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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1838-01-02 · Heft 1 (2.1.1838) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
2 (1838)
Issue
Heft 1 (2.1.1838)
Date
1838-01-02
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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n. z-hrg-ng. Allgemeine No. 1. Zeitung -es Zudenthums. Ein rmpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse in Betreff von Politik, Religion, Literatur, Geschichte, Dprachkun-e und Belletristik. (Mit Königl. Sächsischer allergnä'digfter Concesiion.) Redacteur: Verlag von irr. Ludwig Philipps»«, Baumgärtners Buchhandlung israelitischer Prediger in Magdeburg. ZU Leipzig. Leipzig, den 2. Januar 1838. Diese Zeitung erscheint wöchentlich 3 Mal, Dienstags, Donnerstags und Sonnabends, und wird jährlich 96 Dogen in Quart incl. des Titels, Registers u.s.w. umfassen. Zn Gemäßheit des Zwecke» derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang — 1 Thlr. 12 Gr. für sechs Monate — IS Gr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Me Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die Königl. Sachs, wohllövl. ZeitungS - Expedition allbicr unterzogen. Anzeige, Bei dem Beginkie des zweiten Jahrganges dieser Allg. Zeit, des Zudenthums können wir nicht unterlassen, dem theilnehmenden Publikum unsere ununterbrochene Anstrengung, dem Gesammtzwecke derselben zu genügen und den angemessensten und würdigste» Inhalt hervorz«bringen, zu versprechen. Die große Zahl unserer Corrcspondenten in alle» Hauptstädten Europa's, und die geehrten Mitarbeiter, die uns theils ihre Arbeiten schon eingesendet, theils zur Zeit liefern werden, ist wohl die geeignetste Bürgschaft für den Werth dessen, was wir liefern. Insbesondere wird'.auch das von jetzt an mit dieser Zeitung verbundene litetär. und homiletische Beiblatt die Gelehrten aller Confessionen intcressiren, da durch dasselbe die Kenntniß der ralmudischen, rabbinischen und neuhebräischen Literatur erleichtert und erweitert wird. Auch der mit so vielem Beifalle aufgenommene „Literar. Salon" des Herrn Dr. Z. Fürst wird in diesem Jahre seine Fortsetzung finden. Die Reöactiorr. Zeitungsnachrichten. Breslau, 24. Dec. (P'rivatmitth.) Zn diesen Tagen erließ das Ober-Vorsteher-Collegium folgendes Circular an die Gemeinde: Die Erziehung unserer Jugend hat in. unfern Tagen eine Gestaltung erhalten^ welche zeitgemäß und erfreulich ist, jedoch ein bisher nicht dagewesenes Bedürfniß erzeugt hat. Früher nämlich gab der Unterricht den Kindern vor allem Kenntniß. der ebraischen Sprache, der heit. Schrift und der gesammten biblischen und talmudischen Gesetze: er war also zunächst Religionsunterricht.' Gegenwärtig aber, da man es überall mit Recht auf diejenige wissenschaftliche Bildung absieht, welche in unserer Zeit unentbehrlich ist, hat jene Art des Unterrichtes aufhören müssen, und nun entsteht der Uebelstand, daß unsere Jugend ihre Religionsvorschriften nicht kennen lernt. Aeltern, die dieses schmerzlich empfanden, wußten dagegen kein besseres Mittel zu ergreifen, als durch Privatlehrer dem erkannten Mangel abzuhelfen, und waren um so übler daran, als kein von dem Rabbinat und dem Gemeinde - Vorstande anerkannter Retigions - Lehrer angestellt war, und sie nur nach Gutdünken denjenigen wählen konnten, dem sie ein oft getäuschtes Vertrauen schenken wollten; wobei noch den Unbemittelten dieser dürftige Ausweg nicht leicht möglich war. — Nur in der königl. Wilhelms- Schule *) ist auf den Unterricht im Ebraischen und in dec Religion von den hohen Behörden eine mit Dank anzuerkennende Rücksicht genommen worden, die den erwünschtesten Erfolg hatte. Wir haben uns von den Fortschritten der Zöglinge im Ebräischen mit Freude überzeugt, und' wenn der verdienstvolle Dirigent der Anstalt, Herr Di. Franco lm, diesen Theil des Unterrichtes mit gewissenhafter Sorgfalt bewacht, so konnte der religiöse, der biblische Geschichte und Sittenlehre umfaßt, und den er persönlich ertheilt, nicht bessern Händen anvertraut werden. Allein Herr Dr. Francolm beklagt sich darüber, daß ihm Schüler zugesendet werden, welche nicht ebräisch lesen können, und die dann von der Anstalt in dieser Sprache unmöglich Förderung erwarten *} Die bekannte israelit. Schule. D. Red.

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