Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 77 (1913)
- Issue
- Heft 29 (18.7.1913)
- Date
- 1913-07-18
- Page
- Seite 4 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Sieg f ried P e i s er, Oberingenienr und stellvertretender Direktor der Großen Berliner Straßenbahn, ist anläßlich seines 40 jährigen Dienstjubiläums zum königlichen Baurat ernannt worden: -^-^Die jüdische Gemeinde in Schlichtingsheim ist ausgelöst worden./Die bisherigen. Mitglieder sind der Gemeinde in Fraustadt zugeteilt worden.' Das Synagogengebäude wurde jetzt verkauft. — Herr Ernst S ch w e r i n, Inhaber, der Mechanischen Hanf- und Werggärnspinnerei I. Schwerin. Md Söhne in Breslau/ ein Schwiegersohn Gehei mrats Ehrlich,, FraMurt, erhielt -den .Titel! Kommerzienrat. Aus Leipzig wird,uns geschrieben: Die E i n w e i h u n g des neuen Hauses der Höheren Israelitischen Schule, das: in' der Guftav-Adolf- Straße 7 errichtet worden ist, - fand vorletzten Mittwoch - unter Zahlreicher Beteiligung statt. Nachdem ein Prolog gesprochen worden war, nahm Herr Rabbiner Dr. M. H i l deshe im e r, Berlin, das Wort, um namens des Kuratöriiuns'die Weihe vorzunehmen. Er dankte den Behörden dafür, daßsie 'dem Hause Hütten'.ihre Unterstützung angedeihen lassen und verband damit den Dank' an den.Gründer Dr-.-Carleback) und alle Freunde des Unternehmensdie . die. Gründung durch ihre -tatkräftige Hilfe erst ermöglicht hätten. — Der Bau der neuen Synagoge in Augsburg ist nun gesichert durch Beschluß der General- ' Versammlung. In der Mahl des zur Ausführung kommenden Projektes ist keine Aeuderung getroffen wordM. Die Pläne werden unverzüglich beim Bauamt 'eingereicht. Sobald die Genehmigung, eim trifft, wird mit.dem. Bau begonnen werden.. — Aus München' wird uns geschrieben: Äm 16: Mai - stürzte sich hier eine Geisteskranke in selbstmörderischer Absicht in die . Isar und trieb eine Strecke weit dahin,.' Der des Weges kommende hiesige Kaufmann I a k o b Köhn sprang, rasch entschlossen nach und brachte die bereits Bewußtlose nicht ohne eigene Lebensgefahr ans Land. Für die mutvolle and menschenfreundliche Handlung wurde dem.Genannten die öffentliche Anerkennung der Regierung von Oberbayern ausgesprochen. — Aus Hagenburg (Schaumburg-Lippe) wird geschrieben: Die hiesige Synagoge hat aufgehört zu existieren. sDa die Zahl der Juden in unserer Gegend sehr Zurückgegangen ist, wurden wegen nicht genügender Teilnahme die Gottesdienste in dem'Tempel schon vor längeren Jahren eingestellt. Das Gebäude, ist'jetzt für den Prei^'Von 1500 Mark in den Besitz eines christlichen Privatmanns - überg'egängen, der darin Wohnungen einrichtet. — Frau Marie B e r g e r geh. H e l s i n g e r in Budapest hiuterließ 60 000 Kronen dem-israelitischen Spital,- 60 000 Kronen dem israelitischenStipendienverein, - 40 000 Kronen' für das Wechselmannsche Blindeninstitut. — Eine Deputation Czernowitzer jüdischer.Studentenverbindungen erschien beim Rektor der Czernowitze'r Universität -und unterbreitete' die Wünsche der jüdischen Studentenschaft bezüglich der Sistierung von-Borlesungen, an jüdischen Feiertagen. Der Rektor erklärte jedoch dey bestehenden Gesetzen gemäß, die Wünsche von 40 Prozent der Hörerschaft derzeit nicht durchführen zu können. — Der berühmte Physiker Professor. Gabriel Lippmann in Paris ist von der Genfer Universität zum Ehrendoktor promoviert worden. — Mit Rücksicht ans die fast unhaltbar gewordenen hygienischen Zustände in den von armen jüdischen Arbeiterfamilien bewohnten Straßen -in Paris haU-stch. eiM GesellsHaft: gebildeh..welche.; den Zweck hat, .den jüdischell.'--ArLestP^Mu«^e»^:Wig'e.'sWsHnWAÄ^ zuerrichten-'.