Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1914-05-08 · Heft 19 (8.5.1914) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
78 (1914)
Issue
Heft 19 (8.5.1914)
Date
1914-05-08
Page
Seite 5 (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/3224737-3229123-3229143--70405-3282748
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

5 über „die Förderung der hebräischen Sprachkenntrnsse in der Schule". Der Vortrag wurde mit großem Beisall ausgenommen. In der Vorstandswahl wurde Lehrer Katz, Wichenhausen, zum 1. Vorsitzenden, Lehrer Neuhaus zum 2. Vorsitzenden und Lehrer S ch a u m b e r g, Neukirchen zum Schriftführer und Kassierer gewählt. Der seitherige Vorsitzende Herr Plaut, Grebenstein wurde in Anerkennung seiner langjährigen Mühewaltung und seiner vielen Verdienste um den Verein einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Das Referat für die nächstjährige Versammlung hat Herr Hör Witz, Kassel übernommen. Es lautet: „Dr. M. Rudinger, ein hessischer Schulmann." J. W. St?atzbnrg, 1. Mai. Am Montag, den 20. v. M., begann die hiesige israelitische Gewerbeschule ihr Sommersemester mit der stattlichen Schülerzahl von 59 Knaben. Hierzu kamen noch als „Externe" 4 Gesellen, die eben ihre Lehrzeit beendet und in Straßburg Arbeit und Verdienst gefunden, und denen in der Gewerbeschule ein Vierteljahr unentgeltlich Beköstigung gewährt wird, um ihnen bei ihrem „ersten Schritt ins Leben" helfend zur Seite zu stehen. So weist die Institution, auf die wir unterelsässtsche Juden mit berechtigtem Stolze blicken, zurzeit 63 Pfleglinge auf. Welch hohe Ausgabe die israelitische Gewerbeschule zu Straßburg erfüllt, und welch reichen Segen sie allezeit verbreitet, ist hinlänglich bekannt! Es sei dieselbe aber auch der Mithilfe und der tatkräftigen Unterstützung der Allgemeinheit aufs beste empfohlen, damit das schöne Werk der Menschenliebe den immer größer werdenden Anforderungen einer zeitgemäßen Erziehung auch in Zukunft zu genügen imstande sei. * Gefterreich-Nngarn. K. Wien, 1. Mai. Unter überaus zahlreicher Beteiligung wurde heute Frau S a l i B a ch , die Mutter des hiesigen Gemeinderabbiners Dr. Julius Max Bach, zu Grabe getragen. Die Verblichene erreichte ein Alter von 65 Jahren und erfreute sich durch ihre Tatkraft und ihr humanitäres Wirken der Sympathien und Hochachtung weitester Kreise. Frau Sali Bach war auch Präsidentin des Frauenvereins des 17. und 18. Bezirks seit dem Bestehen dieses Vereins, dessen Mitbegründerin sie war. Herrn Dr. Bach kamen aus diesem traurigen Anlässe Beileidskundgebungen seitens der gesamten Gemeinde zu. — Der bekannte Philanthrop Salo K o h n, der Präsident des Vereins | für wohltätige Werke, „Chewra Kadifcha", spendete dem genannten > Verein zu wohltätigen Zwecken die Summe von 100 000 Kronen. Die ' Wiener „Chewra Kadischa" feierte vor einigen Tagen den 150. Jahrestag ihres Bestehens. Aus diesem Anlasse fand eine solenne Feier im! großen Saale des Konzerthauses statt, an der über 1000 Personen teilnahmen. Nach Begrüßung durch den Vereinspräsidenten Salo; Kohn sprach der Präsident der Kultusgemeinde, Dr. Alfred Stern,; den Kaisertoast. Es sprachen noch Oberrabbiller Dr. G ü d e m a n n , Dr. Spitzer und die Professoren E h r m a u n und K ö n i g s st e i n. j Die Mitteilung Salo Kohns von seiner hochherzigen Spende wurde! mit großem Beifall ausgenommen. -- An den letzten Sabbaten worden I in fast allen Synagogen unserer Monarchie inbrünstige Gebete für i die Genesung unseres erkrankten Landesvaters verrichtet. In Ga- I lizien wurden aus demselben Anlasse Extragottesdienste veranstaltet,! wobei Psalmen rezitiert und Gebete in hebräischer und in der Landes-; spräche verrichtet