Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 78 (1914)
- Issue
- Heft 12 (20.3.1914)
- Date
- 1914-03-20
- Page
- Seite 4 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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4 nicht als besonders günstig zu bezeichnen sind. Der Vereinigung gehören jetzt 279 Mitglieder an, außerdem steht sie mit 7 Universitäten und gelehrten Gesellschaften in regelmäßigem Schristenaustausch. Der Jahresbericht wurde allseitig mit großer Befriedigung ausgenommen und genehmigt. Es wurde noch beschlossen, fortlaufend jedes Vierteljahr eine größere Propaganda durch Versendung der Mitteilungen zu veranstalten, um weitere Kreise auf das Wirken der Gesellschaft aufmerksam zu machen. K. T. Köln, 13. März. Das Haus Freiheitstraße Nr. 2, das jahrzehntelang den Deutz er Israeliten als Bethans gedient hat, und in dem die gottesdienstlichen Handlungen vorgenommen wurden, ist jetzt geräumt worden. Es muß dem Bau der neuen Straßenbrücke weichen. Der viereckige Bau der eigentlichen Synagoge, der bisher unter den Eisen'bahnbogen versteckt gelegen, ist erst seit kurzem in die Erscheinung getreten, und mancher alte Deutz er, der an den Sabbaten oder jüdischen Feiertagen seine israelitischen Mitbürger in das kleine Häuschen an der Freiheitstraße eintreten sah, wird sich jetzt erst klar geworden sein, wo die Andachtsübungen stattgefunden haben. Kurz vor dem Umzug der Synagoge in das alte Deutzer Bahnhofsgebäude hat Herr Hofphotograph Scholz eine Reihe von Aufnahmen gemacht, die einen interessanten Einblick in das alte jüdische Deutzer Bethaus gewähren. Neben den Außenansichten des Gebäudes erblicken wir die dem Eingang gegenüberliegende, die Gesetzesrollen enthaltende heilige Lade (Aron Hakodesch), den Repräsentanten der ehemaligen Bundeslade, daneben den Leuchter; wir sehen die Almemor oder Bimah genannte Estrade, auf welcher die Vorj lesungen und andere gottesdienstliche Handlungen geschehen; wieder i andere Abbildungen zeigen die mit hebräischen Zeichen besetzten i Fahnen. Bekanntlich handelt es sich bei der Unterbringung der Syna-! goge in dem alten Bahnhofsgebäude nur um ein Provisorium; nach Fertigstellung des Neubaues an dem Reischplatz findet die Synagoge hier eine dauernde Stätte. Beckrrm, 13. März. Ans Einladung der Herren Lehrer Löwen st ern - Beckum, Münz- Ahlen und Ullmann - Oelde versammelten sich am Sonntag, den 1. März, über sechzig Mitglieder der Gemeinden Beckum, Ahlen, Warendorf, Wadersloh und Freckenhorst in Neubeckum, um einen jüdischen Literaturverein zu gründen. Den Gründungsvortag hielt Herr Prediger Gold mann - Herford.! Die klaren Ausführungen des Redners über das Thema „Deutsch-! t u m und I u d e n t u m" wurden von der Versammlung mit begeistertem Beifall ausgenommen. Hierauf wurde zur Gründung des Vereins geschritten, dem sämtliche Anwesende als Mitglieder beitraten. Als Vorsitzender wurde Herr Lehrer Löwen st ern-Beckum gewählt und letzterer Ort als Sitz des Vereins bestimmt. _ Bei Blutarmut, Bleichsucht und Nervenleiden seit über 30 Jahren ärztlich erprobt ist Dr. med. Pfeuffers Haemoglobin in Form von Extrakt, Pastillen und Tabletten k M. 1.60 u. 3 — Dr. Pfeuffers Nerventabletten (Haemoglobin Lecith.) M.2.— Zu beziehen durch alle Apotheken. Man verlange frische Ware. Dr. med. Pfeuffers Haemoglobinfabrik, München, Auenstrasse 12.*** Wilhelm Menzel,Konditorei Berlin W, Ä8ÄSS IS: M Mich» 22S3SS »i" bringt iit trtägylSfik fvieulft Butteru. Wasaerinnerung, dass laglicn TllSGII Barche*vorrätigsind. 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Die betreffende Stiftung ist nämlich durch den Mangel einer bis jetzt unauffindbaren Zustimmungserklärung des im Jahre 1900 verstorbenen Herrn Friedrich Könitz aus Hamburg zur letztwilligen Verfügung seiner Ehefrau Marie Könitz zurzeit für wirkungslos erklärt worden. Diese Zustimmung muß erst ersetzt werden. JVg Osnabrück, 13. März. Die „Freie Vereinigung" der „Alliance Jsra^lite Universelle" in Deutschland, die unter der Leitung des Herrn Dr. I. Ginsberg neuerdings bemüht ist, den Alliancegedanken in Deutschland zu beleben und zu verbreiten, hielt am letzten Sonntag in unserer Gemeinde eine öffentliche Versammlung ab, in der der Sekretär der Alliance, Herr Dr. N. Markus- Berlin, einen wirkungsvollen Vortrag über das Kulturwerk dieser großen jüdischen Vereinigung hielt. Der Herr Vortragende wußte nicht nur durch seinen Vortrag zu fesseln, sondern auch eine ganze Reihevon Anfragen, die aus der Versammlung an ihn gerichtet wurden, in zufriedenstellender Weise zu beantworten, so daß sofort eine größere Anzahl der Anwesenden, die bisher sich der Alliance sernhie'lt, ihr beitrat, und eine Reihe weiterer neuer Mitglieder sicher gewonnen wurde. y. Bad Nauheim, 13. März. Dem soeben ausgegebenen Bericht des U n t e r st ü tz u n g s v e r e i n s für unbemittelte israelitische Kurbedürftige in Bad Nauheim entnehmen wir, daß im letzten Sommer 1913 im Heime des Vereins 48 Männer Aufnahme finden konnten gegenüber nur 37 im Sommer des voraufgegangenen Jahres. Die Heilerfolge waren nach dem Berichte des Herrn Dr. May durchweg befriedigend. Eine ganze Anzahl von Patienten war schon in früheren Jahren im Heim zum Kurgebrauch untergebracht, eine natürliche Erscheinung, da es sich meistens um chronische Krankheiten handelt, die einer mehrjährigen Behandlung bedürfen. Den vielen Gesuchen um unentgeltliche Ausnahme konnte leider bei den schlechten Finanzen und der Vermögenslage des Vereins nicht entsprochen werden. Noch immer lastet aus dem Heime eine Hypothekenschuld von 43 900 Mark, und nur durch zwei größere Spenden eines Gönners der Anstalt war es möglich, die Jahresrechnung ohne Defizit abzuschließen. Sie balanciert in Einnahmen und Ausgaben mit 12 282,34 Mark. Wenn man aus der Abrechnung ersieht, daß die Jahresbeiträge nur 1534 Mark, die Spenden auch nur 3943,85 JT 3f*0la£esjGuien* Berlin C, Königstrasse 34/36, I. Etage. Amt Kgst., Nr. 10946. Restaurant ersten Ranges am Platze, am Bahnhof Alexanderplatz unter Aufsicht des B&bbinats der hiesigen jüdischen Gemeinde. " Diner von 12 bis4 Uhr k M. 1.60. - Reichhaltige Abendkarte. Ausrichten von Hochzeiten und Festlichkeiten in und o loU imiullO, ausser dem Hause. — Saal für Hochzeiten und Festlichkeiten sowie für Vereine im Hanse. 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