-- -Dem Vorstände. dieApszGesellschMMehören dw 'an-- gesehensten jüdischen - PersönWkHtHl-...von- Paris, am -777, In , Dwiusk, starb vor kurzem ein., alter Jude namens Lhaim PMchkür.imMster/ von 127 Jahren.. .Gr.hat. .poch.-,..iM DHxe.:;I81ch>Mroleon während.- seines Aufenthaltes in.M.GshMsehew.und. hinterlHtE^116 Mude^ Enkel, Urenkel - und Pxurenkel^l^^UM- WgrsckML-Hrro -uns. .Pschrio-.^ ben: Das Beispiel von PotniuvKMirkt ansteckend,"'-Die- Brandstiftungen als Begleiterscheinung, des Pohköhts' kveMn. - Modrjejewo wurden, sieben polnische Knaben uui^MerDvW Jahxen abgefaßt,.Pie^sich.Mit deriMlfgaL^AerkHistüscherung.jüdi^ Wer. Häuf er befaßten, te ihrMLeUuugen.MrborigenrMens-'- tgg die. Jnbrandsteckuug. eines Mdischen Wräudes,.'die die.Äusdehnung des. Feuers-auchauf . die Nachbärhäuser-zur Folge chatte- und. schließlich die Synagoge in Gefahr brachte. Die versammelten- Polen, weigerten sich.-nicht, nur, .beim Löschen des Feuers mitzuhelsen, - fon-. dern warfen selbst Steine in die Fenster,-her.Synagoge.. Die ertvisch--, ten Burschen gaben dann, zu, daß sie -infolge der wüsten. Agitation-die- Feuersbrünste angestiftet-hätten. Die hetzerische Agitation -dauert gleichwohl nach wie vor am — M u'g i d B ey, der Gouverneur von Jerusalem, hat verschiedene jüdische Kolonien in-'Palästina besucht. In Rechoboth sprach er den Wunsch, aus, dort demnächst die Sonnnerferien zuverbringen. — Der .in Berlin erscheinenden'-zionistischen Zeitung „Die Welt" wird aus New Jork geschrieben: Einer hiesigen Neuter-Meldnng zufolge.hat das American Jewish- Emanzipation Committee in einem Kabeltelegrninm an den deutschen Kaiser die Bitte, ausgesprochen, der Kaiser möchte seinen Einfluß geltend -machen-' uni Rumänien zu. bestimmen, seinen jüdischen Bewohnern endlich gemäß § 44 des. Berliner Vertrags die vollen Bürgerrechte zu verleihen. Das Telegramm ist u. a. von Mr. Champ El a r k und mehreren amerikanischen Senatoren und Abgeordneten unterzeichnet. — Bei einem N.eiv Yorker Gerichte wurde vor kurzem das Testament des Majors Iwan T a l e f f eröffnet,- aus welchem hervorging, daß derselbe 50 000 Dollar zur Verteilung an Wohltätigkeitsanstalten ohne Unter-' schied - der - Religion und der Rasse vermachte. Trotzdem testierte Major Tatest noch besonders bedeutende Summen der „United Hebrew Carities", dem „Montefiore-Heim", dem „jüdischen .Waisenhause" - nsw. Atajor 'Iwan Talefs, der vor 18 Jahren als russischer Offizier aus Riga flüchtete, trat bald nach seiner glücklichen Landung in New Pork in die Armee der Beremigtiru iStaat'ew ein, wo er -es auch bald zum Major brachte. Er-kannte die Leiden der russischen Juden-aus eigener Anschauung, und diese Kenntnis , war der. Beweggrund dafür, daß er die Institutionen zilguusten der'' jüdischen Einwanderer besonders bedachte.; Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Florastrabe58. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max F a h r n l a n d e r, Reuköün. Druck und" Verlag von Rudolf Mosse in Berlin. Dr. Lahmann’s Nährsalz-Cacao ist das einzigste Cacaopulver, welches durch Dr. Lahmann’s Filanzen-Näh,rsalz-Extractleicht löslich.ge,macht wird, entgegen,, derüblichen'Methode mit Chemikalien wie Pottasche, Magnesia usw.,„welche die unangenehmsten Verdauungsstörungen hervorrufen. Dr. Lahmann’s Nährsalz-Cacao hat den wohltuendsten Einfluss auf Magen, und Darm, da Stuhlträgheit und Verstopfungen nach seinem-Genuss vollständig ausgeschlossen sind. Dabei wirkt dieses Getränk durch den Zusatz von Dr. Lahmann’s Fflanzen-Nährsalz-Dxtract blutbildend und hat sich dadurch sowohl wie auch durch seine nicht .verstopfenden Eigenschaften viele Freunde über den ganzen Erdball erworben. Se;it:.uber. 30 Jahren im Gebrauch. Broschüren versenden auf Wunsch gratis die . alleinigen Fabrikanten: Hewel & Veithen Kaiserl. Königl. Oesterr.-Ungar. Hoflieferanten Köln und Wien.