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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1913-07-25 · Heft 30 (25.7.1913) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
77 (1913)
Issue
Heft 30 (25.7.1913)
Date
1913-07-25
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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und muß unmittelbar möglichst vermittels -er Anwendung eines für diesen Zweck konstruierten Apparates auf eine weiche,Unterlage umgeworsen werden. Das Umwerfen muß schonend Vorgehen, so-daß der Kopf nicht am Boden anschlägt und dem Tiere kein Schaden zugefügt wird. 4. Der Halsschnitt soll sofort nach Umwerfung des Tieres und mit ein ein möglichst -scharfen Messer ausgesührt werden. Den Kopf des Tieres soll man gestreckt halten, bis der Tod eintritt. Von MH und Lern. — Zu Michaelis d. I. wird, wie das „Gemeindeblatt" bekanntgibt, rn der Großen Hamburger Straße. 27 (Knabenschule der jüdischen Gemeinde) eine neue (12.) Religionsschule eröffnet, die der Leitung des Herrn Rabbiner Dr. Petuchowfki unterstellt wird. Der Lehrplan erstreckt sich lediglich aus die hebräischen Disziplinen und bietet den Zöglingen Gelegenheit, sich ein über das in den übrigen Gemeindereligionsschulen ^erreichbare Maß hinausgehendes Wissen in der hebräischen Sprache und den hebräischen Religionsurkunden zu erwerben. Anmeldungen nimmt der Leiter, Herr Rabbiner Dr. Petuchowfki, Lothringer Straße 46, entgegen. — Aus Potsdam wird uns geschrieben: Zu Ehren des Vorstehers unserer Synagogengemeinde, des Kaufmanns Louis Nathan in Nowawes, wurde eine Brücke des Teltow-Kanals wegen seiner Verdienste um diesen Kanalbau „Nathan-Brücke" benannt. — Rabbiner Dr. Gold sch m i d t in Kolberg erhielt zu seinem fünfzigjährigen Rabbinerjubiläum den Kronenorden dritter Klasse. Ferner überreichte Dr. James Simon aus Berlin im Namen des Kuratoriums des jüdischen Kurhospitals, dessen Leiter Dr. Goldschmidt ist, ein namhaftes Ehrengeschenk. — Zum Rabbiner der israelitischen Religionsgesellschaft „Adaß Jisroel" in Königsberg wurde-Dr. SalomonFrankfurter in Lobositz (Böhmen) gewählt. — Aus Wreschen wird uns geschrieben: Die durch die Pensionierung des bisherigen Bürgermeisters vakant gewordene Stelle ist seitens des Herrn Regierungspräsidenten Herrn Stadtrat Kaufmann Hermann Ziegel vom 1. Juli ab bis aus weiteres zur- Verwaltung übertragen worden. — Am 16. d. M. ist in Rakel Herr David Michel im 60. Lebensjahre verschieden. Der Entschlafene gehörte seit zehn Jahren dem Repräsentantenkollegium der Gemeinde an und war seit dem 14.. Dezember 1911 Vorsteher dieser Körperschaft. Mit treuem Eifer und vorbildlicher^Hingabe hat er jederzeit das Wohl der Gemeinde gefördert und zur Erhaltung ihrer Kultuseinrichtungen und ihrer wohltätigen Vereine erfolgreich gewirkt. Ehre seinem Andenken. — Der Vorsitzende des Vorstandes der Synagogengemeinde Ohlau, Herr Geh. Medizinalrat Dr. Lichtw i tz, hat nach 25 jähriger Dienstzeit sein Amt als Kreisarzt niedergelegt, aus welchem Anlaß ihm große Ehrungen bereitet wurden. — Am 9. d. M. beging in Bad Salzbrunn Herr Rabbiner Dr. Eohn aus Kattowitz seinen 70. Geburtstag. Der Jubilar, dem aus diesem erfreulichen Anlaß von den hier zur Kür weilenden jüdischen Geistlichen und sonstigen Kurgästen zahlreiche Ovationen dargebrach: wurden, hat sich während seiner Zweiundvierzigjährigen Tätigkeit, namentlich auf d^m Gebiet des Kampfes um die Schoch: la hervorragende Verdienste um das gesetzestreue Judentum erworben. — Die mündliche A b s o l u t o r i a l p r ü s u n g an der israelitischen Realschule in Fürth hat Ende vorigen Monats unter Vorsitz des Königlichen Rektors Dr. Zw an- ^slia-Leeme Mundwasser Bad Stachelberg. Station Linthal (Kanton Glarus). Wer schon einmal ins Engadin gefahren ist, dem sind gewiß in, der Mitte zwischen Zürich und Chur, wo sich rechts das Tal der Linth öffnet, me schroffen Berge und im Hintergrund des Tales die weißen Schneekuppen ausgefallen. Sie reizen den Beschauer förmlich, tiefer in das Tal einzudringen und Jahr für Jahr Pilgern auch wirklich Tausende bis zum Fuße des „Tödi", den: König der Ostschweiz, und erfrischen sich an der herrlichen Luft, dem Grün der Wälder und Alpen, den wunderbaren Wasserfällen und den Schneeriesen, welche ihre Gletscher ins Tal senden. Da, wo der