Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1914-06-19 · Heft 25 (19.6.1914) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
78 (1914)
Issue
Heft 25 (19.6.1914)
Date
1914-06-19
Page
Seite 6 (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3224737-3229123-3229149--70514-3282863
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

6 beleidigend für das Judentum und seine Anhänger waren, sorgte der Bischof Dr. Bertram, an den man sich beschwerdeführend gewandt hatte, dafür, daß solche theatralische Aufführungen sich nicht wieder' holten. — Dem Ersten Vorsteher der Synagogengemeinde in Hallen. S., Herrn Jakob Hirsch, wurden anläßlich der Feier seines 60. Geburtstages von den Lertretungskörperschaften und ^en Beamten der Gemeinde herzliche Ovationen dargebracht. — Zu dem am 10. d. M. aus Anlaß der Kardinalerhebung des Erzbischofs Dr. Felix v. Hartmann im Dom zu Köln stattgehabten feierlichen Pontifikalamt hat Herr Rabbiner Dr. Frank vom Metropolitankapitel eine Einladung erhalten und ihr Folge geleistet. — Das Mitglied des Vorstandes der Synagogengemeinde Köln, Herr Landgerichsrat Josef Koppel, ist zum Oberlandesgerichtsrat in Köln ernannt worden. —- Infolge eines ausführlich begründeten Gesuchs der israelitischen Kultusgemeinde in Erlangen an den Stadtmagistrat gewährt dieser zu den Kosten des jüdischen'Religionsunterrichts vom 1. Januar 1915 ab einen jährlichen Zuschuß von 300 Mark, da hier eine öffentliche jüdische Volksschule nicht besteht. Unter gewissen Bedingungen steht auch der Aufnahme des Religionslehrers in die städtische Pensionskasse nichts im Wege. --- Einer reichen jüdischen Dame in Wien ist vor einiger Zeit auf eigentümliche Weise ein größerer Geldbetrag herausgelockt worden. Diese Dame hatte eine Gruft am jüdischen Friedhofe um die Summe voll ca. 3000 Kronen gekauft. Nun erschien vor kurzem ein Mann und überreichte ihr im Namen der jüdischen Friedhofsverwaltung die Rechnung über obigen Betrag, die die Dame anstandslos beglich. Es stellte sich aber bald heraus, daß sie einem schlauen Schwindel zum Opfer fiel, die Rechnung und die Unterschriften waren einfach gefälscht. — Der bedeutendste ungarische Dichter der Gegenwart, Josef K i ß, wurde in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste ans dem Gebiete der ungarischen Literatur vom Kaiser mit dem Komturkreuz ausgezeichnet. Josef Kiß, der vor kurzem seinen 70. Geburtstag feierte und aus diesem Anlaß in ganz Ungarn Gegenstand ungezählter Ehrungen war, ist ein überzeugungstreuer Jude, dessen Zugehörigkeit zum Judentum sich auch in seinen poetischen Werken ansdrückt. — Aus Paris wird uns geschrieben: Das Amtsblatt veröffentlicht die Liste der neuernannten Mitglieder des Obersten Agrikulturrates, zu denen auch drei Juden gehören, und zwar Ferdinand Drehs n s, der gewesene Dekan der juridischen Fakultät, Mitglied des Instituts Lhon-Caen, und Senator Paul Stra u ß. — Die russischen Behörden fahren fort, die Zugehörigkeit zum Zionismus mit Strafen zu ahnden, wie sie für die Teilnahme an geheimen, umstürzlerischen Organisationen vorgesehen sind. Der jüngste Zionistenprozeß spielte sich in Schitomir ab, wo 21 junge Leute unter der Anschuldigung, einer zionistisch^territorialistischen Verbindung anzugehören, auf der Anklagebank saßen. Vergebens mühten sich die Verteidiger, nachzuweifen, daß es eine solche Verbindung gar nicht geben könne, seitdem die territorialistische Partei der zionistischen schroff entgegenstohe. Alle Angeklagten wurden für schuldig befunden und zu Gefängnisstrafen von zwei bis drei Wochen verurteilt. — Unter dem Namen „Agudad Hamagen" hat.sich dieser. Tage in Palästina eine Art Schutzverband gebildet,, welcher den Zweck hat, einerseits alle von arabischer Seite erscheinenden Mitteilungen über Juden der jüdischen Bevölkerung zu vermitteln, andererseits allen falschen Berichten der Araber über die Juden durch ausklärende Literatur entgegenzutreten. Man hofft auf diese Weise ein freundschaftlicheres Verhältnis zwischen Juden und Arabern im Heiligen Lande herbeizuführen. — Wie „Jewish Chronicle" aus Buenos Aires berichtet, wurde daselbst anläßlich der letzten Parlamentswahl der jüdische Arzt Dr. Enrique D i ckmann mit erdrückender Majorität zum Abgeordneten gewählt. Dr. Dickmann kam im Alter von 17 Jahren aus Rußland nach Buenos Aires, nachdem er zu Hause das Gymnasium absolviert hatte. In seiner neuen Heimat widmete er sich dem Studium der Medizin und wurde im Jahre 1902 zum Doktor promoviert. Ein zweiter, gleichfalls aus Rußland stammender Jude, Samuel Cantor, der sich in Carlo Casares angesiedelt hatte, wurde jetzt zum Friedensrichter ernannt. Verantwortlicher Redaktenr: Albert Katz in Berlin-Pankow, Florastraße 58. