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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1914-02-13 · Heft 7 (13.2.1914) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
78 (1914)
Issue
Heft 7 (13.2.1914)
Date
1914-02-13
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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4 Von Aah und ffern. — Do- G e n e s uu g s h e i m zu Lehnitz nimmt in den Sommermonaten Mai bis August n 11 r* solche erwerbstätigen Irenen und Mädchen auf, die nachweislich zu ariderer Zeit feinen Urlaub erhalten können. Daher ist es für Erholungsbedürftige, die zu anderer Zeit abkömmlich sind, zu empfehlen, ihre Gesuche sofort schriftlich an das Bureau des Vereins jüdisches Genesungsheim, Berlin C, Nosenstraße 2/4, unter fl nt a n e r Angabe des Namens, Alters und der Adresse eiuzureiehen. --- Der emeritierte Lehrer Walter, welcher bis zu seiner Pensionierunfl viele Jahre hindurch in Czarnikan segensreich gewirkt hat und dann nach Berlin übergesiedelt ist, feierte aut 22. v. M. mit seiner Gattin das schöne Fest der goldenen Hochzeit. Die religiöse Feier fand im Tempel Lindenstraße statt, wobei der Sohn, Gemeinderabbiner Dr. Walter aus Bromberg, die Festrede hielt. Das Jubelpaar ist *4 beziehungsweise 73 Jahre alt und noch körperlich und geistig sehr rege. Ans Anlaß dieser Feier gingen den Eheleuten zahlreiche Beglückwünschungen von nah und fern zu. Aus dent Nachlaß der Eheleute Emil und Anna Friedberg geb. Böhm sind von den Testamentsvollstreckern dem jüdischett Krankenhause 10 000 Mark überwiesen worden. Herr Aleris Latte hat der jüdischen Gemeinde Wertpapiere im Betrage von 14 014,08 Mart zur Errichtung einer „Olga-Latte-geb.-Schereschewsth- ^tistuug" zu folgendem Zweck übergeben: Solange der Verein für Kindervolksküchen, Berlin, Schnperstraße 34, besteht, sollen die Zinsen diesem Verein lediglich zur Speisung armer Kinder überwiesen werden. Sollte der Vereilt aufgelöst werden oder sein Vermögen auf ein anderes Rechtssubjekt übertragen werden, so soll der Gemeindevorstand die Zinsen nach seinem Ermessen möglichst zu dem gleichen Zweck verwenden. - Die Stadtverordnetenoersannnlnng zu W o tt g r o tu i tz beschloß . dein -Kaustttann Bernhard Nothtttann, der 48 Fahre dem Stadtverordnetenlollegium beziehungsweise dem Magistrat angehörte mtd wegett vorgerückten Alters sein Anck ant 1. Januar ttiedelegte, das Ehrenbürgerrecht der Stadt ztl verleihen. - Die Stadtverordlteten in Bojanowo wählten ztl ihrem Vorsteher zum 3 6. Male dort Rentier Meyer Miodowfki wieder. - Aus G e l s e tt k i r ch e n lvird uns geschrieben: Einstimntig wurde Herr Tr. Galliner znm Rabbiner der hiesigen Gemeinde getvählt. Er tritt am 1. April seilt Atitt an. Der Gewählte erhielt seine Ansbildung in dent Berliner Aabbinerseminar tntd wirkt seit einigen Jahren als stellvertretender Rabbiner in Benthen (Oberschlesten). - Znm Rabbiner der Synagogengemeinde Bonn ist Herr Rabbiner Dr. E nt i f Eohn ans Essen vott der Gemeindevertretung gewählt worden. - In Marburg a. L. verschied der Seniorchef und Begründer des Frankfurter und Marburger Bankhauses gleichen Namens Baruch Strauß im Alter von 72 Jahren. - Die altisraelitische Kultusgemeinde in Wiesbaden erlitt durch den Tod ihres Vorstandsmitgliedes Ni e y e r S n l z b e r g e r einen schweren Verlust. - - Im Alter von 71 Jahrelt starb in -Karlsruhe der Ehrenrabbiner Tr. Alerander T t e i n , der 4 0 Jahre Rabbiner in Worms war, wo er sich allgemeiner Verehrung erfreute. Bei feinem Rücktritt wurde er znm Ehrenrabbiner ernannt. Seit seiner Pensionierung lebte Dr. Stein itt Karlsruhe. — Frau Rabbiner Dr. Tr eitel nt L a tl phei m wurde von S. M. dem Kaiser durch Verleihung der