Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 85 (1921)
- Issue
- Heft 20 (30.9.1921)
- Date
- 1921-09-30
- Page
- Seite 3 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Leiden ein (Sitte bereiten ivürde. Es seilte jedoch anders kommen. 1916 kam ich nach Rußland. Wie ich» bereits -erwähnt habe, hat das Wasser sofort bei mir gewirkt. Das erstemal nahm es den wenigen noch vorhandenen Appetit hinweg. So wartete ich bis der Hunger von selbst kommen würde. Am nächsten Morgen stellte sich ein natürliches Hungergefühl ein, wie ich es seit 10 Jahren nicht mehr hatte. Ich fuhr fort mit dem Trinken dieses Wassers und es wirkte ans Leber, Milz, Nieren und Dar ine. Hauptsächlich auf die Nieren. Nachdem ich das Wasser zwei Monate hindurch getrunken hatte, kam ich nach Deutschland. Ate ine Freunde und Verwandte kannten mich kaum wieder, so verändert war ich körperlich und seelisch. Ich kam später an die Westfront. Niemals fühlte ich mich wohler als während des Feldzuges. Ich gebe zu, daß das freie Leben trjto. die Nerven gestärkt hatte, aber bis zu dem Zeitpunkte, da ich das Wasser trank, fühlte ich mich unwohl trotz des Soldatenlebens. Ich bin jetzt verheiratet. Die Quelle befindet sich in der Nähe von Baranvwitschie (Weißrußland). Die Erde scheint mir dort einen goldstaubähnlichen Sand zu enthalten. Vielleicht ist die Quelle auch radiumhaltig; eine Analyse konnte nicht gemacht werden. Ich veröffentliche meine Ersahru-ngen zu dem Zweck, daß diese Quelle vielen Glaubensgenossen, die leiden, wie ich gelitten, Heilung bringen möge. Zn weiterer Auskunft bin gern bereit. Dkutsch-Sestrrreich. z. Wien, im September. Dank dem liebenswürdigen Entgegenkommen des Herrn Oberstabarztes Dr. Ehajes in Wien j könnte der Ausschuß des Kriegswaisenfonds der Agndas j Iisroe't durch Herrn Dr. B ri t t e n w t e se r 50 ukrainische! Waisen, die vor kurzem nach Wien gebracht worden waren, i ärztlich untersuchen lassen. — Abgesehen von erheblicher Unter-! ernährung ist der Gesundheitszustand der Kinder im allgej meinen gut. Entgegen der in manchen Laienkreisen geäußerten Befürchtung über eine Zunahme venerischer Erkrankungen auch bei jüdischen Kindern in Polen- und 'der Ukraine während dos Krieges ergab die Blutuntersuchung, die bei allen vorgenommen wurde, daß & ■' ff - MM mm m mm BsRTD-liikÖr Sirmer Ar6 Jl UL JüllvJl Karlsrulie-GrünwinKfl Laib ca. 9 Pfund, pro Pfund 17,50 M, franko gegen Nachnahme. _ 11. Walter» Tilsit 38. Lindenktraße 2a. Besichtigung erbeten! Abgeklärte, neuzeitig-vernünftige Möbelformen. Molkenmarkt 8 Beeil« Tauentzrenstratze 10 W. DITTMAR » Möbelfabrik. •c^n«csDtcjHr9*eMD«cM89caR) ituwt ■oaraacvs^GaD« ^«»2»crM»v»LMSGLZ»v» § Amport-Ges. „Palästina^ G.m.b.H. § § Tel. Zentrum 8278 Berlin v 19 Kursiratz« 29 L empsiehlt ihre Palästina-382102 aus de» jüdischen > 5 Kolonien | 2 - Geöffnet von 9 bis 1 Uhr.- g •CJWO »eMV»LMV»LZ»v OAMVOSMvaLMr MlrZ»Q»L»v»LM»S« <UMSO6M»V»LM»VOLMS» sämtliche Kinder auch in dieser Beziehung gesund sind. Die Blutnntersuchnng wurde im Serotherapentischen Znstitnt in Wien ausgeführt. Dr. Buttenwieser beabsichtigt im-November d. I. nach Polen und den polnisch besetzten Gebieten der Ukraine zu fahren, um die gesundheitlichen und hygienischen Verhältnisse an Ort und Stelle zu prüfen. — Nach allen Informationen besteht leider kein Zweifel, daß die Zahl der ukrainischen Waisen viele Tausende beträgt. Da der Transport dieser Kinder aus Polen mit Schwierigkeiten verbunden ist', bitten wir die Familien, die in hochherziger Weise sich bereit erklärt haben, für diese Waisen zu sorgen, sich noch einige Wochen zu gedulden, bis ihre Wünsche erfüllt werden können. Hingegen ist es dringend erwünscht, daß in der Zwischenzeit in allen Ländern, Städten- und Dörfern, wo jüdische Gemeinden sich befinden, fleißig Geldmittel, Wäsche, Kleider usw. gesammelt werden, damit der Kriegswaisenfonds beim Eintreffen der Kinder der großen Aufgabe, die er sich gestellt hat, gewachsen ist. Auch bitten wir weiterhin um Angabe an die Adressen des Kriegsivaisenfonds der Aguu>as Iisroel Halbersta'dt >n.ud Agudas Iisroel Wien II, Malzgasse 12a, welche Familien bereit sind, durch Adoption oder Bestreitung der Erziehnngsunkvsken in Familien oder Waisenhäuser!» diesen unglücklichen Kindern eine Lebensmöglichkeit zu gewähren. Für die Ernährung der ukrainischen Flüchtlinge und Waisenkinder wurde vorübergehend durch den Joint gesorgt, dessen weitere Fürsorge aber bekanntlich in Frage gestellt ist. Von Aah und Fern. Kommerzienrat M a m r oth , Direktor der Allgemeinen Elettricitätsgesellschast in Berlin, wurde von der Technischen Hochschule in Breslau wegen seiner Verdienste um die Entwickelung der elekrvtechnischen Industrie Deutschlands zum Ehrendoktor- Ingenieur ernannt. - Der emeritierte Lehrer Herr Seelig Frenthal in Berlin beging im engeren Kreise seiner Angehörigen seinen achtzigsten Geburtstag. Frenthal ist in Schrinim geboren. Seine erste Lehrerstelle war in Wreschen. Der Jubilar erfreut sich geistiger und körperlicher Frische. Die sehr medriggesteilte. Preise wäh ren d den PeH* Gegenständejeder Reparaturen, Uma.rbedungen. Damen -u. Herren- Kleidung zu neuen bl'llig&n Preisen. Neu! Teppiche Söhne -Berlin W. öö. L eipz. iger> Str. 911 Neu! Teppiche