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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1914-08-21 · Heft 34 (21.8.1914) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
78 (1914)
Issue
Heft 34 (21.8.1914)
Date
1914-08-21
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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Budapests sich erholt Hutten, der Kriegsverwaltung zur Verfügung zu stellen. Es haben du 200 Verwundete Platz. — Tie Mitglieder der jüdisch-nationalen Verbindungen in allen ö st erreichi scheu Universitätsstädten sind fast vollzählig zu ihren Regimentern eingerückt. Tiejeuigeu von ihnen, die nicht wafsenpflichlig sind, Huben sich als Freiwillige gemeldet. Tie jüdischen Studenten Huben überall gebeten, in d e r T r o n t g e g e n B u si l a n d kämpfen zu dürfen. Tie Behörden erfüllen, soweit die militärischen Interessen dies zulassen, diesen Wunsch der jungen Inden. Bcun schätzt die Zahl der Juden, die im österreichisch-ungarischen Heere, in Landwehr und ün Landsturm sowie in der Marine unter Waffen stehen, uns ein kriegsstarkes A r m e e k o r P s. Von Ash und Fern. Ter j i't d i f eh e I n r n v e r e i n B a r K o ch b u Hut an seine Mitglieder einen Aufruf verschickt, in dem alle, die noch nicht einberufen sind, uufgefordert werden, sich freiwillig dem Baterlande zur Verfügung zu stellen. Wer nicht als Soldat angenommen wird, hat sich dem Sanitätsdienst oder der Erntearbeit zur Verfügung zu stellen. — Tas Präsidium des Kartells j ü d i s ch e r V e r bindu ilge n hat einen Aufruf an seine Mitglieder erlassen, sich ausnahmslos in den Tienst des Vaterlandes zu stellen. Bereits vor Vetanntlverdeu des Ausrufes haben sich aktive Mitglieder, soweit sie nicht als Reservisten einbernsen waren, fast vorzählig als Kriegsfreiwillige gemeldet. - - Tie Grostloae für Deutschland VIII U. 0. 13. R. hat dem Roten Kreuz 5000 Mark für Hilfeleistung im gegenwärtigen Kriege überwiesen. —- Tie Gesellschaft der Freunde hat dem Magistrat 4000 Mark für die Angehörigen der zur Fahne Einberufenen, wie für das Rote Kreuz nbernnesen, ebenso der Brüderverein. - Das o sraeliti s ch e K r a n k e n h e i m der Ehelvra Kadi sch o der israelitischen Tynagogengemeinde (Adasi Iisrvel) zu B erlin, Elsässer Straße 85, hat dem Kriegsministerinm unbeschadet der Fortführung seines bisherigen Betriebs — 25 Betten zur A u f n a h m e v o n V e r w u n d e t e n zur Verfügung gestellt. Ferner hat das Krankenheim einen 3 a m ariterkn r } n s für Frauen und junge Blädchen eingerichtet, für den Anmeldungen in so reicher Fahl eingegangen sind, daß bereits fünf Abteilungen eingerichtet werden muhten. - Ter B e r e i n d e r W e st p r e u st e n (Vorsitzender Herr Gustav W o l f s) hat der Berliner jüdischen Armentommission 7000 Mark für Kriegsunterstütznng, vornehmlich Landsleute, deren bedürftige Familie und besonders Kinderfürsorge, zur Verfügung gestellt. — Tie O x c n ft ein u. Kopp e l — A r t h u r Koppel A.-G. hat beschlossen, dem Roten Kreuz für dessen Zwecke 50 000 Mart zu überweisen sonne das mit 55 Betten ansgestattete Erholungsheim in Blankenburg a. Harz und ferner drei Stockwerke ihres Geschäftshauses Berlin, Mvckernstr. 121, zur Verfügung zu stellen. Tie Gesellschaft hat ferner beschlossen, während der Tauer des Krieges an die Familien der zum Heeresdienste einberufcnen verheirateten Arbeiter die gleiche Unterstützung, wie sie solche von Staats bzw. Reichs wegen erhalten, weiter an die Familien der zum Heeresdienst einbernfenen verheirateten Beamten, soweit sie nicht leitende Posten bei der Firma bekleiden, 25 vom Hundert ihres Gehaltes weiter zu zahlen. --- Ter Berliner Verein zur Bekleidung armer jüdischer Kinder erklärt sich zur Annahme von Kleidungsstücken jeglicher Grosze und jeglicher Art (auch getragener) bereit, um das durch den Krieg hervorgerufene Elend ohne Unterschied des Alters und der Religion lindern helfen zu können. Annahmestelle: das Bureau des Vereins zur Bekleidung armer jüdischer Kinder, Büloivstraste 105, Gartenhaus. Telephon: Lützvw 3442. — Der kürzlich verstorbene Julius Rodenberg hat der Stadtgemeinde Berlin testamentarisch ein Vermächtnis von 25 ooo Mark zu gewendet mit der Maßgabe, das; die Zinsen zur Unterstützung mittelloser studierender der Universität Berlin Verwendung finden sollen. Ferner hat er letztwillig ungeordnet, das; seine Bibliothek der Berliner Ttadtbiblivthek und seine Bilder und Porträts von Zeitgenossen dem Märkischen Provinzial- Museum übereignet iverden. Ter Magistrat hat in seiner letzten Sitzung die Zuwendung mit Tank angenommen. In dem Orte Szillen (Ostpreußen) lebt eine jüdische Witwe, Frau 3. Guttmnnn, von der acht 3 vH ne zur Verteidigung des Vaterlandes ins Feld