Roten-Krenz-Medaille 3. Klasse ausgezeichnet. Frau Dr. Treitel ist eine Schwester des Dozenten am Breslauer Rabbinerseminar Dr. Ri. Braun. - Aus Straßburg i. E. wird berichtet: Der Privatdozent an der hiesigen Universität, Herr Dr. B l u tu, hak den Titel Professor erhalten. Professor Blum ist durch seine Arbeitelt auf dem Gebiete der inneren Medizin in der wisfenschaftlichett Welt bekannt. Der Präsident der hiesigen jüdischen Gemeinde, Herr M. Blum, der kürzlich seinen 70. Geburtstag feierte, erhielt den Roten Adlerorden 4. Klaffe. — Das l 5 0jährige Jubilütlm feiert im April d. I. die Wiener Ehewra Kadischa. Int großen Saale des Konzerthattses sollen die Festlichkeiten stattfinden. Ferner ist die Gründttng eines Erholungsheims itt Baden bei Wien in Aussicht genommen. Eilt Haus mit Garten ist bereits erworben. -- Aus den amtlichen Allsweisen ist ersichtlich, das; in Budapest bloß im vergangenen Monat nicht weniger als 77 Juden eine Mischehe eilt* gingen. Eine noch nie erreichte Zahl, die frappierend auf das ungarische Judentum wirkt. Betreffs der Religion der Kinder sind bloß in drei Fällen zugunsten der jüdischen Religion Vereinbarungen bei diesen Mischehen zustande gekommen. — Beim Grvstrabbiner von Bulgarien Tr. Ehre n p reis in Sofia erschien der Hofsekretär der Prinzessinnen Eudikia und Nadeshda, um ihm! deren Dank auszusprecheu für die Förderung der von ihnen eiugeleiteteu Sammlung für die Waisen der gefallenen Soldaten utld die Versichernilg, daß auch die jüdischen Waisen Berücksichtigutlg finden werden. Ztlletzt überreichte er die Photographien der Prinzessillnen mit deren eigenhändiger Widmtlng. — Wie die Volkszählung voll 19.11 feststellt, gibt es in Italien unter 34686383 > Einwohnern 43 924 Israeliten (gegen 35 617 int Jahre 1901), utld | zwar sind unter 1000 Einwohnern 962 Katholiken, 2 Protestallten.! 1 Israelit mtb 31 Atheisten und Dissidenten. - Professor | Dr. Ignatz Goldzieher, der berühmte Orientalist an der! Budapester Universität, ist vom Pariser College de France ein-! geladett worden an demselben die Vorträge einer Stiftung ztl! eröffnen, welche die Ausgabe hat, ausländische Gelehrte zur! Mitwirkung an dieser Hochschule heranztlziehen. Die aus dent Ritualmordprozeß bekannte Wjera Tscheberiak (Kiew) wurde! wegen Hehlerei zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. -! Atls Petersburg wird gemeldet: Auf Anregung einer Gruppe von Dumaabgeordneten hat der Ministerrat eingewilligt, in den gesetzgebenden Körperschaften eine Gesetzvorlage einzubringen, betreffend die Aufhebung der Steuer atls das von Juden geschlachtete Vieh, und den Minister des Innern zu beauftragen, Ersatzmittel ausfindig zlt machen, um die Bedürfnisfe der jüdischen Gemeinden zu decken, die früher aus dett Einnahmen dieser Steuer bestritten wurden. Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Florastraße 58. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Fahrnländer, Neukölln. Druck und Verlag von Rudolf Mosse in Berlin. 6EGRUN0ET arnay der Kronprinz-Rudolf*! in Marientoad. dgft dnroh die Firma: frPr. CARL SCHINPLER-BARNAY, BERLIN-WIEN^ £^as vorstehende Warenzeichen ist auf Grund des Gesetzes zum Schutt der Warenbezeichnungen vom 12. Mal 1894, gemäss der Anmeldung vom 24. April 1908 für Firma Dr. Carl Schindler-Barnay, Berlin, Weinstrasse 20a, am 17. August 1908 unter 109996 in die Zeichenrolle eingetragen. — Aktenzeichen Sch. 10 444 Klasse 2. — Geschäftsbetrieb, in welchem das Zeichen verwendet werden soll: Fabrik pharmazeutischer Präparate. Waren, für welche das Zeichen bestimmt ist: Marienbader Reduktionspülen. r Kaiserliches Patentamt (Stempel des Kaiserlichen Patentamtes.)

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