. Aerztlich empfohlen: Thermal* und Lichtbäder. Inh. Befall. Meyer.

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