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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1913-12-12 · Heft 50 (12.12.1913) · p. Seite 6

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
77 (1913)
Issue
Heft 50 (12.12.1913)
Date
1913-12-12
Page
Seite 6 (sequence 18)
Language
German
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6 firmrika. z. New Uork, 25. 9tovember. - Hier fand dieser Tage eine Versammlung der jüdischen Blinden statt, die einen sehr interessanten Verlauf nahm. An der Versammlung haben 500 Blinde teilgenommen, und dem Rufe dieser Unglücklichen sind auch mehrere hundert nichtblinde Zuhörer gefolgt. Einer der Referenten war der angesehene New Dörfer Advokat Benjamin Bernstein, der selbst blind ist; er richtete an die Versammelten die Aufforderung, die Bibel in hebräischer und in Mddish in der Blindenschrift herauszugeben, da diese blinden Juden bis jetzt nicht nur physisch, sondern auch seelisch mit Blindheit geschlagen sind. Bernstein schilderte die große Bedeutung einer solchen Bibel für einen jüdischen Blinden, und sein Appell hatte den Erfolg, daß noch am selben Abend eine bedeutende Summe für dieses Werk gesammelt wurde. An der Versammlung haben auch die Vorstände christlicher Blindenvereine teilgenominen/ Interessant ist, daß der berühmte Erfinder Thomas Edison sein Fernbleiben entschuldigte, dafür aber der Versammlung ein Exemplar seines erst jüngst patentierten Graphophons sandte, auf welchem mehrere Stücke zum Vortrage gebracht wurden. — Vor kurzem fand hier eine Verlobung statt, durch welche zwei der angesehensten jüdischen Familien in Amerika zueinander iw Verwandtschaft treten. Das Brautpaar ist Mr. Rogers Strauß, Sohn des früheren amerikanischen Handelsministers Oskar S. Strauß und Fräulein Gladies Guggenh e i m, Tochter des Kupferkönigs Daniel Guggenheim. Miß Guggenheim ist eine faszinierende Schönheit und hat sich wiederholt Lei großen philanthropischen Aktionen als Initiatorin hervorgetan. Sie fördert auch ganz besonders alle Aktionen, welche der jüdische Frauenbund von Amerika zum Schutze jüdischer Emigrantinnen unternimmt. — Dem Bürgermeister William Gahnor von New-Cjork, der vor. einiger Zeit plötzlich verstorben ist, haben die Juden von New-Fork ein Denkmal zu errichten beschlossen. Das Komitee hat beschlossen, Spenden nur bis zum Höchstbetrage von 300 Dollars, aber auch nach unten bis 25 Cents anzunehmen, damit die weitesten Kreise Gelegenheit haben, ihr Scherflein beizutragen. Die Juden sind eben ein dankbares Volk. — Anläßlich der Einweihung einer neuen großen Talmud-Thora-Schule, zu deren Errichtung der berühmte Philanthrop Jakob H. Schiss einen beträchtlichen Beitrag spendete, hielt dieser eine längere Ansprache, in welcher er auch zur zionistischen Bewegung in folgender Weise Stellung nahm: „Zion ist nicht bloß Palästina," sagte Schiff, „überall, wo Juden ihre Religion hüten, ist Zion, wie es in der Bibel heißt, an allen Orten, wo meines Namens gedacht wird, werde ich zu dir kommen und dich segnen. Auch ich bin Zionist. Aber nicht in dem Sinne wie andere. Ich glaube nicht an einen jüdischen Nationalismus, der von der Religion abgesondert ist. Wir sind stolz auf unser Zion, das die Wiege unserer Religion gewesen ist. Aber wir brauchen keine Zionisten zu sein. Wir brauchen keine jüdische Nation, sondern eine jüdische Religion. Deshalb haben wir bloß die jüdische Religion zu erhalten und nicht die jüdische Nasse. Wir müssen unseren Kindern eine religiöse Erziehung geben, und sie werden darunter nicht zu leiden haben, weil ein religiöser Jude von seiner Umgebung, Pflanzen Sie keine Obstbäume keine Zier- und Alleebäume, Ziersträucher, Rosen-Blumenstamlen und sonstigen Gartengewächse, bevor Sie nicht den ' Gartenfreund Nr. US gelesen haben, den Sie kostenfrei erhalten vorn Herausgeber Ed. Poeniclte & Oo. ni. b.H., Baumschulen in Delitzsch. Dieses hübsche, illustrierte ‘Werkchen gibt auf 150 Seiten viele wichtige Ratschläge und Kulturanweisungen, die den Erfolg der Pflanzung sichern. "UiO., Ausschneiden" , Aluminiumputzfrage? \ J Berühmter Leonhardfs Innenputz , (Kessefsteinverhüfsr) u.Radikalpufz-Blankpulz * i beim Geschirrverkauf verlangen od. Auskunft von c Aluminfabr. Godesberg a.Rh. ..Anderes" (meist scharf o zurückweisen. % Klausner § Sohn Hofantiquare Berlin, iUilbeltnstr. 41 kaufen zu hohen Preisen jüdische Altertümer aus dem 15. bis 17. 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