gezogen sind. Ein neunter 3ohn, der auch militärpflichtig war, ist vor kurzem erst gestorben. — Lieben Söhne und einen Schwiegersohn hat die Witwe Iaevbus in Zempelbnrg ins Feld geschickt. - Tie E h e w r a K a d i s ch a der Synagogengemeiude Strehlen übergab dem Landrat des Kreises 1000 Mark zur fidni Verfügung für vaterländische Zwecke. - - Herr Stadtrat I. Iastrow in Rvgasen feierte kürzlich seinen achtzigsten Geburtstag. Tie städtischen Körperschaften ernannten ihn in Anerkeunnug seiner 42jährigen treuen Dienste als Stadtverordneter und Magistratsmitglied zum „Stadtältesten" und überreichten eine entsprechende künstlerische Urkunde. — Ans Lissa i. P. wird uns geschrieben: Am letzten Sonntag beging das Bl. K a l m u s'sche Ehepaar das Fest der goldenen Hochzeit in körperlicher und geistiger Frische. Mittags erschienen zur Gratulation eine Abordnung des Kriegervereins und eine Deputation der Synagogengemeiude. Fm Namen des Königs überreichte Rabbiner Tr. G e l l e s die Echejubiläumsmedaille. -- Ter Vorstand und die Repräsentauteuversammluug der Synagogeng e m e i n b c G l o g a n haben beschlossen, dem Roten Kreuz ans Gemeiudemittelu 500 Mark zurzeit zu gewahren. — Tie H a m b u r g e r T e u t s ch -Israelin s ch e Gemeinde hat vorläufig 0000 Mark je zur Hälfte dem Roten Kreuz und der Hamburger Kriegshilse zugelvendet. — Tie deutsche Sammelstelle des jüdischen Nationalsonds in Köln, Hansahans, Friesenplatz, bittet uns mitzuteilen, das; die für diesen Zweck gesammelten Spenden ausschließlich an folgende Adressen unter der Bezeichnung' „Hilfswerk des I. N. F. für die Pflege verwundeter Krieger in Deutschland" eiuzusenden sind: 1. Deutsche Bank, Filiale Köln; 2. Bankhaus Sal. Oppenheim jr. u. Eo„ Köln. Tie eingegangenen Gelder werden dem Roten Kreuz überwiesen loerden. — Tie jüdische Gemeinde in Elberfeld beschlos;, bedürftigen, zum Krieg einbernfenen jüdischen Soldaten 15 Mark Bvrschlagnngskosten und Gutschein für Stiesel und zwei Paar Strümpfe sowie den Frauen vorläufig monatlich 10 Mark und für jedes Kind 5 Mark zu gewähren. - - Tie Synagogengemeiude Dortmund hat für Zwecke des Roten Kreuzes 3000 Mark gestiftet. — Die jüdische Gemeinde in Witten spendete für vaterländische Zlvecke 1000 Mark. Ein vom Lehrer der Gemeinde, Herrn Mar Mayer, verfaßtes patriotisches Gebet fand in jüdischen und christlichen Kreisen freundliche Aufnahme. - Zn Pforzheim haben sich, wie der „Fränkische Eonrier" in Nürnberg meldet, achtzehn jüdische Patrioten freiwillig iit das Heer einstellen lassen, darunter «ein Baker von sechs Kindern. ~~ Herr Geheimrat N a t h a n, Ehrenbürger der Stadt Fürth, spendete 1 00 00 0 Mark für Kriegslazarette und ZU Unterstützungen von Familien der Kriegsteilnehmer. . Tie israelitische Erziehungsanstalt zu Ahlem bet Hannover hat eins ihrer Häuser, das Platz für 100 Betten enthält, dem Roten Kreuz als Feldlazarett zur Berfügung gestellt. Tie Zöglinge der Anstalt haben sich zur Erntearbeit gemeldet, tonnten aber lvegen Ileberangebot nur oorgemertt werden. — Ans Mainz wird gemeldet: Hiesige jüdische Vereine bewilligten für das Rote Kreuz folgende Beträge: der Waiseuverein für die israelitische Gemeinde 5000 Mark, der Israelitische Krankenpstegeverein der Aeltere in Mainz 5000 Mark, der Israelitische Franeu- Pslegeverein 2000 Mark. — Nach dem statistischen Jahrbuch pro 1013 haben int Grostherzogtnm Baden an Staatsstenern pro 1913 bezahlt: 1. die Römisch-Katholischen rund 10 300 000 Mmt, oder bei einer Gesamtzahl voll 1 270 774 Kopsen pro Kops 8,10 Mark; 2. die Evangelischen rund 13 800 000 Mark, oder bei einer Gesamtzahl voll 821 320 Köpfen pro Kops 10,08 Mark; 3. die Israeliten rund 2 500 000 Mark, oder bei einer Gesamtzahl voll 25 890 Köpfen Pro Kopf 90,54 Mark. — Ans Stuttgart wird gemeldet: Am vorigen Donnerstag gingen unter Führung des Herrn Tr. med. Gustav Feldmann zehn jüdische Kratlkenschwestern zmil Tienst in der Front von hier ab. Tie israelitische Knltusgemeinde von Karlsbad hat beschlossen, für den Bedarfsfall dreißig Betten iin israelitischen Hospiz für Verwundete zur Verfügung zu stellen. — Herr A. I. Guggenheim ans Newport, der Zlirzeit in Berlin weilt, stiftete für die Hinterbliebenen der eingezogenen Krieger 20 000 Mark, um seinen Sympathien für Deutschland Ausdruck zu geben, nachdem er im Bürgersaal des Rathauses, an der Veranstaltung zil Ehren der Amerikaner teilgeuommen hatte. Herr Guggenheim ist Mitinhaber der bekannten Knpfersirma gleichen Namens in New?)ork. Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Florastraße 58. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Fahruländ er, Neukölln. Druck und Verlag von Rudolf Mosse in Berlin-

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