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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1922-03-17 · Heft 6 (17.3.1922) · p. Seite 3

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
86 (1922)
Issue
Heft 6 (17.3.1922)
Date
1922-03-17
Page
Seite 3 (sequence 16)
Language
German
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4 i'cbcrtt» flcfcndjt ici auch t*c-> Musikdirektors (>» r o s; i » h n n n . der die harmvniale Begleitung des 3än;»>ers mit seinem mufitalifcbcn Empfinden ausübte. in dessen Hand über auch die Begleitung des Herrn Kapellmeisters 3 i c f f c lag. der sich feiner Violinvorträge mit Ereichick entledigte. Namentlich fei hier der Wiedergabe von Mendelssohns ...Hol Nidre" gedacht. T.c Veranstaltung war ein voller Erfolg. Bruchsal, im Mar.z. Ter Landesvercin zur Erziehung israelitischer L^ar'en in Baden versendet der, Jahresbericht, der ein erfreuliches Bild über die segensreiche Wirksamkeit des Bandes- Vereins entwirft. Tem vormrgel)eirden VH)rwort entnehmen wir folgendes: Nackmumtehr :Z4jahriger Enahnmg haben'wir immer nrehr fcstzustellen Gelegeiibeit gehabt, dich die beste Erziehung nur 'n der Familie erzielt werden kann, und glücklickjerweise haben sich trotz aller sckfwiertgen Ze»tverl»ält»»tffe, trotz aller Teuerung immer wieder Familien gern bereitfinden lasten-, unsere Vollwaisen bei sich ans.;»- nehmen. Wenn wir selben, »vie unsere Heime zu kämpfen haben, um bei der sckjweren Zeit sich durchzuringen, dann dürfen »vir doppelt froh sein, daß wir diese sorge nicht durchkosten muffen. Es ist aber auch noch ein Weiteres damit erreicht worden. Wir können infolge Xr reichen Zuwendungen, die uns von den ver'ck-iedciyten seilen undankbarster Weise zufließen, mich Halbwaisen unterstützen und können so den einzelstelfenden Müttern, die »ctzt einen harten Kan»pf Kämpfen, um das Leben'mit ihren mindern fristen zu können, helfen. Ti? Generalversammlung, die in Heidelberg stattgefunden hat, hat infolge der zi.lbe»v»»ztcn Leitung des Vorsitzenden des Bezirksausjchuües Heidelberg. Herrn Bezirtsrabbiner Tr. Pi u tust, erneu lmrmomsck^n. schonen Verlauf genommen. — Wie ans der Ausstellung des Vern.oaensvenanees .;u ist. hat uufeV '^ormöaen eine groste Zunahme zu verzeichne«. Tas danken wir unseren Spendern im Znland als auch insbe'oirdere int Ausland. Wir gingen von dem 3tandpnnkt aus. das; die so verpönte Valuta doch auch eine gute 3mc haben müne. und diese c E-edanke hat uns nicht getäuscht. Wir haveu uns an die Vorsteher und Lehrer der einzelnen Gemeinde»: gewandt »itS liehen uns Adresien aller »ns Ausland böewanderten aufgeben. von denen angmehmen ist, das; dieselben im Ausland m gute Verba! rarste gekommen n»»d. Wir haben insgcianrt aus dem Auslände ::h»Imm» '»>i. an 3pennen bekommen, davon 1Kh» yt 5US Amerika, :;mhhi tii aus der Schweiz. I'.d— M. aus England, 14<m» M. aus v-oband. ].