Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 85 (1921)
- Issue
- Heft 7 (1.4.1921)
- Date
- 1921-04-01
- Page
- Seite 4 (sequence 16)
- Language
- German
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---4 zllgrundo liegt. In dem Bericht selbst werden Tierschützveranstaltnngdn empfohlen, tote sie in Neiße unter Leitung des Herrn Rabbiners Ellguther bereits 'mit großem Erfolg stättgestmden. h-aben. — Um in dem von ostjüdischen >Flüchtlingssarnilien' bewohnten Viertel in Altona soziale Arbeit zn leisten, wurde der Verein „Jüdisches Volksheim Hanrbnrg-Altona" ' gegründet, dessen Ausgabe es ist, im Ntittelptmtt des jüdischen Viertels in Altona ein Heim zu. errichten, das die Kinder und jungen Leute zusainrnenschließt und durch geeignete 'Führung einen erzieherischen Einfluß auf die Heranwachsende Generation gewinnen will. — Aus Lübeck wird berichtet: Mit Ende des Jahres 1918 ist die Zeit abgelaufen, für welche der hiesigen israelitischen Gemeinde für das zum Bau der Synagoge aus öffentlichen Mitteln gewahrte Darlehen von 22 000 Mark Zinsfreiheit und Unkündbarkeit bewilligt ist. Unter dem 31. Dezember 1919 hat der Vorstand der Israelitischen Gemeinde gebeten, der Gemeinde das gewährte Darlehen auf weitere zehn Jahre zinsfrei zn belassen. Der Senat befürwortet jetzt dieses Gesuch bei der Bürgerschaft. -7- Am Kölner Jüdischcn Lehiversellnuar fand - kürzlich die diesjährige Ent-- lassungsprüsung statt. Vier Kandidaten wurden nach Abhaltung ihrer Lehrpro-te vvnr mündlichen Teil - der Prüfung befreit, die übrigen bestanden alle. Geheimrat Ewerching vom Provinzialschulkollegium ' in Koblenz leitete die Prüfung. Als Vertreter des Kuratoriums wohnte Fabrikbesitzer.Dülken der Entlassungsprüfung bei- — Der freiwillige Essener Synagogenchor beging am 13. März das Fest seines 50jährigen Bestehens. Er wurde -a Ehrlich des Neubaues der Synagoge im Jahre 1870 von den'Herren Michael Mayer und Jsak Hirschland, von denen der erstere, der 25 Jahre lang Vorstandsmitglied war, sich trotz seiner 82 Jsihre noch großer Frische erfreut, gegründet. Im Jahre 1912 wurde ein.Chorverein gegründet, auf kessen Schultern der Chor ruht. — In Harburg (Schwaben) ist der Vorstand der Israelitischen Gemeinde, Herr Gersou- Sk ein, nu Alter von 76 Jahren verschieden. Er war der Typus, des alten „Parnes", durchdrungen von höchstem Pflichtgefühl und voll Liebe für die, denen sein Wirken aalt. Die Chronik der Gemeinde zeugt für sein unermüdliches Schaffen; lange war er in der Verwaltung der Stadt und stand mit an der Spitze von gemeinnützigen Vereinen. Sein Sohn war der verstorbene Rabbiner Tr. Stein s. A. in Memiel. — Im Alter von nahezu 82 Jahren.starb in Frankfurt m M. Herr Heinrich Karl Ferdinand F li n sch, der frühere Besitzer der Schriftgießerei Flinsch. Er gehörte viele Jahre dem Vorstand des Vereins zur Abwehr des Autiseinitismus an. —- Aus Wien wird gemeldet: Nach zehnwöchiger Streikdauer sind die zwischen den .streikenden Religionslehrern und Dein. Vorstande der Israelitischen Kultusgememde einzü'leiteten Verhandlimgeu zllm Abschlüsse gelangt. Der Religionsunterricht wird demzusolige toieder in den Sct>üle'N mMenmmnen wwrden. Ter Ktlkinsvorstand hat den Lehrern die Mleichstellnng mit den städtischen Lehrern hinsichtlich der gegenwärtigen Bezüge einschließlich her. neuesten Märzregulierung zugestanden.