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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1914-04-10 · Heft 15 (10.4.1914) · p. Seite 6

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
78 (1914)
Issue
Heft 15 (10.4.1914)
Date
1914-04-10
Page
Seite 6 (sequence 18)
Language
German
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- ft - 80. Geburtstag. Die Gemeindebehörden rüsten sich, diesen Tag würdig zn begehen. — In der Generalversammlung des liberalen Vereins der Synagogengemeinde Breslau wurde mitten in der Rede der Repräsentant Nathanael Pasch von einem tödlichen Schlagansall getroffen. Er hätte in einigen Wochen den 70. Geburtstag gefeiert. — Aus Dresden wird gemeldet: Zu dem konservativen Antrag auf Verbot des Schächtens erklärte die Regierung in der Zweiten Kammer, man müsse die Gebräuche des Glaubens achten. Die Regierung will ihre Stellung von den eingeforderten Gutachten des Landesgesundheitsamts abhängig machen. Der Antrag wurde einem Ausschuß überwiesen. — Durch Dekret des Königlich Sächsischen Ministeriums des Kultus und öffentlichen Unterrichts vom 18. März 1914 sind die neuen Satzungen der israelitischen Religionsgemeinde zu Plauen, beschlossen am 5. November 1913, genehmigt worden. Aus denselben ist besonders hervorzuheben, daß auch den st eu erzählenden weiblichen Gemeinde Mitgliedern das Stimmrecht eingeräumt ist. — Im Alter von 71 Jahren ist nach kurzem Kranksein der langjährige Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde in Frankenthal. Herr David L ö b, gestorben. — Der vor kurzem in Speyer a. Rh. im Alter von 76 Jahren verstorbene Domkapitular Dr. Zimmern entstammte einer geachteten jüdischen Kausmannsfamilie in Mannheim, deren einzelne Glieder heute noch angesehene Israeliten sind. Gelegentlich einer Jesuitenmission in seiner Vaterstadt wurde der Verstorbene als vierzehnjähriger Knabe mit einer älteren Schwester getauft; ob damals noch die Eltern lebten, bzw. ob der Uebertritt mit deren Einwilligung geschah, ist zu bezweifeln. Dr. Zimmern, der über 20 Jahre dem bayerischen Landtag als Mitglied des Zentrums angehörte, bewahrte in Fragen, die seine ehemaligen Glaubensgenossen berührten, eine wohlwollende Neutralität. — Die israelitische Kultusgemeinde G er sh ei m hat sich aufgelöst. Ueber die künftige Verwendung der Synagoge ist noch keine Entschließung gefaßt. — Der seit Michaeli 1907 als ordentlicher Professor der Mathematik an der Technischen Hochschule zu Darmstadt lehrende Dr. Jakob Horn hat einen Ruf an die Universität Jena als Nachfolger von Geheimrat Thomae erhalten. — In Krakau starb vorletzter Woche der in der gesamten jüdischen Gelehrten- und Literatenwelt bekannte Buchdrucker Josef Fischer im Alter von 73 Jahren. Fischer stammte aus Rußland, galt als ein ausgezeichneter Kenner des hebräischen Schrifttums und hat der Förderung der hebräischen und jüdischen Literatur in den letzten 35 Jahren unvergängliche Dienste geleistet. — Aus Madrid wird berichtet: In der dicht besetzten Aula der juristischen Akademie begannen die von der Regierung veranlaßten Vorlesungen des Dr. Iahuda aus Berlin über die jüdische Zivilisation in Spanien. Das Publikum von Intellektuellen und Politikern bezeigte namentlich den Stellen, wo der Redner die alten Beziehungen zwischen jüdischer und spanischer Kultur hervorhob, lebhaften Beifall. -- Die amerikanische Marineverwaltung hat soeben beschlossen, das von dem 23jährigen jüdischen Schissstechniker Abraham Arkin entworfene Modell für einen Dreadnought zu erwerben. Dieses neueste Kriegsschisfsmodell soll hauptsächlich vom Gesichtspunkte des leichteren Manöverierens gegenüber den bisher bekannten Modellen unübertreffliche Vorteile aufweiseu. Arkin ist ein aus Rußland eingewanderter Jude, der hauptsächlich deshalb Rußland verlassen hat, weil ihm daselbst das Studium unmöglich gemacht war. Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin»Pankow, Florastraße 58. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Fahruländer. Neukölln. Druck und Verlag von Rudolf Moffe in Berlin. Kroapriärf- Rudolf b Harienbad. 'mengt daroh die Firma* >r. CARL SCHIWPLEB-BABNAV, B ERLIN-WIEI 13 HEB £jas vorstehende Warenzeichen ist auf Grund des Gesetzes zum Schurz der Warenbezeichnungen vom 12. Mai 1894, gemäss der Anmeldung vom 24. April 1908 für Firma Dr. Carl Schindler-Barnay, Berlin, Weinstrasse 20a, am 17. August 1908 unter 109996 in die Zeichenrolle eingetragen. — Aktenzeichen Sch. 10444 Klasse 2. — Geschäftsbetrieb, in welchem das Zeichen verwendet werden soll: Fabrik pharmazeutischer Präparate. Waren, für welche das Zeichen bestimmt Ist; Marienbnder Reduktionspillen. AoO >- Kaiserliches Patentamt. (Stempel dts Kaiserlichen Patentsmtes.) 17ji«» Bäder, Kurorte, Sommerfrischen, Heilk UI U1C ilClovZiCIL Anstalten,Hotels,Restaurants,Pensionen Alassio "RiSiera"8 PaMotel. Deutsches Haus. Das ganze Jahr geöffnet. Modernster Komfort. Freie, sonnige Lage. Zimmer mit Balkon. Grosser Garten. Auto-Garage. Pension von 7 Fr. an. ^40 M. v. Monte Carlo 1 Mim Hotel Angst Vornehmes Familienhaua. Gr. Park. Promenadenhotel Bad Ems verbunden mit schönem Gartenrestaurant vis-ä-visder Bahnhofbrttcke. Pension von 6 Mark an. Zentralheizung für Vor- und Nachsaison. Besitzer: Albert Ludwig. Hotel Iffetropole EIamauih & Londres 11076111« Gutes deu.tflch.Haus in ruhig.,bester Lage im Zentr. d.Stadt, jeder moderne Komfort. Zimmer v. 3 Lire an, Pension v. 8 Lire an. Benulleu s/m. 'HSf IIaIoI Rftual deutsch. HausI.R.,letzter nUIGI nuyai Komf.,gr.Gart., deutsche Bedien., massige Preise. Bes. G. Eckenberg Bordighera, Riviera Hotei und Kurhaus Gap Ampeglio. Modernster Neubau. Ruhig, in unübertroffener Lage. 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