>*> M. ans Frankreich. Aber auch die Einbcinnichen haben män nachgetane»». uns 3pei.de»» zu übermitteln. Auch die Basische Verkriebsuelle n» Liguidatron G. m. b. H. in Karlsruhe. die aus ihren Ueberschütlen den Landesvereinen Gelder überwiesen hat. hat uns den Betrag von 4" m> M. in hochherziger Weile znkommen lasten. Wenn ans den ersten Blick diese erfreuliche Zunahme den Glauben erwecken tonnte, daß unier Bereu» miii in der Lage ist. allen Verpflichtungen m.chznkomuwn. v ist dem lerder nicht so. Unsere Wertpapiere sind, wie es sclbstverstülrdiich ist. n»ündelsick)er amgelegt. Wir haben bislror, da es sich nur nur Zinseudienft handelte, stets die Einkauispreise der ^Papiere n Rechnung gestellt: wir würden uns aber selbst tansdfen. wollten wir nicht eudlick) einmal dazu übergehen und die Anlagen zum heutigen Wert aufnehmen.' Tas haben nnt inruUr' eines Beschlußes einer Vorstmrdsützung getan und haben formt eme:r Verlust an Wertpapieren von rund SOOOO M. zu verzeichnen. Tie Ausgaben wachsen begreiflichenveise ins Uncrmcßliche. Wir brauchen tvvhl nicht zu sagen, »vas er heute tostet, ein in- «scr Eftäirbigen Familie gut »mterzubringen. Tie Ans» gaben sür Kost nnD Wohnuug "steigen, dio Ausgi»ben für Kleider, Wasche. 3ch-uhe llsw. werden mcht kleiner. Tas Zinsenertragnis und Zahresbeiträge reichen bei weiten, nicht aus. um unsere Ausgaben .pl decke». Wir sind also vor wiv nach auf spenden angewiesen und noch mehr sind ,vir darauf angewiesen, regelmästige, sichere Einnahmen zu haben, und das ist nur möglich, wenn wir die Mitgliederzahl immer und inuner wieder zu erhöhen suchen. — Tie Verioalrungs und Verpflegungskosten beliefen sich auf 47 704,71 M., die Mitgliederbeiträge und Schenkungen auf *0*42.*^ M.. das Ver mögen des Vereins am Ende des Berichtsiahres auf »uv; AN^7Z M. Tie Balutapropaganda brachte uns 1*7 2!^2.0Z M. Während des Zahres nmrb?n 10 Kir.der in die Vereinsobhut ausgenvinmeu lu:- M aus ihr entlaßen, »veil deren satzungsgemäste Altersgrenze »veil üperfrlrritten war. Ter Verein liest am Zabresanfang 124 Kindern. aur Zahre.-cnde!<*; K ordern »einen Beistand an,gedeihen. Stuttgart, 10. März. Als eine Veranstaltung von ganz besonderer Art »vird im Zuli und August dieses Zahres im 3tutt gartcr Handclshvf in Stuttgart die A u « stel 1 uugf ü r K i r ch enge r ä t c und U i r d) c n {ch m u cf stattfiudcn. Um den» g a u z e n o 11 zu dic»»en, rverdt'u alle llvufessiorien. die evangelische, katholische m»d i s r a e l i t i s d) c, vertreten sein. Eben heute, »vo der ^ricg viele ^ircl)cn des (Helä»»tes beraubt hat und »vo dri»»- gende Erneuerungen und Anschafstmgen zwar nidst mehr länger znrückgestellt werden' können, aber auf sparsamste Weise völligen »verden »nüsten. wird cs für die Gemeinden »md die Herren Geistlichen von austerordentlicliei»» Werte sein, aus dieser Ausstellung alles, was auf dem Gebiete kirchlicher Zlunst und kirchlicher Gebrandisgegenstände zurzeit hergestellt »vird, vergleidiend besichtigen und fo »»ach eingehender Prtifu»»z ihren Bedarf vorteilhaft decken zu können. Austerdein darf »vohl von der Ausstellung eine neue Belcvrmg der Beziehungen von Kirche und Kunst envartet »verden, deren Zusammenarbeit schon früher die Grundlage höäßter künstlerischer Kultur ge»vorden war. Auch für die »veitere Bevölkerung n-crden die Arisstellung und die damit verbundenen Vorträge und mnsikalischen Tarbietungen ein besonderer Anziehungspunkt sein. Tas Publikum wird den gan^zen Tag Zulah haben. Altäre, Kanzeln, Gestühle, sämtlidfcs Kird)cngerät