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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1916-03-10 · Heft 10 (10.3.1916) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
80 (1916)
Issue
Heft 10 (10.3.1916)
Date
1916-03-10
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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4 der 3 uw ihm JUnffc verliehen. - Tr. Felix Gold m a u n, | der langjährige Leiter der pharn-azentischen Abteilung des Berliner Berkanfshauses der Farbenfabriken vorm. Friedrich Bayer n. Go., ist im 56. Lebensjahre am 2. d. M. infolge Herzschlages verschieden. Znm Besten der Ulltcrstütznngstasseu der Jüdischen Gemeinde bringt ' der R obert - S ch n m a n u - 6 h o r (Dirigent Max K v h n) am! Tonntag, den 1*2. Mürz, abends S Uhr im großen Saale der „Ressource zur Unterhaltmlg", Oranie'.lbnrger Straße 18, Bömbergs Oratorium „Das Lied von der Glocke" zu Gehör. Mitwirkende: Konzert- und Oratorien sä ngerin Frieda Froh n Hansen, Hanptkantvr Mar Baer, Kantor Berthold Friedmann; am Flügel Alfred Frankel. Karten ä 1,50 Mart und 75 Pfennig durch die Geschäfts- * stelle des Robert- Schmnann-Ehors: Lindeinauu, Flensburger Straße 20, sowie an der Abendkasse. Alis Graudenz wird uns geschrieben: Am 22, v. M. verschied eines der ältesten Mitglieder unserer Gemeinde, Rentier Isidor Eifert, im Alter von 86 Jahren. 18 Jahre hat er nmmterbrochen der R<Präs?ntantenversammlnna angehört und sich mit großem Interesse unserer Gemeindeangelegenheiten angenommen. Rtit Rat und Tat hat er uns treu zur Seite gestanden und bei jeder Gelgenheit seinen wohltätigen Sinn bewiesen. So war er Rcitbegründer unseres Wohltätigkeitsvereins. Auch für unsere anderen humanen Bestrebungen hat er vorbildlich gewirkt und ihnen reiche Mittel zngelvendet. - Ain 2. «>. TI. ist in Hamburg Herr Oberkantor Jakob Sarasohn im 71. Lebensjahre verschieden. Der Privatdozent für Physik an der Universität Leipzig Tr. phil. Jaffa wurde znm außerordentlichen Professor an der Leipziger philosophischen Fakultät ernannt. - In Dortmund yt arn 10. v. Al. der Prediger und Hauptlehrer a. D. Herr Tlax R o t () i d] i l d im 00. Lebensjahre gestorben. - In Frankfurt a. M., ivv er als galizischer Flüchtling weilte, ist der hervorragende Talmudist Aron 9Ji a r c n s int 74. Lebensjahre verschieden. Ans Stuttgart lvird gemeldet: Dein Kirchenrat Tr. K r o n e r ist anläßlich des Gebnrtstagsfestes des Königs von Württemberg das Wilhelm-Kreuz verliehen worden: dem Rechtsau-valk Tr. Nördlinger, richterlichem Zeichnei die Kriegsanleihe! Fünfprozentige Deutsche Reichsanleihe zu 98,SV oder Viereinhalbprozentige auslosbare Deutsche Reichsschatzanweisungen zu 98» Die Kriegsanleihe ist vas Wellpapier des deutschen Volkes die beste Anlage für jeden Sparer,- sie ist zugleich die Waffe der Oaheimgebliebenen gegen alle unsere Feinde, die jeder zu Hause führen kann und muß, ob Mann, ob Frau, ob Kind. Der Mindestbetrag von hundert Mark, bis zum 20. Juli 4946 zahlbar, ermöglicht jedem die Beteiligung. « Man zeichnet bei der Reichsbank, den Banken und Bankiers, den Sparkassen, den Lebens- Versicherungsgesellschaften, den Kreditgenossenschaften oder bei der Post in Stadt und Land. Letzter Zeichnungstag ist der 22. Marz. Man schiebe aber die Zeichnung nicht bis zum letzten Tage auf! Alles Nähere ergeben die öffentlich bekan gemachten und auf jedem Zuchnungsschein abgedruckten Bedingungen. Mitglied der Israelitischen Obertirchenbehörde, wurde Titel lind Rang eines Regiernngsrates verliehen; der Kgl. Hofopernsänger Benno Ziegler erhielt vom König von Württemberg das Gharlotten-Krenz am schwarzgelben Bande. — Als Rabbiner in Ulm a. T. ist der Bruder des verstorbenen Rabbiners S t r a ß b u r g e r , der bisher in Buchau amtierte, gewählt worden. — Aus Wien wird uns geschrieben: Ter Kaiser hat dem Bürgermeister von Czernowitz, Tr. S. We is selbe r g er, der bekanntlich von den Russen verschleppt wurde und viele Monate in russischer Gefangenschaft zngebracht hat, den Adel verliehen. Ter neu geadelte Bürgermeister ist int Jahre 1867 in der Bukowina geboren und entstnnunt einer alten jüdischen Großgrundbesitzersfamilie. Frau Jules Gphroussi in Paris hat für wohltätige Zwecke 400 000 Frcs. gespendet, davon 50 000 Frcs. für jüdische Wohltätigkeitsanstalten. - Tie Baron-Hirsch-Stiftnng „3ca" befindet sich, wie man ans London berichtet, in einer kritischen Lage. Infolge des Krieges hat die Berwaltung dieser großen jüdischen Kolonisationsgesellschaft Schwierigkeiten mit ihren Geldern, die in Papieren festaelegt sind. Man hätte gern in Amerika einen Hilfsfonds ausgebracht: mit Ausnahme von Jakob H. Schiff, der 100 000 Dollar gab, hat sich jedoch keiner der jüdischen Millionäre erweichen lassen. — In Smvalki wurde nach der „Gazeta Polska" die allgemeine Schulpflicht einaesnhrl. Alle Schulen unterstehen staatlicher Aufsicht. Jede Religionsgemeüide dt verpflichtet, für ihre Jugend zu sorgen. Bon den schulpslichtigeif Kindern sind 800 Katholiken, 900 Juden und 65 Protestanten. — Ans New Port lvird gemeldet: Zum Andenken an Professor Schechter soll ein neuer Lehrstuhl an Iüdisch>-T.H eolvaischen Seminar von Anierika errichtet werden. Zn diesem Zwecke ist die Sammlung einer Summe von 100 000 Dollar eingeleitet worden. - Rüther S n l z berger lvar anläßlich seines Rücktritts als Präsident des (Berichtes in Philadelphia der Gegenstand zahlreicher Ehrungen. - - Das Ergebnis des vom Präsidenten Wilson angesetzten I n d e u h i l f s t a g e s am 27. Zannar lvar 2 Rlillioilen Dollar, welcher Betrag für die jüdischen Opfer des europäischen Krieges verwendet lverden soll. Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Florastraße 58. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Juri ge, Berlin-Friedenau. Druck und Verlag von Rudolf Mosse.

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