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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1913-12-05 · Heft 49 (5.12.1913) · p. Seite 5

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
77 (1913)
Issue
Heft 49 (5.12.1913)
Date
1913-12-05
Page
Seite 5 (sequence 17)
Language
German
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5 müssen Sie Ihre Meinung über die jüdischen Soldaten möglichst geheimhalten; es darf nichts veröffentlicht werden, woraus sie ersehen, daß wir an ihrem guten Willen zweifeln. Wenn Sie es für notwendig halten, Soldaten von nichtrünranischer Abstammung zu befördern, so sollen die Gründe hierfür in einem vertraulichen Bericht angegeben werden." — In den letzten Tagen veranstaltete die hiesige antisemitische Studentenschaft heftige Straßendemonstrationen, die sich gegen den Kultusminister Dissescu richteten. Dieser hatte seine Zustimmung zur Ausführung eines Dramas erteilt, das den jüdischen Schriftsteller und Freiheitskämpfer Ronetti Roman zürn Verfasser hat. Die freisinnige Tendenz des Stückes, die Person seines Autors und wohl auch der Titel „Manasse" erregten das Mißfallen der reaktionären und judenseindlichen Kreise, insbesondere der „nationalen" Studentenverbindungen, in so hohem Maße, daß sie vom Kultusminister ein Aufsührungsverbot erzwingen wollten. Da der Minister dem Wunsch der edlen Jünglinge nicht willfahren wollte, kam es zu e r n st e n R u h e - st.örungen, die schließlich einen derart heftigen Charakter annahmen, daß K u l t u s m i n i st e r Dissescu sich genötigt sah, seine Demission e i n z u r e i ch e n. — Die Cultmaliga veranstaltete hier und in allen größeren Städten des Landes Massenversammlungen, in welchen slannnende Reden gegen die Gewährung von Rechten an Juden gehalten wurden und die Entfernung der Juden ans der Armee vorgeschlagen wurde. Es wurden heftige Angriffe aus die Führer der rumänischen Juden, Stern, Beck und Niemirower, auf die Union der einheimischen Juden, besonders auf den Orden Benei-Brith gemacht. In Bukarest wurde die Ausweisung der Rabbiner Beck und Niemirower, wie des Journalisten Labin verlangt. Diese Forderung wird nicht ernst genommen, dagegen ist. diese Agitation der Intellektuellen, Professoren und Studenten Besorgnis erregend. w Mnäelmilcküg'Mfevifei^ mIM M'rmgeproäuMteu von Tornor: Lema-Äesellschaft Cleve« .mit be^chtät&tertjaffun^.Rheinland. T9IDQR besitzt alle Eigen j schäften bester j Jtatutbutfetr, I ist dieser aber | tJor^ttsietieti, j meit fleischig und j milchig tiettDeudbat} Van Sah und ssern. — Der Stadtverordnete Kommerzienrat Georg Liebermann hat der städt. Stistungsdeputation ein Kaptial von 100-000 M. überivlesen. Die schon bestehende F. u. C. Liebermann-Stistung hat den Zweck, strebsame und befähigte Personen im Alter von 14 bis 30 Jahren, die infolge ihrer Erziehung an eine bessere Lebenshaltung gewöhnt sind, während der Zeit ihrer Ausbildung für einen angemessenen Beruf zu unterstützen, um ihnen die Erlangung wirtschaftlicher Unabhängigkeit zu ermöglichen. Diese großen Nutzen stiftende Liebermann-Stistung ist vom Professor Felix Liebermau n und seiner Gattin Cäcilie ins Leben gerufen worden. — Der Baurat Joseph Redlich, Neukölln, ist als Privatdozent für das Lehrfach „Baupolizeiordnung und Baugesetz" an der Technischen Hochschule in Charlottenburg zngelassen worden. — Am 1. d. M. feierte Herr Friedemann Baruch in Charlottenburg sein 25jähriges Jubiläum als Chordirigent der Synagoge Kaiserstraße bei der jüdischen Gemeinde zu Berlin. — Aus Zoppot wird uns geschrieben: Ein Israelitischer Frauenverein wurde hier innerhalb der seit Anfang dieses Jahres bestehenden Synagogengemeinde gegründet. In den Vorstand wurden gewählt als 1. Vorsitzende Frau Kaufmann B i e b e r, 2. Vorsitzende Frau Minna Boß, Beisitzende Frau Apothekenbesitzer Königsseld, Frau Kaufmann S i m o n, Rentiere Glückauf; Kassensührer Warenhausbesitzer Alfred K a n t r o w i t s ch; Schriftführer Kaufmann S i m o n. Zweck des Vereins ist die Unterstützung hilfsbedürftiger jüdischer Frauen und Mädchen. — Kürzlich tagte in Rakel das K u - r a t o r i u m der. B a e r w a l d s ch e n S t i p e n d i e n st i f - t u n g e n. Drei Bewerbern um das Universitätsstipendimn wurden je 150 Mark bewilligt, und zwei Gesuche um Gymnasialdas , Beste 4 #> nur auf Gold montiert Aachen: W. Kussmaul Barmen: R. Werres Sohn Berlin: A. Rosenhain Bochum: Aug. Homborg Cöln: J. Bleienheuft Dortmund: Friedr. Strunck Dresden: B. Behr & Cie. Düsseldorf: Leo Hornsjein Duisburg: Herrn. Meyer Elberfeld: R. Schöler- LettrS Essen: Ten Brink Niederlagen: Frankfurt a. M.: Mook & SchÖndube Gelsenkirchen: E. Bauckhage & Cie. Hannover: Luxus & Bedarf Leipzig: Emil Speck Mainz: W. Sauerwein München:M.Silberthau&Cie. Strassburg: Paul Mayer Stuttgart: Karl Münz Wiesbaden: W. Kuss- Waschbar garantiert unveränderti$ im fragen JUnserbredjlitfy Ferner bei Juwelieren u. feineren Luxuswarengeschäften zu haben

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