Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 79 (1915)
- Issue
- Heft 37 (8.9.1915)
- Date
- 1915-09-08
- Page
- Seite 5 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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5 n beux Vater tzt und isorisch erliner ckichkeit bereit Hause, sselben;>cit ein lse der r sachchtszeit M si>r x Axxtt und Elterxxnch in n wir ux Zeit rdenen ttr die greifen hxvereu erlitt." 'r schied ibbiner m von nnerni'gkeit tlicher, itglied xd Ansegenszanzen ld die ed des me an : einer itz war in den mtschel . durch bitrcT) : Persern eint des ceiherr -dneter txnann l-e Absä uxtld aus önnen, Bankier Bankier nd> gex und Rübbinersewinar in Paris ^besucht, Xvirkte als Rabbiner zuerst in Lauterburg, spater in Brunxath, von wo aus er auch gleichzeitig an dem früher hier befindlichen Nabbinersem-inar als Lehrer der Exegese tätig war; bis 1900 war er sodann Oberrabbiirer in Metz, in welchem Jahve er hierher berufen wurde. Als an Stelle des Landesausschusses der elfaß-lothringische Landtag trat, wurde er als Pertreter der drei Konsistorien in die Erste Kammer gewählt; er gehörte außerdem unter anderem dem Bezirksunterrichtsrat nnb dem Armen rat der Stadt Strnßburg an und war Ritter des Roten Adlerordens vierter und des Krönenordens dritter Klasse. Grsterreich-Angarn. z. Prag, 3. September. Der hier erscheinenden „Selbstwehr" wird ans Chicago geschrieben: Nachdem Spanien für Hunderte von Jahren für die Juden geschlossen war, ist es jetzt geöffnet worden. In kurzer Zeit wird erwartet, daß Tausende von Juden, die auf dem Balkan und in den vom Kriege betroffenen Ländern leben, der amtlichen Einladung folgen und nach Madrid zurückkehren werden. Die Tatsachen wurden. .jetzt bekannt, - als eine Reihevon Briefen, - die Juan Riano, der spanische Gesandte in den Vereinigten ^Staaten, mir Louis Fr i e d nfa nn aus New Port, dem Urheber dieses Planes, gewechselt,hat, durch Oskar S. Strauß, den früheren amerikanischen Botschafter in Konstantinopel, der Berössentlichung zugänglich gemacht wurden. Herr Friedurann legte dar, daß das jüdische Handelstälent Spanien in den. Vordergrund des Handels-von Südamerika bruxgen könnte, und er erhielt eine geneigte Antwort vom spanischen Gesandten Juan Riano. Eine Korrespondenz mit der spanischen Regierung folgte, und dann kam die Ankündigung durch Juan Riano, daß Spanien bereit sei, die Rückkehr der Juden willkommen zu heißen und ihre Gleichheit mit den anderen Rassen anzuerkennen. Herr S trauß setzte zuerst dem Antrag einen Dämpfer auf, indem er Herrn Friedmann erklärtes daß die Zustände in.Spanien nicht derart seien, die.Rückkehr der Juden zu rechtfertigen, und daß dort noch ein großes Vorurteil gegen sie herrsche. Die gesetzlichen Unterschiede zwischen Juden und Christen seien nicht abgeschafft Worden. Aber es verlautet, daß er sich später mit Mr. Friedmann und Juan Riano verständigte und mit ihnen arbeitete, bis der Erfolg erreicht war. Der Plan reicht ans den August 1913 zurück, als Mr. Friedurann Spanien wegen dieses Vorschlages sondierte. Er schlug eine Konferenz des Klerus vor, damit die Kardinale und politischen Führer über die Ratsamkeit der Rückkehr der Inden unter der Bedingung gleicher Bürgerrechte entscheiden. Das spanische Kabinett antwortete bis jetzt ausweichend. Als nun der Krieg ausbrach, kam Al n x N o r d a u nach Madrid