Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 86 (1922)
- Issue
- Heft 4 (17.2.1922)
- Date
- 1922-02-17
- Page
- Seite 4 (sequence 18)
- Language
- German
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4 U;trem für |iibi»d)e 0>c schichte imö Literatur unter ftnifcm Beifall ititer zahlreichen ,'^iiliürcrfd)<ift einen Fortran über Iehuda Ha levis Lebensa.i'channng. - ,^nr die Abhaltung jüdisch apologetischer Kurie in £rcMau bewilligten in ihrer lohten sitznng die Repräfentanten eine einmalige Beihilfe von 4*^>o Mark. Als Tvzenten sind vvrr'e'ehcn. die Eremeiudoratbatcr Tr. B ogelste i n und Tr. H v s s« ma u n sowie die Lcminarbozenten Tr. Lcwkowi tz. Tr. (ici* ii e m ö it n , T r. SK a b i n und Professor Tr. (& u 11 ui n n u.! Landesrabbiner Tr. Wiener in Bramischweig ist zum ersten stadtravbiner skirchenrati in Stuttgart gewählt worden. - -;lum Lberlandesgerichtspräst deuten in Braunschweig ist itlammcr* gerichtsrat Tr. Levin in Berlin ernannt. — Tie Israelitische K n l t us g e m e i n d e in Rothenburg o. d. T. beging kürzlich die Enthüllung einer E,cdenktafel für ihre im Kriege gefallenen Angehörigen. Ter städtische Zuschuß für den Lehrergehalt der Iiraelitisdfen Kultusgemeindc wurde von 25iiMark ans IE Mark erholst. - Am 14. Januar feierte die Borstehcrin des Israelitiscljcn Irauen Vereins in Mülheim lRnhr», ,Tran Regine schön dv r ff. das 2'»- * jährilze Inbrlänm ihres Ehrenamtes. Ter Tag wurde durch einen! Icstgottesdienst in der stmagoge eingeleitet und endete mit einer inner, cn der die Borftände der b-emeinde und des ,>rauenvereins sowie die nächsten Familienangehörigen teilnahmen. — In Köln ist Tr. Meer bahn. der Tirottor des ..Iawe". im Alter von 4! Jahren verschieden. — Bei der dritten Morgenfeier im irrantfurter Schauspielhaus, die stch ^nit der schickfalswclt des Alten Testaments beschäftigte, hielt den einleitenden Bortrag Rabbiner Tr. Coh n aus Bonn, der in seiner Webe aus dem Hülsten der (Gegenwart heraus einen Ingang zu der Bibel \u geiviuneu suchte. Im Anschluß au den Bortrag las - Alerander Engels ausgewählte stücke aus der Bibel. —; Aus Mosbach wird geschrieben: Ein selten schönes Je st konnte am! Januar \>err Bezirks und stonferenzrabbiner Tr. Löwe n st ein j begehen. An diesem Togo waren es 5n Jahre, seit derselbe als Rabj inner in der badischen Landesstmagoge wirkte. l4 Jahre in E,ailingen j nnd Jahre in Mosbach, als geistlicher Iührer der snnagogen-! l'e;ir!e Mosbach Mercisttige:: WeNheim. 2'^eit über die reinen { 'eines Wirtrmgstrelses hat sich Herr Tr. Löwenstein einen bedeutenden Am uls Geschichtsschreiber. Prediger und Tchulmann erivorben. -! T.r Bürgermeister von Tel--Awiw. Ti'enhoii. erhielt ans Paris d e a<'ckia'klick'.e Mitteilung. da»; iinvlae der Aushebung des -nandels- : Vertrages zwischen Frankreich und Spanien und Einführung eines Einfuhrverbotes für spanische Produkte nach Frankreich, dieses gern Handelsbeziehungen mit Palästina anknüpfen möchte, um einen Orangencrpört ans Palästina nach Frankreich in die Wege zu leiten.