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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1921-09-16 · Heft 19 (16.9.1921) · p. Seite 5

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
85 (1921)
Issue
Heft 19 (16.9.1921)
Date
1921-09-16
Page
Seite 5 (sequence 15)
Language
German
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Glauben ihrer Vütier ziuir-ückVeh-riten, wählend'd,i>e -andere Halste auf geborene Christen -entfällt, die zum Judentum über getreten finib-; unter den lichteren befinden sich, besonders Advokaten', Aierzte., Pvosesfo-wn U!N>d miehrere Fr,a!U'en>. Dve Zah-l >die>r Ueb'evtiritt'c'' vom Jrldlentiunr zum Christentum ist in dien letztien Monaitien <vu.f das normale „Borkriiegisniveau" gesunken, trotz den: die Jüdische Gemeinde seither numerisch stark angiew-achsen -ist. — Die ungarischen Blätter pubtizierten vor kurzem einen der Natio-nialversammliuingunitierbvei-teiten' Gesetzentionirf über die Reform des Maignaitenh-aiuises', wonach, sämMche Konfessionen im Magniatienhaiuse v>ertreten sein werden, nur nicht d-i-e jüdische. Die Israelitische Landeskanzlei hat nun an den ungarischen Justizminister ein-e Eingabe gerichtet, in der sie gegendiese Rechtseritzi'chu'ng der gesetzlich rezipierten jüdischen- Konsession Stellung nimmt und den- Justizminister -ersucht, den bezüglichen Teil des Geschentw!U>rses in An-giel-egenhieiit der Neuorgan-isati-on des- Magnatenhauses rrr.it d-er R-egeliuing d>er Beirtr-etung der gesetzlich rezipierten israelitischen Konsessiionzu lergänzen. Mlirn. er. Florenz, im September. Eine u n g e w ö h n l i ch e Kundgebung d e r. Liebe und des V e r t r a u e n s wurde Herrn Oberrabbiner Dr. M a r g u l i e s zuteil, als sich die Nachricht verbreitete, daß er einem an ihn ergangenen ehrenvollen Ruse des Jüdisch?theologischen Serninars in Breslau zu folgen geneigt wäre. Nicht nur die Mitglieder und die Verwaltung der hiesigen Gemeinde bestürmten ihn mit Bitten, bei ihnen zu bleiben, sondern auch der italienische Gemeindebund und Rabbinerverband beschworen ihn, das seit mehr als dreißig Jahrien sorgsam gepflegte Werk nicht im Stich zu lassen. Die Borstände und Rabbiner der angesehensten auswärtigen Gemeinden erschienen Persönlich, uni ihrer Bitte Nachdruck zu verleihen; die anderen zeigten durch herzliche, verehrungsvolle Telegramme, welchen Verlust für das Judentum Italiens sie im Fortgang Dr. Nt a r g u l i e s sehen würden. Von allen Seiten derart bedrängt, erklärte Dr. Margulies sich bereit, seine Kraft auch weiter zur Verfügung zu stellen, wenn die Gemeinden gewillt wären, das von ihm. geleitete Collegio Nabbinico Jtaliano, dessen Existenz durch den Krieg in Frage gestellt ist, nach Kräften wieder mifoubmten, da er glaubte, nur durch die Gewißheit wissenschaftlicher Vertiefung die Zukunft . des italienischen Judentums verbürgen zu können. Dieses Versprechen wurde erteilt, und Dr. Marg-nlies entschied sich, wie schon einmal vor 27 Jahren, für die Ablehnung des Rufes an die Stätte seiner Ausbildung. Der einmütige Ausdruck der Verehrung für den stets opferbereiten Führer verdient um so mehr Beachtung, als während des Krieges der Haß jüdischer Ueberpatrioten auch vor dem verdienstvollen Gelehrten wegen seiner deutschen Abstammung nicht haltgemacht hatte. Von Mah und