in Gold, silber, Bronze usw., Lelkchter. kird»lid)e Büdfer, Bildhanerarbeiten tu verjd)iodeuen Materialien, Kunftschmiedearbeitcu, Gemälde, Glasuralercien, tirdiliche i Gelvänder. Stickereien. Paramente, Teppidfe und Tccken. Kerzen. Uhren, Glocken. Lrgeln und Harmoniums: dies alles, »»m einiges - herauszugreifen, »vird auf der Ausstellung zu sehen sein. Tiefe! findet in den Kreisen der Aussteller und insbesondere auch in de»»en der Kirdie»» allerregstes Il»terefse. Ein»' Anzahl von An»nelvungen liegt oereils vor. E»n Aus schütz aus berufenen Vertretern von Kirche und K»»»»stge»verbe arbeitet mit an dem guten Gelingen der Veranstaltung. Zur Beschickung sind alle in» Ttenste edlen KirckienschmuckS arbeitenden Kräfte aus ganz Teutschland, Künstler, Hand»»erker und industrielle Unternehmungen aufgefordert. Nähere Auskunft, insbesondere wegen 'Zuteilung von Ausstellungsräumen, erteilt bereit- »villigst die Verwaltung der Ausstellung für Kircl)engeräte und Krrck»ensck»innck. 3t»»ttgarr, «önigstraste -12. Lrutsch-Dkstrrrrich. z. Wien, im März. Zn dem k»»rzlich erschienenen 2>. Jahres ber.cht der Zsraelitisch-Thcologrschcn Lehranstalt in Wien für das Schuljahr ll»20.21 teilt das Kuratorium mit: Wir haben :n» Zahresberichte tes vergangenen Zahres jener Männer dankbar gedacht. »velche ulüerer Lehranstalt ui» schweren Ka»»»p»e um ihre Eristen; Durti) namhafte 3pe»»dcn hilfreid) zur 3ei.e gestanden sind u»»d sie hierdurch »vieder siir eine absehbare Zeit lebensiähig gemach: haben. Ta unser vorjähriger Gebarungsausrveis mit den» Kalenderjahre Illli» gesdilofsen har. finden die 'Jiaincn dieser Gönner erst in die»em Berickstsjahre ihren Ehrer»platz in der Gesch:ck»te unserer Lehranstalt. Es haben gespendet: Frau Klarisfe Aorhschild 27>mi» Kronen; die Herren Kapitän Fulton :iOOO Kronen. Emil Karp e l c s - 3 d)c n t c r 50 <XH> Kronen. Nidzard Kola 5000 Kronen, Wilhelu» Kugel in A»nfterdam 50<»0»» Kro»»e»r, der Vorsitzende des Vereins kor Lesterreidzer in Berlin, Herr 3a lz, über Anregung des Herrn Nabbiners Tr. Bergmann in Berlin 20000 Kronen, Professor 3 imonsen in Kopenhagen :W000 Mark gleich *2 500 Kro»»en. Professor Tr. Landau, Ehiefrabbi in Iohanmsbnrg. 100 Pfund gleid) *4 000 Kronen. Herrn Tr. Talomon Gand z *5 000 Kromm u»»d ein ungenannt sein Wollender in Amsterdam an die Adresie des Herrn Nektors Tr. 3ch»varz 10000 Kronen. Es gereidst unserer Lehranstalt zur besonderen Ehre, tust die letztgenannten z»r>ei Herren ebenso »vie Herr Rabbiner Tr. B e r g m a n n t»! Berlin, die aus unserer Lehranstalt hervorgegangen sind, ihrer Tankbarkeit gegen ihre schule tu so liebevoller Weise Rech»»ung getragen haben. Allen diesen hvcklhcrzigen Spendern sei hiermit unser tiefgefühlter Tarrk zum Ausdruck gebracht. Grasten Tank schuldet unsere Lehranstalt de»n verehrten Mitglied« unseres Kuratvrimns Herr»» Oberrabbiner Tr. C Hajes, n>clcher in n»m»ncrmüder Flirforge für unsere Lehranstalt und ihre Hörer in bewnders arkfopferirder Weise nicht nur für ihre Eristenz. sondern and; für ihren Auspttt hervorragend tätig ist. -einer Ziutiative verdankt »m»'ere Lehranstalt die für das Wiriterfemester dieses Fahre» im

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