herrliche Ausblick ist, liegt. Bad Stachelberg am Bergeshang; seine Gründer vor dreißig Jahren haben es verstanden, den schönsten Fleck auszusuchen.. Stacheloerg ist einen Aufenthalt von wenigstens einigen Tagen wohl wert. zig er stattgesunden. Die sechs Oberklässer, die in die Prüfung eingetreten waren, haben sie bestanden. — Aus München wird gemeldet: /Kürzlich ' ist in einem 'Verfahren, das bis zum hiesigen Verwaltungsgerichtshose geführt wurde, entschieden worden, daß in Bayern eine Stadtgemeinde die von den Israeliten für Schulzwecke erhobenen Gemeindeumlagen zurückzuzahlen hat, und daß die Israeliten, die ihre eigene Schule aus .eigenen Mitteln erhalten, von den Lasten zu den städtischen Schulen zu befreien sind.— Die neue -Synagoge in Essen, am Steeler Tor, ist nunmehr soweit strtiggestellt, daß sie am Donnerstag den 25. September feierlich eingeweiht werden soll. Zu der Feier werden die Synagogengemeinden aus Rheinland, Westfalen usw. Repräsentanten entsenden. Der erste Gottesdienst in der neuen Synagoge soll am 2. Oktober d. I. (Neujahr 5674) abgehalten werden. — Am Freitag, 11. Juli, feierte Herr H. Klip pst ein in Langsdorf (Oberhesson) -sein 25jähriges Jubiläum als erster Vorsteher der dortigen Religionsgemeinde. — Dr. phil. Arnold Grünfeld- Schüler des. jüdisch-theologischen Seminars in Ereslau, wurde zum Rabbiner in Eger gewählt. Dr. Grünfeld wird sein neues Amt am 1. September dieses Jahres äntreten. — Aus Lemberg wirll berichtet: Im Dorf Jahadä bei Solkew drangen des Nachts drei Bauern in das Haus des jüdischen Milchhändlers David Vorhochzer, ermordeten diesen und seine Frau und verwundeten schwer die zwölfjährige Tochter. Von den Mördern, die 500 Rubel raubten, fehlt jede Spur. — Der Großrabbiner der Türkei Chaim Nahum wurde zum Ehrenmitgliede der Pariser Akademie der Wissenschaften und Literatur gewählt. — Wie aus London geschrieben wird, hat der Gemeinderat der Stadt London in einer seiner letzten Sitzungen beschlossen, in Ehrung des Andenkens an den verstorbenen Gr> R abbiner von England, Dr. Hermann Adler, die Union Street.. Commercial Road in „Adler Street" umzuuennen. — In der kürzlich stattgehabten Konferenz der Rabbiner Polens würde u. a. beschlossen, in Warschau eine konservative Jargon-Tageszeitung herauszugeben; zu diesem Zwecke sollen 50 000 Rubel gesammelt werden. Ferner beschloß man, den neuen Warschauer Erzbischof Kakowski feierlich.zu empfangen. An dem Empfange werden äußer dem Warschauer Rabbinat auch einige auswärtige Rabbiner und die Mitglieder der Gemeindeverwaltungen teilnehmen. — In San Francisko (Kalifornien) wurde dieser Tage das Testament der reichen Kausmannswitwe Frau Karoline Neustätter eröffnet. In diesem Testament verfügt die hochherzige Frau, daß ihr SH Millionen Dollar betragendes Vermögen fast zur Gänze jüdischen wohltätigen Zwecken zügeführt werde. Eine Million Dollar ist zur Errichtung von Sommerwohnungen für Arme, welche der frischen Luft und Ruhe bedürfen, bestimmt. Das New Iorker Har-Sinai-Hospital erhielt 100 000 Dollar und je ebensoviel die jüdischen Vereinigten Wohltätigkeitsverbände und das New Iorker jüdische Waisenhaus. Ebenso erhielten verschiedene allgemeine und jüdische Wohlfahrtsanstalten in New York und San Franzisko Beträge zwischen 10 000 und 25 000 Dollar. Auch zeit ihres Lebens hat diese edle Frau in großem Maßstäbe Wohltätigkeit geübt. . ' Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Flora straszs58. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Fahrnländer, Neukölln. - Druck und Verlag von Rudolf Masse in Berlin. ' denn erst dann enthüllt sich sein ganzer Reiz. Viele Familien verbringen dort Jahr für Jahr schöne, ruhige Sommerwochen, ihre Kinder tummeln sich' in den schattigen Anlagen oder in dem sich ans Hotel Anschließenden Waldpark. Das Hotel ist vorzüglich gehalten und mit vornehmem Komfort ausgeftattet. Die starke alkalische Schwefelquelle, mit hohem radioaktivem Gehalt, hat ünendsich Vielen die Gesundheit wiedergegeben. Von Stachelberg-Linthal aus kann der Reisende über die interessante Kunststräße des Klausenpasses nach dem Vierwaldstätter See gelangen und von dort aus das Berner Oberland, -das Wallis unllden Genfer See besuchen. WU' «otel «eil - Wildbad Das ganze Jahr geöffnet.

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