jfern. Am Sommbenid, 10. September, sjanld im Rahmen des Sabbatgottesdienstes in der Alten Synagoge die Feier des 250jäyrigen Bestehens der Jüdischen Gemeinde zu Berlin statt. Die Festrede hielt Rabbiner Dr. Petuchowski. Die Chovgesänge wurden von dem Shnagogenchor ausgesührt. — Eine Gedenkfeier zu Ehre n von Rudolf Mofse fand in der von dem Verstorbenen begründeten Emilie-Ru'dolf-Mosse-Stistung zu Wilmersdorf statt. Die Gattin des Heimgegangenen, seine treue Mitarbeiterin an dem Werke, übergab in Anwesenheit der allernächsten Angehörigen den Kindern und den in großer Zahl erschienenen ehemaligen Zöglingen ein von Professor Wolfsfeld gemaltes lebensgroßes Oelbild des Entschlafenen, das die Herzensgüte und Ntenschensreundlichkeit des Stifters treffend ginn Ausdruck bringt. Nach einer kurzen Ansprache des Direktors schloß die Feier. — Das Arbeiterfürsorgeamt der jüdischen Organisationen (Abteilung für Legitimationspapiere) ist in der Lage, für jüdische Ausländer die Beschaffung von Heimatspässen in einer Reihe von Fällen zu vermitteln bzw. zu erleichtern sonne auch die Legitimierung durch deutsche Personalausweise zu ermöglichen. Die Sprechstunden des Arbeiterfürsorgeamts finden täglich, außer Sonnabend und Sonntag, von 9—1 Uhr Auguststraße 17, 1 Treppe, statt. — In Berlin verschied Rechtsanwalt Friedmann, Mitglied des litauischen Parlaments und früher Mitglied der russischen Duma. Er war ein energischer Kämpfer für die jüdischen Rechte. — Ans Fremdenpension Villa Magdalena, Poftftratze, Ballenstedt im Harz. Pension 30 M. Gute Verpflegung. Zucker Ia weitzer Kristallzucker, in Postkollo mit 9 Pfund k 8 Mark vro Pfund franko Haus einschließlich Verpackung gegen Nachnahme. Kakao 12 Mark und 14 Mark. A. Sauer, Wiesbaden. Herderstr. 16. MianufalcuiMtt W.NSliMSlSlMlllM Von leistungsfähiger Spezialfabrik werden an a ll e n Plätzen. kliMMrem gesucht. Karl Pollah, Pforzheim. p Lombardhaus ■ Celegenheitekfiufa Uhren Brillanten {? — Brillantringe uaw. & 10—50*/o unter Ladenpreis. » N. «fij 1 rEeQBSTE SIUTQI K»ttEIBÜ I ®l V W Ipioryea! fetoiuIStarcJiCwspaflT, ■ewvo««. * Wenn Kinder und Kranke die Milchspeisen nicht gern essen, so sollte man?ur Zubereitung derselben nehmen. Die Speisen werden dadurch für den empfindlichen Magen der Kinder und Kranken viel bekömmlicher und gewinnen auch bedeutend an Nährwert. „Maizena“ _ hat sich als Nährmittel, sowie auch als Krankenkost seit mehr als 50 Jahren tausendfach Fbewährt und wird heute allgemein [ auch als Ersatz für die vielfach sehr [ teuren Nährpräparate verwendet. Verlangen Sie per Postkarte unser kostenlos erhältliches neues Kochbüchlein mit vielen zahlreichen Rezepten. Deutsche Maizena Gesellschaft Hamburg 15, Maizenahaus für mittlere Singstimme mit Pianofortebegleitung, herausgegeben von Carl Seelig. Preis mit Zuschlägen M. 10.50. Charakteristische Auswahl aus dem reichen Schätze des jüdischen Volksliedes. Klaviersatz ist wohlklingend, Ausstattung vornehm. Verlag »an Gebrüder Hag & Co.Lcipzig. Bureau für polnische Rechtsangelegenheiten Dp. j up. R oma n Ppetzel Berlin W 35, Lützowstraße 41 — Nollendors 4146 Auskunftsstelle und Uebernahme von sämtlichen Eingaben an die polnischen Behörden des In- und Auslandes Polnisches nebersetzungsburea,»

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