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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1914-03-13 · Heft 11 (13.3.1914) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
78 (1914)
Issue
Heft 11 (13.3.1914)
Date
1914-03-13
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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enrvpas als Führerin der europäischen Jndenschaft behauptet. Nach diesell Worten wurde das Bild enthüllt. Es wurde in die Obhut des Spitals übernommen. An die Feier schloß sich eine Besichtigung des ueuadaptierten Spitals. Bon einem schweren Schicksalsschlag wurde uor einigen Tagen der hiesige Oberrabbiner Dr. Gu bemann betrosseu. Leine älteste Tochter Franzi starb im Alter von achtzehn Fahren an den Folgen eines jahrelangen Leidens. Den bedauernswerten Eltern!vendet sich das Mitgefühl der ganzen Gemeinde zu. * Lnglsnd z. London, 6. März. Die Aktion der S ch o m r e - S ch a b b o t h - Organisation hat vielleicht nirgends so große Erfolge aufzuweisen wie in London. Sie hat hier nicht nur auf die jüdischen Arbeitgeber günstig eingelvirkt. sondern,!vas gerade bei der sozialen Struktur der jüdischen Bevölkerung von Groß-London besonders wichtig ist. auch die jüdischen Arbeiter oder zumindest einen großen Teil derselben dafür gelvonnen, an ihrer Aktion teilzunehmen. Im Sinne dieses Programmes haben die jüdischen Schneidergehilfen an die Leitung des jndischeu Arbeiterverbandes die Forderung gestellt, mit aller Energie und mit allen Mitteln dafür einzutreten, daß auch der Sabbat als gesetzlicher Alternativruhetag anerkannt werde. Da jedoch die Berbandsleitung, welche, wie es scheint, auf streng sozialistischer Grundlage steht, diese Forderung sich nicht zu eigen machen wollte, haben die jüdischen Schneider beschlossen, aus dem Verbände auszutreten und sich selbständig zu organisieren. Da die jüdischen Schneider den größten Teil der jüdischen Arbeiterschaft in London repräsentieren, so hoffen sie, ihre Aktion zugunsten der Anerkennung des Sabbats mit Erfolg durchführen zu können. - Hier fand kürzlich die Jahresversammlung der jüdischen historischen Gesellschaft statt. Präsident Elkan N. Adler wies in seinem Präsidialberichte darauf hin, daß einer seiner Vorgänger in der „Jewish Encyclopaedia" noch schrieb, daß im Jahre 1904 von den damals bekannt gewesenen 15 059 Handschriften England 6677 besessen habe. Redner sei nun in der Lage, weitere 4000 Nummern hinzuzufügen, so daß heute mit Recht behauptet werden könne, daß mehr als die Hälfte der derzeit bekannten hebräischen Handschriften sich in englischem Besitze befindet, und daß diese von der größten wissenschaftlichen Bedeutung und auch finanziell die wertvollsten sind. Mr. Adler macht hierbei die interessante Bemerkung, daß diese Tatsache auch historisch begründet sei, denn nach der Entwicklung der Dinge zu schließen, kann angenommen werden, daß schon nach einer Generation die Hälfte der Juden der Welt Englisch sprechen wird. Das ist das Ergebnis der Verfolgung der Juden in den osteuropäischen Ländern und der Freiheit und Toleranz, welche in England und Amerika herrschen. Von Msh und ssern. — In Ergänzung unseres Berichtes in der vorigen Nummer über die Ernennung des Orientalisten Dr. A. S. Pahuda zum korrespondierenden Mitglied der Madrider Geschichtsakademie teilen wir nachträglich mit, daß außer den von uns genannten Gelehrten auch Professor Dr. Martin P h i l i p P s o n, und zwar schon seit 16 Jahren, Mitglied dieser Akademie ist. Ter Besitzer des Messingwerks Aron Hirsch n. Sohn in Eberswalde hat für Wohlsahrtszwecke seiner Angestellten 50 000 Mark gestiftet. — Der Kaufmann Franz Ma n a s s e hat der Korporation der Kaufmannschaft von Berlin 35 000 Mark mit der Benoa -uw Karlsbader Feinbäckerei und Konditorei ‘Morifflobrin,Berlin Haupt- und Versandgeschäft: Alexandersftrasse 14 c. Streng rituell Streng rituell Nazzoth-FabriK mit elektr. Betrieb unter Aufsicht des Rabbiners. Täglich frische dünne prima Mazzoth von 0.35 M. an. Feinste Tee-Mazzoth pro Pfd. 40 Pf. :: Eier-Mazzoth. Rttl mm ff. 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