- Tie Ofenpester Stadtvertretung hat. mit großer Mehrheit einen Antrag. angenmnmen, nach welchem Juden in den hauptstädtischen Markthallen überhaupt, keine Verkaufsstände erhalten und behalten dürfen. — Der Oberrabiner von Serbien, Dr. Jsac Alk a. l a y, wurde vom König mit dem Hl. Skava-Orden ausgezeichnek. Der feierliche Mt spielte sich in der,großen spani.olischen Synagoge in Anwesenheit säutklicher kirchlichen, Militär- und Zivilbeihörden ab. Das Dekret wurde vom Kultusminister verlesen, wobei die Verdienste des Erandrabbiners auf religiösem und. Politischem Gebiet besondershervvrgehoben wurden. — Die griechische Nationalbank hat der Jüdischen Gemeinde Salonikis ein Darlehen von 400 000 Drachmen gewährt. — Dr. R o s e n b l a t t, Vertreter des „American Joint Distribution Committee", ist aus Moskau in Paris eingetroffen. Er gibt an, daß die Pogrome in der Ukraine sortdauern. — Sir Felix Simon, der ehemalige Leibarzt Eduards VII und bedeutender Laryngologe, starb im 72. Lebensjahre. Er stammte aus Danzig und siedelte im Jahre 1874 nach Beendigung seiner Studien nach London über, wo er zu großen Ehren gelangte. Er hatte in den letzten Lebensjahren seine Beziehungen zum Judentum fast ganz abgebrochen. — Aus Warschau wird geschrieben: ' Ter Vorstand der Jüdischen- Gemeinde übertrug das Rabbrnat dem bekannten Gelehrten Dr. Poznanski, einem Anhänger der zionistischen Bewegung. Der Beschluß, de? von dem Vorstand ganz unauffällig vorbereitet wurde, hat weite Kreise der Warschauer Orthodoxie in Aufregung gebracht. Die Aguda hat sofort eine Protestaktion organisiert. „Der Moment" wendet sich mir Schärfe gegen die Protestaktion der Aguda. Es handelt sich um einen. Rabbiner, der die Gemeinde offiziell nach außen vertrete, und dies sei. eine! dringliche politische Forderung. Da Dr. Poznanski neben seinem ausgezeichneten jüdischen Wissen auch noch eine bedeutende Allgemeinbildung besitze und die Landessprache beherrsche, so komme er allein hierfür in -Frage. Es handle sich doch keineswegs um religiöse Entscheidungen; hierfür komme wie bisher das Beth-Din der Warschauer Gemeinde in Frage. — Laut einer Meldung der Polnischen Tele'gratzhenagentur wird eine holländische Schiffsgesell schaft in Amsterdam demnächsteinen direkten Schiffsverkehr zwischen Danzig und Jaffa errichten. —-Mus London wirb gemeldet: Bor kurzem traf in Shanghai der neu gewählte OberrabbinerDr. Hirsch mit seiner Familie ein und'wurde von seiner Gemeinde und Vertretern anderer Gemeinden in China mit großer Herzlichkeit empfangen. Man erhofft von dem neu gegründeten Oberrabbinate eine Erstarkung der Judenheit in China. Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Florastraße 58. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Junge, Berlin-Friedenau. Druck und Verla« von Rudolf Moste. streckt Frühstück, Vesper, Abendbrot, und bringt in richti^eni Wf/*. prachtvolles Weissbrot anf den Tisch! Kochbüchlein mit zeitgeinässen Rezepten kostedfrei erhältlich Deutsche Maizena Gesellschaft, Hamburg 15j Maizena-Haus J. N Heidelberg /notel Heidelberger Hof\ \ Grand Hotel J niehst dem ÜCauptbahnhof und Stadtgarten. Vornehmes altbekanntes SKaas I. ^Ranges, neuzeitlichen Hinrichtungen. IBJ PENSION JACOBOWITZ 1D2 streng rituell Ober-Kruinmhübel (Riefengebirge). Komfortable Zimmer. Wie bekannt, gute Verpflegung. Herrlicher, gesunder Aufenthalt. Seehöhe 780 Meter. Um rechtzeitige Anmeldung zum Passahsefte Wird gebeten. Hotel Geehof am Achensee Herrliche Lage am See. Tirol. Prima Verpflegung. 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