Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 78 (1914)
- Issue
- Heft 21 (22.5.1914)
- Date
- 1914-05-22
- Page
- Seite 4 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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ooooooo 4 weiterbefördert, 60 erhielten Geld, 32 Arbeit, 11 waren Berufsbettler imb 52 mußten abgewiesen werden. Die meisten wurden nach Saarburg. Mörchingen. Straßburg, Luxemburg und Städten, die noch nicht der Zentralkasse angeschlossen sind, befördert, während nach Tiedenhafen, Berduu und Nancy, die der Metzer Kasse zusammen 560 Mark geben, wenige Arme gesandt wurden. Einnahmen und Ausgaben belaufen sich auf 3210 Mark, davon von der Societc de bienfaisancc 1000 M., Eintracht 600 M., Jeunessc israelite 400 M., Beiträge 349 M. - Anläßlich des letzten Maiavancements wurde Oberstabsarzt und Universitätsprofessor Dr. Alois Pick in Wien zum Generalstabsarzt ernannt. Sowohl Professor Pick als auch dessen Gattin, geborene Stern, haben ein warmes Herz für arme Glaubensgenossen, denen sie jederzeit Helfer in der Not sind. Bon der Familie Stern sind zahlreiche Stiftungen in Verwaltung der israelitischen Kultnsgemeinde, lvelche jüdischen Armen zugute kommen. Kaiser Franz Josef hat unseren Glaubensgenossen, den Hmwrarphysikns Dr. Mvr. Fischer in Ruma, in den Adelsstand erhoben. Die Werke des bekannten jüdischen Malers Wilhelm Wachtel sind jetzt in Lemberg in den Sälen der Gesellschaft der schönen Künste ausgestellt. Es sind über 140 Bilder, die in Paris, Warschau und Wien entstanden sind, vereinigt. Wachtel, ein Kind des Lemberger Ghettos, entnahm in früherer Zeit seine Stoffe gern der jüdischen Gasse: jetzt hat er sich vornehmlich biblischen Stoffen zugewendet. Tie Ausstellung gibt einen interessanten Ueberblick über die Entwicklung seines Schaffens. — Bei den Stichwahlen zur französischen Kammer, die am Sonntag, den 10. Mai, stattsanden, sind die bekannten Politiker Joseph und Theodor Nei nach der gegnerischen Stiuunenzahl unterlegen. Aus London wird berichtet: Vorletzter Woche Mittwoch war K ö u i g G e o r g bei Mr. L e o p v l d de Rothschild zu Gaste. Der König nahm im 3tvthschilöschen ' Palais in Reiomarket das Diner. Da jedoch der Herr des Hauses, Leopold de Rothschild, sich unwohl gefühlt hatte, um Seine Majestät persönlich zu empfangen, liest er sich durch seinen jüngeren Sohn vertreten, welcher auch während des ganzen Empfanges die Honneurs machte. — Ter König von Spanien hat den Juden Abraham P i n t o in Tanger zum Kavalier des Ordens der katholischen Jsabella ernannt. Abraham Piuto war der Führer jener spanisch-jüdlschm Deputation, welche vor kurzer Zeit vom König in Audienz empfangen wurde. — Tie geplante j ü d i s ch e E m i g r a t i o n s b a n k in Rußland geht ihrer Vollendung entgegen. Die Herren Jakob Schiff, Leopold v. Rothschild und Leo B r o d s k y , die Förderer dieser Bank werden für große Zeichnungen wirken. In Warschau hat einer der Gründer, Herr Luo witsch, dieser Tage allein über 100 000 Rubel gezeichnet erhalten. — Bon einem gräßlichen Unfall wurde der greife Rabbiner von Kutna, Rabbi Nestel, im Alter von 80 Jahren dahingerafft. Er war in seinem Sessel mit brennender Zigarre eingeschlafen, wobei die Kleider des Greises Feuer singen. Als die Leute hinzukamen, hatte der Rabbi bereits solche Brandwunden erlitten, daß er bald darauf seinen Geist aufgab. Rabbi Nestel war unter den Polnischen Rabbinern wegen seiner großen Gelehrsamkeit sehr geehrt. — Aus Petersburg wird gemeldet: Tie Vorlage über die Feststellung der Nekrutenziffer der Jahresklasse von 1914 wurde in der geheimen Sitzung der Reichsduma am vorigen Donnerstag in einer jetzt veröffentlichten Formel angenommen, in welcher die Notwendigkeit schleuniger Einbringung einer Regierungsvorlage über eine von der Duma wiederholt als wünschenswert bezeichnete A b ä n d e r u n g der W e h r - p f l i ch t o r d n u n g für die Juden betont wird. — In P a - lästiua bildet sich ein Komitee, welches es sich zur Ausgabe machen will, die brüderlichen Bande zwischen Arabern und Juden enger zu knüpfen und jene Personen zu bekämpfen, welche zwischen diesen Zwietracht säen wollen. -Die aus dem Burenkriege bekannte Stadt Bloemfvntein hat seit kurzem einen jüdischen Bürgermeister. Mr. S. Lev y, der seit 16 Jahren in Diensten dieser Stadtkonumme steht und sich in dieser Eigenschaft die Anerkennung aller Parteien erworben hat, wurde einhellig zum Bürgermeister gewählt. Mr. Levy nimmt auch an dem Leben der dortigen jüdischen Gemeinde führenden Anteil, und die Synagoge derselben ist gleichfalls seine Gründung. Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Florastraße 58. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Fahrnlander, Neukölln. Druck und Verlag von Rudolf Mosse in Berlin. Bad Neuenahrs Hervorragende Kuret* folge bei: Magen-, Darm-, Leber-, Gallenstein-, Nieren- und Blasenleideu, Zuckerkrankheit, Gicht und Rheumatismus. Q Broschüren kostenlos durch Kurn. Verkehrs verein E.V. Q Wiesbaden Hotel-Restaurant „KRONPRINZ“ — 1. Ranges, streng — Prächtiger Neubau. — Ganz modern eingerichtet. Lift. — Eigene Vakuum-Anlage. — Dampfheizung. Thermal-Bäder aus städtischer Thermat-Queile. 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