Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 78 (1914)
- Issue
- Heft 22 (29.5.1914)
- Date
- 1914-05-29
- Page
- Seite 5 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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5 liche und reinwissenschaftliche Werke enthält. Sie wurde mit einem Bestand von 2000 Bänden im Beisein der Bibliothekskommission der Gemeindevertretung und sonstiger Ehrengäste feierlich eröffnet. — Aus Frankfurt a. M. wird berichtet: Das neue Krankenhaus der israelitischen Gemeinde an der Gagernstraße, das an die Stelle des bisherigen Krankenhauses an der Königswarterstraße treten soll, wurde dieser Tage eingeweiht. Rabbiner Nobel hielt die Weiherede. Als Vorsitzender des Gemeindevorstandes sprach Justizrat Dr. B l q u allen denen, die am Gelingen des Werkes mitgearbeitet haben, den Dank der israelitischen Gemeinde aus. Iw Auftrag des Polizeipräsidenten, der durch einen Todesfall in seiner Familie am Erscheinen verhindert war, überbrachte Regierungsassessor Wehr die Glückwünsche der staatlichen Behörden. Er teilte zugleich mit, daß dem Vorsitzenden der Baukommission, Geh. Sanitätsrat Dr. Jaffe, und dem Leiter der inneren Abteilung, Dr. Günzberg., der Rote Adlerorden vierter Klasse, dem um den Bau verdienten Leopold Jgersheimer der Kronenorden vierter Klasse verliehen wurde. Im Namen der städtischen Behörden sprach Bürgermeister Dr. Luppe. Dann folgte die Festrede von Dr. Jaffe, der sich ein Rundgang anschloß. — In Heppenheini feierte Herr Abraham Sundh eim er in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 100. Geburtstag. Unter Den vielen Gratulanten war der Geheimrat Kreisrat von Hahn, der den Glückwunsch des Großherzogs überbrachte nebst einem Bild des Landesherrn mit eigenhändiger Unterschrift. — Aus Hagenau wird geschrieben: i Einer der besten Turner des Landes ist Herr Fernand Moch, Mitglied des hiesigen Turnvereins „Union". Gelegentlich des am Sonntag der Vorwoche in Erstein stattgehabten Turnfestes errang er den 1. Preis im Nationaltnrnen und den 3. Preis im Kunstturnen, was angesichts der sehr starken Konkurrenz auf ganz hervorragende Leistungen schließen läßt. Herr M!och besitzt schon eine ganze Anzahl von Auszeichnungen, die er sich bei früheren Veranstaltungen erworben hat. — Rabbiner Dr. Al l t m a n n aus Salzburg wurde vom israelitischen Kultuskomitee für Südtirol mit dem Sitze in Meran zum Rabbiner und Prediger gewählt. — In Wien starb der bekannte Geologe und Gelehrte Prof. Eduard S u e ß, eins der tätigsten Mitglieder im Verein zur Abwehr des Antisemitismus. — Wie aus London berichtet wird, hat der allgemeine Verband der Zeitungsherausgebex und Redakteure von Neuseeland, mit dein Sitze in New Plymouth, in seiner jüngsten Jahresversammlung den Redakteur Mr. Phineas Selig zum Verbandspräsidenten wiedergewählt. Mr. Selig, der vor längerer Zeit aus Rußland eingewandert ist, genießt nicht nur als Publizist, sondern auch als Organisator großen Ruf, und die Modernisierung und Entwicklung der Presse in Neuseeland werden hauptsächlich als sein Werk bezeichnet. — Die getausten Juden in Rußland werden jetzt, wie aus einem Erlasse des Charkower Gouverneurs hervorgeht, unter ständige Polizeiaufsicht gestellt. Die Polizei hat die Pflicht, genau zu beobachten, ob diese getausten Juden wirklich nach den christj lichen Religionsgesetzen leben, da die Behörden den Verdacht schöpfen, daß diese Getausten ähnlich wie die Marannen seinerzeit in Spaniell Hoflieferanten Sr.Majesfäf de$ Kaiöer$. BerlinW8.(Molu*ensl*r.56 —- Tel. Centram 685, NoderneKüdien fdr6chlöe$er,'SfiIfen,Leaide>ifze, Hofele». Rs^faurorifö.KacffeSÄ Krsarifeenhau6era..PCanfinen.. lväöchei'ei-WarmwaÄderu. Kühlanlagen. 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Versich.-Gesellsch. 9115 556 74 Barkautionen und Spargelder . . 626 725 25 an Teilprämien fällig 1914 . . . 14092 710 — Unterstützungs-Fonds für Angean Hypotheken- und Wertpapierstellte und Hinterbliebene . . . 7 602 782 30 Zinsen sowie Mieten, fällig 1914 8 231 207 80 Ueberschuss des Gesamtgescliäfts . 39 519451 53 1020312426199 1 020 812426 99 Es werden für das Rechnungsjahr 1913 an Dividenden für die mit Gewinn-Anteil Versicherten verteilt im ganzen M. 38 356 335.75, und zwar: a) 3 o/o der vom Versicherungs-Beginn an gezahlten Gesamt-Prämien (nicht nur der einzelnen Jahres-Prämie) der!Lebens-Versicherungs-Abteilung, d. h.beginnend mit 10% der Jahres- Prämie für d. jüngsten Jahrg., steigend bis zu 108 % der Jahres-Prämie für den ältesten Jahrg. 1878. b) 10 o/o der Jahres-Prämie in der Abteilung der Versicherungen auf den Erlebensfall mit Gewinn-Beteiligung (Tarif L I). c) 35 % der Jahres-Prämie in der Volks-Versicherungs-Abteilung. d) 40 % der Jahres-Prämie in der Unfall-Versicberungs-Abteilung. 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