wurden. Möge der Allvater diese Gebete erhören! und unseren greisen und weisen Landesvater seinem glorreichen Hause 1 und unserem geliebten Vaterlande noch lange in ungetrübter Gesund-! heit erhalten. Dies ist der Wunsch, den alle treuen Landeskinder unserer Monarchie aus tiefstem Herzen hegen. * Von Aah und ssern. Die Julius-Bleichröder-Stiftnng, die den Zweck hat, be-; dürftigen gesunden Gemeindeschülern und -schülerinnen über zwölf i Jahre mehrtägige Ferienausflüge zu ermöglichen, stellt hierfür in * diesem Jahr 18 000 Mark zur Verfügung. Das Kuratorium der Stiftung will diesen Betrag wie in den Vorjahren dem Zentrali verein für Schülerwanderungen überweisen; jedoch soll davon je 3000 Mark der Berliner Turnrat und die Berliner Turnerschaft und 1200 Mark die Turngemeinde in Berlin erhalten. — Der verstorbene Stadtverordnete Handelsrichter Oscar Nelle! hat der Stadt Berlin 50 000 Mark vermacht mit der Bestimmung, daß die Zinsen für die Armen zu verwenden sind.; An jedem 17. Dezember sollen Bedürftige, deren Auswahl der; Magistrat trifft, je zehn Mark erhalten. — Der frühere Kantor der! Tiergartensynagoge, Herr Gustav Kochanowski, ist als Kantor » für die alte Synagoge in der Heidereutergasfe gewählt worden. — Aus ' Ezarnikau wird geschrieben: Aus Anlaß der fünfzigjährigen Wiederr ff-.,,,,, Hoflieferanten Sr.iMajesfäf de$ Kaiser^. I Berlin \tf8.,Mohrensf*r.56 ~ Tel. C^<z^c6irzjLirr2. Ö85,12S9. öhjol , ModerneKüchen fdröchlö$6er, Villen .Landeifze, Hofele. Rs^fauront& Kaffees. Krankenhäuser u-.Kanfinen.. ^Sscherei-,\fermwaäseru. Kühlanlagen. Kamine, Heizkörper-Verkleidungen. in gedicgfenster Ausführung. %Oefen aller $y^feme » Bad und n/|rr |irr ob Chur Kurhaus rrldaUbu (schweif) f 829 In. U. M. öuoaipme Lage. Hotel I. Ranges mit modernem Komfort. 1910 durch Neubau bedeutend erweitert. 220 Betten, Privatsalons. Appartements mit Bädern. — Tennisplatz. — Elektrische Heizung. — Saison: Mai—Oktober. Angenehmer Frühlingsaufenthalt. Beduzieite Preise bis 15. Juni und ab 1. September. Kein linderes Bad in subalpiner Lage weist so viele vorzügl. Heilfaktoren auf. urtmi'fri'Al- Stark alkalische und milde Natron- und Eisensäuerlinge. Jodquelle mit hohem ■\UI llllllCI« Natrongehalt. Die modernsten und vollständigsten hydro- und hydroelektrischen Bäder-Installationen der Schweiz. Photo- und Aerotherapie. Im«!Sirä-#ir\r%ä±wt ■ Magen-, Darm-, Leber-, Nieren- und Blasenleiden; Gallensteine, Bleichsucht und inamauuvieil. Blutarmut; Fettleibigkeit, Gicht, harnsaureDiathese, Zuckerharnruhr; Arteriosklerose und Glaskörpertrübungen, Kropf und Skrofulöse; Krankheiten der Zirkulationsorgane und des Nervensystems; Folgen der Tropenkrankheiten, Nikotin- und Alkoholmissbrauch. Kurtisch für Diabetiker und Magenkranke. Prachtvolle, staubfreie Lage, 5 Minuten von der wildromantischen Rabiusa- Schlucht entfernt. Neue grosse Wandelbahn. Ausgedehnte, ebene Weganlagen im nahen Walde. Kurarzt: Dr. Cb. Bandli. Prospekte durch die Direktion: A. Brenn. Hauptniederlage unserer Quellen für Deutschland: H. Fürst, Ludwigshafen a. Rh. Spezialhaus für solide Teppiche Prachtstücke 3.75, 6.-, 10.- 20.- bla 800 Mark. Gardinen, Portieren. Möbelstoffe, Steppdecken usw. billigst Spezial-Katalog (rb-bf“) TÄ Emil Lefevre Berlins. Oranienstr.158 Gummi waren, Kranken fahrstühle leihweise pro Monat von 6 Mark an. M. Pech G.m.b.H. Berlin W, Karlsbad 15. „Schlafe patent“ Jaekel’s „Fürst Biilow“ Chaiselongue und Bett, la Erfindung. 111. Preisliste 308 franko. BERLIN, Markgrafenu. Kochstr.-Ecke. Zentrum 9474. Keine Filialen. 9ft it n chen, Dienerstrasse 6. erh. Qtat. Brosch, über Behcmdl. ohne Diät. HF. Bichartz, Bonn <*♦ Rhs 14 a.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.