-- In Wilna sollen auf Initiative des ..Crt* did iüdi'ä>polytcchniichc i Ünnc in ein richtiges Technitnm unigewandelt werden. Tas Institut soll Heiken: Wilnaer jüdisciM Technikum der E>eseUscl>ast Crt. Bereits in diesem Monat soll im Anschluß daran eine spezielle elektromechanische Abteilung gebildet werden: die Ausbildungsdauer umfasst zwei bis drei Jahre und werden. Absolventen von sechs Bürgerschnl- und vier Mittelschulklaffen von über sechzehn Jahren als Hörer aufgenonnnen. Tas Institut verfolgt vor allem den Zweck, jüdische Elektrotechniker und Mechaniker. Cwnietcu und Baumeister auszubrlden. Tie Warsci-auer Hins-Abteilung hat einen Tätigkeitsbericht veröffentlicht für die ,'jeit vom ltt. septcncher l'ck20, denr Abschluß der bolickjewistifcheu Invaston, bis Ende vorigen Jahres. In dieser Zeit haben sich an die Hias in Emigrationsfragen gewandt 324 000 Personen, 288 000 nach verschiedenen Informationen, 2st 000 wegen Telearannne ' und 27 ooo wegen Geldauszahlungen. Durchschnittlich wurden täglich E^Personen erledigt. Während dieser Zeit wurden von der Hias OÄ;.'»44Ö"ToÜar äusbe^chlt. .Z '».*12 9l«s in bar und der Rest in schiffsiarten. — Laut „I. E. B." ist die jüdii'cire Bevölkerung von Tunis aufgebracht über das Borgehcn der „Alliance", die eine alte jüdische schule, die während der letzten 25- Jahre als Beth Hamidrasch benutzt wurde, wo man Tag und Rächt Talmud gelernt hat, jetzt' in eine weltliche schule verwandelt hat. Ter von den Rabbinern überreichte Protest wurde von der Alliance ignoriert, die die Thorarollen und heiligen Bücher aus erwähnter Institution entfernen ließ. — Aus Aew chork wird berichtet: Auf Initiative von Tr. Magnes und zahlreicher anderer jüdischer Persönlichkeiten bildete sich in Reiv?jork eine Organisation mit dem Zweck, unter den amerikanischen Juden eine Propaganda zu entfalten für Erteilung einer jüdischen Erstehung an ihre Kinder und Unterstützung der bereits eristierenden jü.iischen Er-:ehung2r.nsta!ten. sei es welcher Richtung immer. Ern Icnds von l^»0«»o Dollar wurde bereits gesammelt, der speziell-für Organiiations- und Propagandagvccke verausgabt werden soll. Vcran'.wortlicher Äodattcur: Albert Ll a tz in Berlin-Pankow. ^lorasrraße 38. Verantwortlich für von Anieiaemeil: Mar Junge, Berlin-Friedenau. Druck und Verlag von Rudolf Masse. ÜÜ Nachruf. Mitten in der Ausübung seines Ehrenamtes ist einer unserer Besten, Herr Professor Dr. Albert Wohlauer der Vorsitzende unserer Repräsentantenversammlung, die er noch in ihrer gestrigen Sitzung mit der ihm eigenen Frische und Sachlichkeit geleitet hat, heute plötzlich verschieden. Der Verstorbene war, wohl vertraut mit der Geschichte und ihren Zusammenhängen, ein begeisterter Anhänger seines deutschen Vaterlandes, von dessem Niedergange er aufs tiefste betroffen war. Den Ueberlteferungen seines Vaterhauses getreu und in der Literatur des Judentums und seiner Geschichte bewandert, hat der Verstorbene seine ganze Kratt bis zu seinem letzten Atemzuge den Interessen unserer Glaubensgemeinschaft gewidmet. Seit 1906 unserer Repräsentantenversammlung angehörend, wurde er 1914 durch das Vertrauen der Vertreter der ^Gemeinde zum Vorsitzenden dieser Körperschaft berufen und bewährte sich auch in diesem Amte durch sein Wissen und seine unbestechliche Gerechtigkeit in glänzender Weise, so dass sein Hinscheiden eine schwer ausfüllbare Lücke tür die Gemeinde bedeutet. Wir werden seiner nie vergessen. Breslau, den 30. Januar 1922. Der Vorstand und die ReprdsentaRtenversammlung der Synagogengemeinde. dtataf-Ontiauf / wisset ’joa&lmsthaferSfal ©nftitaricrtxTnsf,.l£Ja& SlKWanehfSoa imm Zß