als Flüchtling aus Frankreich. Mr. Friedmann veranlaßt^, daß die spanische Regierung Nordau zu einer Besprechung aussorderte, und in einem Briefe an die spanische Gesandtschaft zeigte er, daß die Rückkehr der Juden nach England im 17. Jahrhundert dieses zu beut führenden Handelsvolke der Well machte. Er behauptete, daß die Inden von Griecheulaxxd, Saloniki Und'Rußland itui> auch jene, die der spauischen Sprache kundig siud, die Aufnahme in Spanien verdienen, indent er nachdrücklich darattf hinwies, daß dies der einzige Weg sei, den spauischen Handel ]\\ Xv ecken. lim dieselbe Zeit schrieb er an Mr. S t r au ß und legte ihm dieselben Leitgedanken vor. Er zeigte vor allein, daß die jüdische Einwanderung tticht nur dem spatiische-n Handel ltutzeu, sondern auch die Leiden der Juden in den Kriegsländern Europas erleichtern würde. Tann folgte ein ausgedehnter Briefwechsel zwischen Mr. Friedmann und dem spanischen Gesandten. Dieser endete mit der Erklärung der Gesandtschaft, daß der Beschluß der Vertreibung der Juden aus Spanien nicht länger in Kraft sei. s Ent Schwei-. 'dhoses Kom ein ms. ld An- Kow lassene Rab- > f l, ß - - Ent. de vor Grusi x i. E. x das M. E. Luzern, 1. Septeruber. Vor kurzem ist in der Schweiz der Grund gelegt worden zu einer jüdischen, Xveltunxspauuendeu Organisation, «die augenblicklich bernseu ist, die seelische Not von Tausenden von jüdischen Kriegsgefangenen zu lindern, und der auch in Zukunft, solange der ewige Weltfrieden nicht errxlxxgeu und Israel sich in der Diaspora befindet, diese Aufgabe znfallen .wird. Diese Organisation nennt sich der „Der Rote Mögen David"; sie ist bestrebt, für die Heilung der Wuudett, welche den jüdischen Seelen in dexx Gefangenerxlagerxx geschlagen werden-, alle ihr zu Gebote stehenden Mittel anznwexxden. In der Schweiz, denx Geburtslande des Noten Kreuzes, sollte auch der Gedaxxke des Kloben Mögen David geboren lverdeu. Alöge dieser Gedanke in allen jüdischen Kreisen ebenso großen Anklaugstiuden, wie 'der voxn Rotexx Kreuz in allen Alexischeuherzeu es verxxxocht hat. Weit davon entfernt, ixx irgendeiner Weise eine „jüdische hxxiere Mission" treiben zxx wollen, lvird der Rote Alogeu David nur die seelische Not derjenigen Kriegsgefangenen zu lixxderxx sxlchen, xoelche diese selbst exxxpfindeu. Mag dieselbe sich bei vielen axxch nur äußern ixx den schxvächsten religiösexx Reguxigeu, deren eixxe jüdische Seele xxoch fähig ist. Und deshalb ist das Werk des Roten Mögen David eixx jüdisches Liebesxverk, das an alle jüdische Herzen appelliert. Wie der Rote Mögen David zu xoirkexx gedenkt, geht aus feinen Statuten hervor, xoelche voxxx Zentralkomitee bereits herausgegeben sixxd uxid jetzt überallhin an solche Männer verschickt xoerdexx, voxx dexxexx es amxehxneu darf, daß sie den in ihren Lüxxderxx zu gründexidexx Landeskonxitees bei treten Xoerdexx. Von MH und ssern. Zn Leutnants Xvnrden befördert: Paul P r a g e r , XXUchtsauxoalt Brxxxxo A p t, Offizierstellvertreter Fabrikant Walter C a l l in a ix n - Berlin, Rechtsauxvalt Herrn. Al ende 1 s o h rx - Gießexx, Paul L i e p - ux a n n - Hannover, Erich A d a ux - Thoru, Exxftl F r i e dm a xx n nnb August Herz - Alüxxcheu. — Dein Rechtsaiuvalt Dr. Arno R o g o xo s t i - Berlin, zurzeit Zxxgsührer bei einer Kraukentransportnbteilnxxg, ist das Königlich Sächsische Erinnerxmgskreuz verliehen