Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 85 (1921)
- Issue
- Heft 9 (28.4.1921)
- Date
- 1921-04-28
- Page
- Seite 4 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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verschieden. Der Vorstand und die Repräsentanten widmen.dem Dahingeschiedenen folgenden Nachruf: Mehr als 50 Jahre Hut der Tahingeschiedene unserem Verwälkungskörper in leitender Stellung angehört. Durch religiösen Sinn und tiefes jüdisches Wissen gleich ausgezeichnet, hat er an den Geschicken der Gemeinde immer den tätigsten Anteil genommen und ihre Beschlüsse fruchtbar beeinflußt. Mit ihm sinkt ein Stück unserer alten Gemeinde und ihrer «besten Erinnerungen ins Grab. Wir werden sein Andenken dauernd bewahren. — Vor kurzem fand in der Synagoge zu Solingen die Weihe der Gedenktafeiln für die im Weltkriege gefallenen Krieger aus der dortigen jüdischen Gemeinde und für den verstorbenen Langjährigen ersten Vorsteher Herrn Geheimen Kommerzienrat Gustav .Co pp eil statt. Herr Lehrer Joseph hielt die Seelenseier. Der derzeitige erste Vorsteher Herr Siegfried F e i st, hielt darauf eine feierliche Ansprache. — Die Israelitische Gemeinde in Mannheim hat zum ehrenden Gedächtnis ihrer im letzten Krieg gefallenen Mitglieder zwei. Gedenktafeln anbringen lassen. Die Enthüllungsfeier fand am Sonntag, den 20. März, statt. Aus Amsterdam wird -uns geschrieben:-Auf ein neu gegründetes Ordinariat für Pharmakologie und, zum Direktor -des Institutes hierfür bei der Universität in Amsterdam, wurde Professor Tr. med. Ernst Laqueur berufen. Professor Tr. Laqueur stammt aus einer geachteten Breslauer jüdischen Familie und war Schüler des Magdalenenghmnastums und der Breslauer Universität, wo er bei den bereits verstorbenen Professoren Roehmann, Abegg und seinem Freunde Sackur wissenschaftlich tätig gewesen ist. Später wurde er Privatdozent in Königsberg und Halle sowie Lektor in Groningen. Während'des Krieges war er erst im deutschon Heeresdienst, nachher als Lehrer an der Heeresgasschule und zuletzt als Professor der Pharmakologie an der vlänüschen Universität in Gent tätig. Mit dieser Berufung nach Amsterdam ist zum erstenmal wieder feit 1913 einem Deutschen ein Lehrstuhl in Holland übertragen worden. Die manchmal behauptete Unfreundlichkeit der Holländer gegenüber den Deutschen hat sich sicher in diesem Falle nicht zu erkennen gegeben, da der Vorschlag „primo et unico loco" erfolgte. — Aus Wien wird berichtet: Am I. 2l. Henckels Zwillingswerk - Solingen Fabrik feinster Stahlwaren mit der bekannten Zwillingsmarke Volle Gewähr für jedes Stück, Ä: Verlin W66, Leipziger Straße 1171118. Eigene Derkaufsniederlagen: Köln a.M.,Sresden-A.,Frankiutta.M,Hamburg,Mnchen, Wien!. Sanatorium iebenftein i. Thür. llllr Eirhlnr CniAn Klinisch geleitete Kuranstalt für innere und um. Lil-llivi'üvi8v. Nervenkranke. — Alle modernen HeUbehelie. _Erstklassige Verpflegung. E'gene Meierei. 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Wachtel, erstattete Sekretär Dr. Löwy den Bericht über die Tätigkeit der Zentralstelle.und deren Verbände, von welchen insbesondere die erfolgreichen Aktionen des Bekleidungs- Verbandes, des Kurverbandes und des Mtersfürsorgeverban des mit großem Interesse ausgenommen wurden. Der Tätigkeitsbericht sowie der Bericht des -Kassenverwalters Direktor Leopold Herz wurden zur Kenntnis genommen und dem Kuratorium das Abfollutorium erteilt. — Der Vorstand der Pester Israelitischen Religionsgemein'de hat -in feiner jüngsten Sitzung einstimmig den jungen Rechtsgelehrten Dr. Ernst Mu-nkäcsi, Sohn des Mitgliedes.der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und des Schulinspektors der Lehranstalten tier R'el.iaionsg'emeinde Bernat Munkaefi, zum Gemeindesekretär gewählt. — Anis London wird gemeldet: Der zionistische „Keren Hajessod" 'ist als juristische Körperschaft in das Handelsregister eingetragen worden. Als Zweck wird angegeben: „Die Ausführung der Balfour-ErAäruuig vom 2. November 1917 über die Errichtung eines jüdisch-nationalen Heimes in Palästina (Erez Jisroel)." Die Erniennung der Direktoren obliegt - der Zionistischen ' Organisation. — Wie das „Jüdisch,e Korrespondenz-Bureau" aus Jerusalem meldet, ist das jüdische Schiss „Chaluz" gesunken. Das Schiff kam frühmorgens aus Port Said und konnte wegen stürmischer See den Hafen nicht anlaulsen. Um 10 Uhr vormittags brach ein gewaltiger Sturmwind 'los, der das Schiff in eine verzweifelte Lage brachte. Der Hafeninspektor ließ die zwei im Hafen verankerten Dampf'schisse signalisieren, ob sie die Schiffsmannschaft nicht retten könnten. Das eine Fahrzeug antwortete „nein" und fuhr aus hohe See hinaus. Das zweite, der englische Dampfer „Trentinv", eilte trotz größter Gefahr zur Rettung der Mannschaft herbei, was auch gänzlich gelungen ist. - Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Florastraße 58. Verantwortlich für den Anzeigenteil: M.^,x Junge, Berlin-Friedenau. Druck und Verlag von' Rudolf Mösse. I» Schick und Mode Waller Allmann Mafigeschäft für elegante Herrenmoden Sport- und Reisebekleidung BERLIN C19 Neue Grünstraße 32 am Spittelmarkt Fernsprecher: Zentrum 3455 dad Flinöberg (Zsergeb.) Pension I. Ranges, am Kurhaus und Wald, in schönster ruhiaer Lage. Moderner Komfort. Prospekt. Gute Küche. «Mad/SL I. Ranges. — Bet den Bädern, Kurhaus, Bergbahn und Wald. Fernsprecher SS. Inhaber; Earl Biester. Fernsprecher öS.