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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1921-09-02 · Heft 18 (2.9.1921) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
85 (1921)
Issue
Heft 18 (2.9.1921)
Date
1921-09-02
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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4 iwiib in einer Ne rmmh-ei'kanstäl-t ütbenge-fsührt worden. Weiter >teiil«t Herr Dinker mit, daß ergegen den Ve -fasfer einer gegneriischien Schrift, Pairl Weyl-anb, lvegen -persönlicher BeleiloiMng- Str-asantrag .gestellt hia.be. Ter tüchtige G.schästsnm-nn Arthuir Dinier verfehlt oder' nicht, mit dieser Berichtigung einen Hinweis auf sein zukünftiges Buch „Der Held von Nazareth" zu verbinden. — Die Universität Gießen, als erste Universität Deutschlands, hat eine Fakultät für jüdische Wissenschaften erhalten. Der ehemalige Rabbiner Weinberg aus Pilwischok (Gouvernement Lomscha), der in den letzten Jahren in Teu-tschl>and fieinc Studien absolvierte, übernahm -die Vorlesungen für das kommende Semester, in welchem über folgende Gegenstände gelesen werdon wird: 1. Bibelkritik, 2. Einführung in die Mschna, 3. Kommentar zum talmu'dischen Traktat Baba kam>a. Im Wintersemester wird auch über t-alniiudische Logik im Ber-gleiche zur allgerneinen Logik gelesen werden. — Bei Beratung des Entwurfs, betreffend Aenderung des Gesetzes über die Ausbesserung gering besoldeter Pfarrer ans Staa-tsmiktelNi, beschloß der badische Landtag, die Gelder, nämlich 350 000 Mark für den katholischen, 300 000 Mark für den evangelischen und 80 0 0 Mark sür den jüdischen K u l t u s , künftighin der Kirchenbehörde ohne Forderung des Nachweises sür Verivendu-ng direkt auszuzahlen. Die Vorlage fand einstimmige AnuahiNie. — Der jetzt von Westnnigaru .an Deu'tsch- Lesterreich a bzn.tr eten-ke Teil, das so>g,enannte Bnrgenland, zählt etwa 100 000 Juden. Oe den bürg hat die größte jüdische Gemeinde. Jüdische Gerneinden «gibt es 'ferner in dem .altehrwürdi-gen E i s >en st a d t, in M atter s-do r s mit seiner berühmten Jeschiwa, in Deutsch- K r e n tz, das igleichsalls eine angeseh-eue Jeschiwa beherbergt, in G ü s s i n g, in dem Kurort S a,ue r b r u n n. — In Budapest fand kürzlich ein Zionistischer Delegierten tag statt, der von 226 Delegierten aus 44 ungarischen- Orten besucht war. Der frühere Minister Po ln eh, ein Nichtzionist, erschien auf der Konferenz und sagte im Namen eines großen Teils der nichtzionistischen ungarischen Inden deren Berei-twilli'gkeit zur Mitarbeit am PMstiua-A-ufbuusonds zu. — Ans Grund eines vom bulgarischen Parlament .angenommenen Schulgesetzes hat die Regierung arich die -Kosten der Schulen aller Minderheiten: zu tragen-. Die bulgarische Re-giernng hat nun alle Kosten, die mit dein Erhalt der jüdiischen Schul,-n in Bulgarien verbunden silid,, ü!bie'r.nomm>en, während, die Ber-ivaltung dieser Schulen auch weiterhin bei den geivählten jüdischen Schulräten verbleibt. — Aus London wird unter dem 11. August geschrieben: Hundertfünfzig jüdische Waisenkinder aus der Ukraine sind aus denn Wege nach Kaniada.und trasen heinte aus Antwerpen in London ein, wo sie von Fran Frei mann, -der Vorsitzenderr des kanabischen Komitees! sür Berso-rgung der Kriegswaisen, und anderen Damen in Empfang genommen wurden. — Am 7. August sind in Pinfk mehr als 700 Häuser, darunter die säst ein Jahrtausend alte Synagoge, niedergebrannt. — Wie aus Warschau gemeldet wird, zerstörte eine heftige Feuersbrnnst das ganze jüdische SBiertet in Kowel im Distrikt W'tozlaw-ek. Hunderte von Juden haben all ihr Hab und Gut verloren und irren, jeglicher Mittel bar, obdachlos umher; die, jüdische Bevölkerung sieht sich -von einer Hungersnot bedroht. Sofortige Hilfe ist dringend -erforderlich.. — In Warschau eingetroffene Flüchtlinge aus Minsk erzählen von einem in W itebsk stattgesundene-n gräßlichen Judenpogrom, in welchem 50 Juden getötet und nah-ezu 200 verw-un-det winrden. Biele jüdische Häuser lourden bis aus den Grund verbrannt. — Aus Je rusalem wird berichtet: Die Zahl der Einwohner Mesopotamiens erreicht laut „Dvar Hajonl" h>eute ungefähr 2 700 000, davon 1500 000 Schiiten, 1000 000 Suniten, 86 000 Juden und 7800 Christen. — Der Verfall des Gebäudes um das. Grab der Erzmutter Rachel veranlaßte einen reichen Juden aus Kalkula, Mr. Sasson, die Renovierung auf eigene Kosten vorzunehmen. Infolge des Einspruches der dortigen Bevölkerung gegen die RestaiurierinnG wodurch das historische Bild veräudert würde, beschränkte man sich a,uf di-e Renovierung^ der Innenseite, ohne am äußeren Aussehen des Gebäudes etwas zu ändern. — Die jüdische Philanthropische Gesellschaft in Toronto (Kanada) hat nach Mexiko angeknüpft, die -fortgesetzt werden sollen. Der mexikanische Gesandte in W-ashiugton -erklärte, er -glaube, feine Regierung! ihre Sammlung von 100 000 Dollar für ein jüdisches Waisenha-us in Toronto erfolgreich d-urchgiesührt. — Der Vorsitzende der Rechtskommissio-n der „Hias", Sanders, hat mit der mexikanischen Regierung Verhandlungen bezüglich der jüdischen Einwanderung werde zufrieden sein, wenn jüdische Immigranten, di-e sich ständig tm Lande ansässig nrachen wollen, nach Mexiko kommen. Solche Jnunigranten würde Mexiko nicht nur gern sehen, sondern auch in der ersten Zeit unterstützen. Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Florastraße 58. Verantwortlich für den Anzeigenteil: M a x Junge, Berlin-Friedenau. Druck und Verlag von Rudolf Mosse. geinfte Molkerei- Zützrahmbutter liefere dauernd zu jeweiligem Tagespreis, nicht unter 9 kg, frei dort. Anfragen Rückporto. Franz Pfeifer Plein v. Oschke (Ostpreußen). Zucker la Weiher Kristallzucker. in Postkollo mit 9 Pfund ä 8 Mark pro Pfund franko Haus einschließlich Verpackung gegen Nachnahme. Kakao 12 Mark und 14 Mark. A» Saner, Wiesbaden. Herderstr. 16. f bielielihMtz. \ qq Naturreiner BienenhoniginBlech- & H dosen (9 Pfund netto) je 130 M. $ > einschließlich Porto und Ver- L % Packung sofort lieferbar. Z Paul Terhalle. Imkerei fr Breden i. Wests. K LNsselbulker dieselbe Qualität wie vor dem Kriege, erhalten Sie täglich frisch in Postpaketen zu 9 Pfund Inhalt am vorteckhaftesten durch Butter- und Eierverland J. H. Peter seit, Streichmühle, Post Dotterup (Angeln). 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