Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 85 (1921)
- Issue
- Heft 10 (13.5.1921)
- Date
- 1921-05-13
- Page
- Seite 3 (sequence 15)
- Language
- German
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3 waren vollzählig erschienen; ebenso hatten die anhaltischeu jüdischen Gemeinden fast sämtlich Vertreter entsandt. Landes rabbiner Dr. Walter feierte irr eindrucksvoller Rede die Verdienste Sonnenthäls als Mensch und Familienvater, als Glaubensbruder und als Staatsbürger. Staatsra't Dr. Cohn brachte in herzlichen Worten den besonderen Dank der Dessauer Jüdischen Gemeinde und der großen jüdischen Organisationen, denen der Verblichene angehört hatte, zum Ausdrück. Gesangliche Darbietungen des Kantors H e u m a n n sowie des Ziehrschen Quartetts rahmten die Reden würdig ein. — An Stelle des verstorbenen Geheimen Kommerzienrats Sonnenthal wurde Staatsrat und Justizrat Dr. Cohn zum Vorsitzenden des Vorstandes der Gemeinde und zum Vorsitzenden des Kuratoriums der Baronin-von-Cohn-OpPenheim-Stiftung der Gemeinde gewählt; infolge der Wahl tritt er Zugleich in das Kuratorium der Baron- Moritz-Von-Cohn-Stiftung ein. Zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes der Gemeinde und gleichzeitig zum stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums der Bäronin-von-CohmOppenheim- Stiftung der Gemeinde, wurde Rentier Marcus, zum stellvertretenden Vorsitzenden der Repräfentantenversammlung Stiftungssekretär Rosen bäum berufen. Neu in den Vorstand der Gemeinde tritt Dr. med. Moses ein, der zugleich zum Kurator der Baronin- Von-Cohn-Oppenheim-Stiftung der Gemeinde gewählt und in das Kuratorium der städtischen Handelsrealschule abgeordnet wurde. Sämtliche Wahlen erfolgten einstimmig. — Frankfurt a. M., im April. In den, Vorhof der Synagoge Friedberger Anlage 6 wurde von einem Unbekannten ein Kanonenschlag gelegt, welcher aber nicht zur Explosion gelangte, da er rechtzeitig bemerkt und von dem Kastellen durch Begießen mit Wasser unschädlich gemacht wurde. Die von der Polizei sofort vorgenommene Untersuchung hat ergeben, daß der Täter wahrscheinlich nur beabsichtigte, die Synagogenbesucher zu erschrecken, da nach Lage der Sache eine Beschädigung der Gebäulichkeiten, selbst wenn die Explosion erfolgt wäre, kaum eingetreten wäre. Der Kanonenschlag wurde nach dem Polizeipräsidium gebracht und dort entladen. Er enthielt eine mit Röhrenpulver gefüllte Zigarettenschachtel, welche an der Seite mit einer runden Oefsnung versehen war, durch welche eine Röhre gelegt und eine Lunte (Zünder) angebracht war. Die Zigarettenschachtel war X A. Henckels Iwillingswerk - Solingen Fabrik feinster Stahl waren w. iiiiiniiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiii mit der bekannten Zwillingsmarke, Volle Gewähr für jedes Stück. n,KL: Berlin W66, Leipziger Straße 1121118. Eigene Derlaufsniederlagen: Köln a.RH.»SreSden-A.»Franksutta>M., Hamburg, München, Wien l. 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Auf den dagegen gerichteten Antrag des Betriebsrates hat der Schlichtn ngsausschuß Groß-Berlin dahin erkannt, daß die Jüdische Gemeinde zu der vorherigen Mitteilung an den Betriebsrat, daß der Gärtnereibetrieb verpachtet werden solle, nicht verpflichtet gewesen sei. — Herr Gewerberat Emil Plotke, das geschätzte Mitglied der Berliner Reprüsentantenversammlung, der an allen jüdischen Angelegenheiten den regsten Anteil nimmt, feierte am 23. April den 60. Geburtstag. Herr Plotke ist der Schwiegervater des Herrn Rabbiner Dr. Klein in Düsseldorf. — Der vom Justizfiskus ernannte Gefängnisrabbiner Dr. Joseph ist zum vereidigten Sachverständigen und Dolmetscher der jiddischen Sprache im Bezirk des Kammergerichts Berlin sowie der Standesämter im Regierungsbezirk Potsdam bestellt worden. — Der Leiter des Zentral-Bureans und Prokurist der Firma R u d ö l s Al 0 s s e, Herr Leopold Be na r-io, ist nach kurzer Krankheit in Freibnrg i. B., wo er sich zur Kur aufhielt, gestorben. Benario, der nur ein Alter von 55 Jahren erreicht hat, trat am 1. Januar 1890 in die Firma Rudolf Moste 'ein, wurde Leiter der Hamburger Filiale und übernahm später die Leitung der Annoncen-Abteilung Berlin-Stadt. Nach dem Ausscheiden des Herrn Emil Masse aus der Firma wurde ihm die Leitung des Zentralbureaus übertragen. Die Beisetzung des pflichttreuen Mannes, der sich auch in weitesten Kreisen der kaufmännischen und .industriellen Welt großer Wertschätzung zu erfreuen hatte, fand unter zahlreicher Beteiligung am 25. v. M. auf dem Friedhof in Weißensee statt. — In Charlottenburg verschied Herr Friedemann Baruch, langjähriger Lehrer an der Knabenschule der Berliner Jüdischen Gemeinde und verdienter Musiker. 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