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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1915-02-12 · Heft 7 (12.2.1915) · p. Seite 84

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
79 (1915)
Issue
Heft 7 (12.2.1915)
Date
1915-02-12
Page
Seite 84 (sequence 12)
Language
German
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84 bringe». Wenn es mich das Rechte wäre — es ließe sich doch nicht! erzivingen!"! Ter andere: „Ter Lnbbnl und die spräche, dos sind die Wunder des geschicht- : iichen Aienschrntnms. sie sind die Erlöser des Geistes und des! Körpers und hebe» hinaus über die Tierähnlichkeit des Menschen in ein neues, mir den Menschen eigenes Dasein." i Aber vieles ist sehr hübsch, namentlich die feinen Natnrbetrach- - tungen, die ivarme patriotische Gesinnung, die wahrhaft ethische! Uebrrzeiigmig. die Bemchimg kleinster Vorgänge und Beobachtungen j zu einer ernsten Blahnnng. Das Büchlein ist also durchaus zu loben, nur hatte der Herausgeber die Unart lassen müssen, in manche Sprüche Auerbachs eigene kleine Zusätze in Klammer einznsügen. L. G. * T er 9c a p o l c o lt i s ch e (5 r l n ß v o n 1 80 8 wegen der Bor- und Zunamen der Juden und seine Ausführung in Worms. Bon Mar Levy, Worms. 1014. Buchdrnckerei Eugen Kranzbühler lGebr. Euyrim), Worms. Eine interessante Studie, die etwas mehr enthält, als der ausführliche Titel besagt, denn es werden .auch Anj naben über Alter und Beschäftigung der damaligen Wormser j ^uden gemacht, In Beziehung ans das erstere ist zu bemerken, daß J das älteste männliche Mitglied der Wormser Gemeinde 85, das ältefte weibliche 84 Zähre alt war. Zn bezug ans das letztere sei hervorgehoben, daß die meisten Mitglieder dem Handelsstande angehörten, > und daß es nur wenige Handwerker, 5 Metzger und etwa ebensoviel? Bertreter anderer Gewerbe, gab. Was nun den Hauptinhalt der j Schrift anbetrifft, so erlies; Napoleon am 20. Znli 1808 ein Edikt I des Inhalts, das; die Juden Bor- und Familiennamen annehmen! müßten. Dieses Gebot traf die Wormser Juden nur in geringem! Grade. Denn während in vielen Teilen Deutschlands die Juden sich nüt Bornamen biblischer Herkunft begnügten und an diese die Vatersnamen fügten, führten die Wormser Juden neben ihren biblischen Vornamen solche Namen, die Herkunst oder Beschäftigung andeuteten. Sie behielten also auch nach dem Edikt diese Namen bei, nur einige benutzten die Bergünstignng, indem sie Jvsua in Zeau, Amschel Lob in August Ludwig, Manasse in Marc, Liebmann in Leonhard ver-! lvandelten. Die Frauen machten in größerem Umfange von den;! Rechte Gebrauch, ihre Bornamen zu ändern, und so schwanden viele j alte Namen, die sich auf althebräische .Bibelnamen zurückführeu ließen j oder romanischen oder altdeutschen Ursprungs waren. Die Trägerinnen der Namen Fraedge, Gütel, Zendle, Kehle, 9RemmeL, Prendel, um nur einige zu nennen, tauschten diese in schöner klingende französische: Fran^oise, Antoinette, Zulie, Eatherine, Marthe, Zeanne, um. I.. 6. Mchrremlsuk. Besvrechnng der Bücher Vorbehalten. Zurücksendung der Bücher findet in keinem Falle statt. Indicatorul Saronolui de M. Schweig, Directorul ziarolul „Curiehil israelit“. 1015. Publicatiunile soc. Culturale „Saron“. Untersuchungen zur rabbinischen Lehre von den falschen Zeugen. Bon Rabbiner Dr. Z. Horovitz. Frankfurt a. M. Z. Kauffmaun 1914. Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden. Berlin C 2., An der Spandau er Brücke 15. Schriftleitung: Dr. Bruno Blau, Berlin. 10. Jahrgang. Nvoember/Dezember 1914. Heft 9k. 11/12. Kriegspredigten, gehalten in der Gemeinde-Synagoge am Börne- Platz von Rabbiner Dr. 9t. 9l. Nobel, Seelsorger der Garnison Frankfurt a. Main. Zweite Folge: Der Tag des Kampfes. 1915. Verlag von I. Kauffmaun, Frankfurt a. Main. Reden aus ernster Zeit von Rabbiner Dr. M. Lev in in Wreschen. Der Reinertrag ist für Zwecke der Kriegsfürsorge bestinnnt. Preis 1,25 Mart. Berlin 1915. Buchdruckerei Jtzkowski. Societatae Culturala Saron, Bucuresti. Coiitributiuni la filosofia istoriei eureesti de Dr. J. J. Niemirower. Pretul 15 bani. Bucurosti, „Tip. Progresul“, Str. Isvor 56. Nr. 2. Franees Külpe, Ring. 99cünchen und Leipzig bei Georg 99tüller 1914. 