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Fahrnländer, Neukölln. Druck und Verlag von Rudolf Mosse in Berlin. — Bei der Deutschen M i l i t ä r d i e n st - und Lebens- Versicherungsanstalt a. G. in H a n n o v e r waren im Monat Mai 1914 zu erledigen: 1444 Anträge über M. 3 905 500.— Versicherungs-Kapital. Von Errichtung der Anstalt (1878) bis Ende Mai d. I. gingen ein 497 743 Anträge über M. 813 197 945.— Versicherungs-Kapital. Die Auszahlungen an Versicherungssumme, Prämienrückgewähr usw. im Jahre 1913 betrugen oa. M. 15 000 000.—; die Gesamtauszahlungen seit Bestehen der Anstalt ergeben rund M. 173 000 000.—. Ter gesamte Vermögensbestand der Anstalt betrug am Jahresschluß M. 144 000 000.-. Ein verbessertes doppelttohlenfaures Natron, welches sich dilrch verfeinerten Geschmack und erhöhte Bekömmlichkeit auszeichnet, wird von der Firma Arnold Holste Wwe., Bielefeld, unter dem Namen „Kaiser-Natron" in schönen, sauberen Packungen zu 10, 15, 25 und 50 Pfennig mit -Zugabe von wertvollen Rezepten und praktischen Metallösfelchen (als Maßangabe) sowie Trinkbecher aus wasserdichtem Papierstoff in den Handel gebracht. „Kaiser-Natron" ist infolge seiner überaus nützlichen und vielseitigen Verwendbarkeit in Küche, Haushalt, zur Gesundheitsud Körperpflege usw. für jedermann unentbehrlich, und ersetzt manches andere teure Mittet, weshalb es mit Recht als gutes, billiges Nniversalmittel empfohlen wird. Beim Einkauf achte man auf die gesetzlich geschützte Marke „Kaiser- Natron" und die grünen Packungen; zu haben in allen besseren Geschäften, jedoch niemals lose. Bad Altheide, Grafschaft Glatz. Ein gesundes Herz ist die Hauptsache für den Menschen. Aber die Krankheiten dieses Organs sind so mannigfaltig und haben so große Störungen zur Folge, daß man schon frühzeitig darauf bedacht sein muß. durch geeignete Mittel vorzubeugen. Unter den Heilmitteln zur Gesundung des Herzens intb Vorbeugung von Herzkrankheiten steht ein Aufenthalt in Altheide obenan. Seine kräftigen Quellen, die freie, sonnige Lage zwischen Wäldern und Bergen üben eine wohltuende Wirkung aus Herz und Gefäße aus. Mau verlange den soeben erschienenen neuen Badeprospekt. Unwissende beurteilen heute noch den Wert des Essigs lediglich nach der Säure und finden einen Essig gut, wenn er ihnen recht in die Nase sticht. Wer aber guten Essig kennt, der weiß, daß mit einem Löffel Weinessig ein Braten oder eine Sauce sofort einen würzigen Geschmack bekommt, und daß in H e n g st e n b e r g s Essig eingemachte Früchte unendlich' viel besser schmecken und vor allem auch viel bekömmlicher sind, als wenn mau gewöhnlichen oder gar Kunstessig verwendet. Blutarmut, Bleichsucht and Nervenleiden seit über 30 Ja-hren ärztlich erprobt ist Dr. med. Pfeuffers Haemoglobin in Form von Extrakt, Pastillen und Tabletten ä M. 1.60 u. 3 — Dr. Pfeuffers Ne rventat letten (Haemoglobin Lecith.) M. 8.— Zu beziehen durch alle Apotheken. Man verlange frische Ware. i Dr. med. Pfeuffers Haemoolobinfabrik, München, Auenstrasse 12.« RAH UAR7RIIRG Iiöhrs Hotel u.Pens. Kais. Auto-Club u. AI lg. dt. DnU nftFiLDUnu Automobil-Club. Vorn.Fam.-Hotel I.R. an d. Hauptallee, 2 Min.v.städt.Solbade u. Kurplatz. Eig. gr.sehatt.Park, Verand., Baik. Musiku. Lesezimm. El.Vestibül. Renomm.Küche, ff. Weine. Eig. Automobilverk. Omnibus a. Bahnhof. Autogarage. Voru. Nachsais. Preisermäss. Bes. Fritz Bttrclil. iBad Neuenahr f O Hervorragende Kurerfolge bei: Magren-, Darm-, lieber-, Gallenstein-, Nierenlind Blasenleiden, JJ Q Zuckerkrankheit, Gicht und Rheumatismus. Q Q Broschüren kostenlos durch Kur» u. Verkehrsverein E.V. O vornehm i f.WlEWER KÜCHtl HURßtMASSL KÜCHE. OlABETJSCHEKÜüar. GROSSE S PEISE SÄLE Wein-u.frühstück* ZIMMER. HERRLICH SCHÖNE Veranda. BEST GELEGENSTES | ETABLISSEMENT FDdS HOTEL steht J RITUELLER , AU FSICH1-. Herrlich SCHÖNE! UMMER mitfemsichtl F.F. PILSNER „URQUELL* . AICHENtR BlERj in-wusBndL ' kmamnumu/ -> Idan' hd See- und Sol- Pi dA PI Widi bad Kolberg Streng rituelles Restaurant u. Hotel, seit 37 Jahren weltberühmt n. anerk.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.