Xvordexx. — Den Charakter als Geheimer Sanitätsrat habeix erhalten die Saxxitütsräte Professor Dr. Jsmar Boas, Dr. Lndxoig Hahn und Dr. Benno Holz-. Den Ti lex Sanitätsrat haben erhalten die praktischen Aerzte Dr. Leopold D a xx e.l i n s, Dr. Lndxoig E h r l i ch, Tr. Konrad Samuel E n g e l, Dr. Ferdinand G r ü n b n u ux, Dr. Hugo H e y m a n n, Dr. Ja'tob Joseph, Dr. Heinrich L e v X), Dr. Moritz S ch a e f e r, Tr. Sieg-, srxed T a r r a s ch - Groß-Berlin. — Für das Al ä d ch e n st i f t , Lothringer Straße 16, das unbemittelten jüdischen Alädchen unentgeltlich hansxoirtschastliche Ausbildung uxxd Unterhalt bietet, sind' Anmeldungen mit Schuleutlassnugszeuguis bis Ende dieses Alouats einzureieheu. - Aus Buk xoird xxus geschrieben: In Dortmund verstarb der Kaufmann H e r ux a xx n R a p h a e l in seinem 3.^. Lebensjahre. Die Leiche xvnrde xxach hier übergeführt und aus denx ji'ldischexx Friedhofe beigesetzt. Eixx unübersehbares Trauergefolge hatte sieh eixxgesnnden und zeugte Vau der großen Beliebtheit, die der Verstorbene allenthalten genosseix hat. - Bei der Unterbringung jüdischer Arbeiter ans den besetzten Teilen Russisch-Polens, eircer Ansgabe, die aus einer Reihe von Gründen recht schxoer ist, ist es gelungen, in Tangermüxxde -'20 Arbeitern in der Zncterindnstrie Beschäftigung zu verschaffen. Die Arbeiter sind nach ge trofsener kontraktlicher Bereinbarnxxg am Sabbat und den jüdischen Feiertagen von der Arbeit dispensiert. Herr Lehrer W e r t h e i m e v in Heldenbergexx, der noch ixx vollenx Uuxfaxxge seines Amtes waltet, feierte am -6. August sei neu <sö. Geburtstag. Was Herr Wertheimer seiner Farxxikie, seixxer Gexn-einde, seiuexx Kollegen uxxd Freuxidexx ist uxxd txniner gewesen, fand vor zxvei Jahrexx gelegentlich seixxes 50jährigen Axixtsjubiläilxxxs ergreifendeu Axxsdruck. Der Israelitische Lehrervereiu ixxx Großherzoglxxxn Hessen verehrt ixx ihxxx seiuexx Alitbegrü'xxder, seinen tatkräftigexx, langjährigen Borsitzeilden nnb jetzigen Ehrexxvorsitzexxr cn. Möge es Herrn Wertheixner vergönnt sein, noch eine lange Reihe voll Jahren in nxxgetrübler Gesundheit zu genießen. Erzherzog Franz Salvator hat als Generalxnspektor der freiwilligen Sanitälspslege denx Feldrabbiner Lorenz Adler, kr. Arinee-Elappenkoxuixxandv, für Verdienste auf diesem Gebiete das Ehrenzeichen Klasse voxxx Roten Kreuz xxxit der Kriegsdekoration verliehexn Das jüdische „Lexxxberger Tageblatt" hat xxach der Wiedereroberung Lembergs xvieder ixx denx früheren Umfange zu erscheiuexx begonrxexx. Wie aus PrzexxU)sl berichtet wird, ist rer dortige Oberrabbiner Gedaljah Schmelkes, der allen Kriegsxxöten trotzend, bis zuletzt auf feinem Posten ausharrte, kurz vor der Räxxxxxung der Feftxxngdxxrch die Russen aber xxach Lexxxberg mitgenvxnxnen Xvnrde, nunmehr aus der befreiten Hauptstadt in seine Gexxxeinde zxx.rückgetehrt. Cr xvnrde von feixten Gexneindetindern mit* ein sieggekrönter Held xxxit allen Ehrexx und voller Begeisterung empfaugen. Aus Lugano xoird gemeldet: Der Acinister für die „erlösten Gebiete", Barzilai, ist mit seinem Sekretär ins Laub .seines Wirkllngskreisesabgereist. — A n Stelle des verstorbenen Lords Rothschild ist, xvie ans London gemeldet xvird, dessen jüngerer Bruder Leopold de Rothschild zuirx Pr-üsidenlexx der. Bereinigten Synagoge xx gexoählt Xvordexx. — An sämtlichen jüdischen Schulen der