9t. Z. Die talmndische Pädagogik als Wegweiser. Für Schule und Haus im Lichte der Gegenwart dargestellt. Von I. Ster. Breslau. Selbstverlag des Verfassers. 1915. Schriften der Lehranstalt für die Wissenschaft' des Judentums. Bd. III. Heft 1—3. Die Kämpfe Gottes. Von Lewi ben Gerson. Uebersetzung und Erklärung des handschriftlich revidierten Textes von Beuzion Kellermann. Erster Teil. Berlin, Mayer u. Müller 1914. Halb-Asien, Land und Leute des östlichen Europa. Erster und zweiter Band. Kart Emil Franzos. Aus Halb-Asien. Kulturbilder aus Galizien, der Bukowina, Südrußlaud und Rumänien. Fünfte Auflage. Stuttgart und Berlin. I. G. Eottasche Buchhandlung Nachfolger. Schriften der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums. Band IV, Heft 1 u. 2. Babylonische Geonim im nachgaonäischen Zeitalter, nach handschriftlichen und gedruckten Quellen von Samuel Poznanski. Berlin. Mayer u. 9Nüller 1914. Gottesdienstliche Vorträge während der Kriegswochen des Jahres 1914 von Dr. Salomon Stein, Distriktsrabbiner in Schweinfurt. Verlag von I. Kauffmaun, Frankfurt a. M. Druck der Fr. I. Reichardts Buchdruckerei, Schweinfurt. Ergänzungshefte zur „9t'cuen Zeit" Nr. 20 1914/1915. Ausgegeben am 30. Oktober 1914. Rasse und Judentum. Bon K. Kautsky. Herausgegeben von der Buchhandlung Vorwärts Paul Singer G. m. b. H., Berlin, für den Verlag I. H. W. Dietz 9iachf. G. m. b. H., Stuttgart. Unser Kaiser. Ein Eharakterbild in 15 Kanzelvorträgen zu seinen Geburtstagen 1900—1914. Von Dr. Joseph Norden, Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Elberfeld. Elberfeld 1915. Verlag Fr. 9t. Heß. Die Malkhijot R. Jochanau ben Nuris. Von Rabbiner Dr. Ludwig A. Rosenthal (Berlin). Sonderabdruck aus „Festschrift zum 70. Geburtstage Dr. Hofsmanns". Berlin 1914. The Teachers Institute of the liebrew Union College, Cincinnati. The Hanuikah Festival. Outline of lessons for teachers by Rabbi Tonis Grossmann, D. D. Principal of teacher s Institute. Cincinnati. The teacher’s Institute of the liebrew Union College 1914. Zur Erinnerung an den Referendar David Schlesinger, gefallen im Kampfe für das Vaterland am 12. November 1914. 23. Marcheschwau 5675, von Dr. L. Munk, Provinzialrabbiner in Marburg. Frankfurt am Main 1915. Verlag von I. Käussmann. 'Kriegsabenteuer aus alter Zeit. Kriegsgeschichten, Herausgegebeu und eingeleitet von Kurt Pinthus. 9Rit 17 Bildbeigaben. München, bei Georg Müller, 1915. P r e d i g t e n und Gebet e zur Feier des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm II. im Kriegsjahre von Lion Wolfs, Prediger der Synagogengemeinde Tempelburg i. P. Tempelburg i. P., Verlag von Eugen Manch. Festpredigt, den verehrlichen Bezirksgemeinden zur Verlesung an Kaisers Geburtstag 1915 zngesandt, von Dr. Pinkuß, Bezirksrabbiner. Ansprache, gehalten am Bitt- und Bettage, Samstag, den 8. August 1914, in der Synagoge zu Heidelberg, von Dr. H. P i n k u s;, Bezirksrabbiner. Auf vielfaches Verlangen gedruckt. Der Ertrag ist für die Verwundeten bestimmt. Lprechlssl. In 9k. 52 der A. Z. d. I. behandelt Rabb. I. Friedmann (Lnblinitz) den Stein im Heiligtnme und deutet ihn als Symbol. Gegen diese symbolische Deutung läßt sich wohl nichts eimvenden, doch ist die Sache nach Tosefta Iowa III 6 noch einfacher. Tort heißt es ausdrücklich rvSl? 11D3 jn» DU iTH ilS'NNDU „Früher (tm ersten Tempel) stand darauf die Bundeslade." Der t e i n lv a r also ursprünglich der Sockel der B u n d e s l a d e. Nach der Entfernung der Bundeslade erbte der Stein, auf dem sie geruht, ihre Heiligkeit. Jetzt ist ohne Symbolik verständlich, warum dieser Stein der Grundstein der Welt genannt wird, weil er als Vertreter der Bundeslade galt. Ob die ursprüngliche Benennung rpfittf mit dem hebräischen Wort nrivT (nach Kohut Aruch ']) jygp) zu sammenhängt oder nur nachträglich so aufgefaßt wurde zur Deutung als Grundstein, ist damit nicht geklärt. Eine Ableitung von hostia Schlachtopfer findet sich bei Friedländer (Gesch. d. jüd. Apologetik S. 380), der auch einen annehmbaren Zusammenhang zwischen diesem „Stein" und dem Mythus vom Eselkultus bei den Juden zu finden glaubt. Ter spätere 9Nidrasch (zu Kohelet 3, 11) erzählt, daß auf dem Stein Schetija der Name Gottes (Schen hamesorasch) eingegraben war. Prof. Dr. G. S ch w a r z.

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