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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1913-06-06 · Heft 23 (6.6.1913) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
77 (1913)
Issue
Heft 23 (6.6.1913)
Date
1913-06-06
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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WW - ■ / . — 4 Zuta ist Lehrer am Lehrseinin a r des Hilfsvereins und Herr S ch i l l e r ist D ix e k t o-r des Hebräischen Gymnasiums, und man kann schwerlich an der Richtigkeit ihrer Aussage zweifeln. Es wäre Pflicht der ausländischen Komitees der A. I. U. wegen dieses skandalösen Vorganges energische Vorstellungen in Paris zu unternehmen.. Von Mh und Fern. Die B e r l i n er U n i v e r si t ä t veranstaltet den Festakt zum Regierungsjubiläum des Kaisers am 16. Juni, mittags 12 Uhr, in. der neuen Aula im früheren Bibliotheksgebäude. Am.Abend des folgenden Tages findet dann der große Festzug^statt, an dem die Studierenden der Universität gemeinsam mit denerr §er sieben anderen Berliner Hochschulen teilnehmen. — Dem Vernehmen nach ist dem Privatdozenten an der Universität Berlin, Professor Dr. E u g e n M i t t w o ch ein Lehrauftrag für südarabische Epigraphik und abessinische Sprachen erteilt worden.' Dr. Mittwoch (geb. 1876 zu Schrimm, Prov. Posen) studierte in Berlin und habilitierte sich ebenda im Jahre 1906 für semitische Philologie. Seit sechs Jahren ist Mittwoch mit der Abhaltung des ämharischen und äthiopischer^ Unterrichts am Seminar sür orientalische Sprachen beauftragt, 1909 wurde er Titularprofessor. Sein Arbeitsgebiet ist: arabische Literaturgeschichte, arabische Epigraphik, abessinische Sprachen. — Dem Rechtsanwalt und Notar Justizrat Ludwig Lew in ist der Note Adlerörden vierter Klasse, Herrn Kaufmann Adolf Lew in der Kronenorden dritter Klasse verliehen worden. — Am 29. Mai fand die Beisetzung des Konsuls Georg Oppenheim auf dem Friedhof in Weißensee unter zahlreicher Beteiligung statt. Der „Akademische Verein für Naturwissenschaft und Medizin" war bei der Trauerfeier .durch Chargierte vertreten. In der Trauerversammlung bemerkte man vieler Angehörige des Handels und der Industrie. Rabbiner Dr. Weiße hielt die Gedächtnisrede. — Justizrat Eduard Holz, der Vor- . steher der Synagogengemeinde Königsberg i. Pr., beging dieser Tage sein 25 jähriges Jubiläum als Vorstandsmitglied. Zahlreiche Ehrungen wurden dem Jubilar seitens - der Gemeinde zuteil. — Aus D a n z i g wird uns geschrieben: Herr Joseph Kirs ch berg feiert am Sonntag den 8. d. M. das 25jührige Jubiläum als Steuereinsnmmler und Kirchhofsinspektor unserer Gemeinde. Herr K. hat sich während seiner ilangjührigen Tätigkeit durch Pflichttreue >und zuvorkommendes Wesen die Zufriedenheit seiner Vorgesetzten und die Achtung der Gemeindemitglieder in vollem Maße erworben, was wohl an seinem Ehrentage zum Ausdruck' kommen dürfte. — Am 26. Mai starb der emer. Lehrer Salomon Borchardt, Samter (Provinz Posen). Die letzten Monate seines Lebens verbrachte er bei seinen Kindern in Hamburg-Altona. Er hat sich besondere Verdienste um die Berliner jüdische Ferienkolonie erworben. — Nach der letzten Volkszählung hatte Anhalt 331 128 Einwohner. Davon waren Juden 1387 (0,42 Prozent). Seit der vorhergegangenen Zählung haben die Juden um 5 Prozent abgenommen. — Herrn Kommerzienrat Georg Arnhold in Dresden (in Firma Gebrüder Arnhold) ist von dem König von Sachsen der Titel eines Geheimen Kommerzienrats verliehen worden. — Aus Nürnberg wird gemeldet: Wie jetzt durch die erfolgte staatliche Genehmigung zur allgemeinen Kenntnis gelangt, hat der vor einiger Zeit hier-verstorbene Magistratsrat Privatier Michael Kohn letztwillig 910 000. Mark als Stiftung sür Schmückung der Stadt Nürnberg hinterlassen. — Aus Kaiserslautern wird vom 28. Mai geschrieben: Letzten Freitag abend wnrde der einstimmig zum Bezirksrabbiner erwählte Herr Dr. Wehl aus Berlin an Stelle des verstorbenen Herrn Rabbiner Dr. Landsberg feierlich in sein Amt eingesührt. Unter den feierlichen Klängen der Orgel wurde der neue Rabbiner in die Synagoge geleitet, wo er vom Vorsteher, Herrn Thalheimer, äuss freundlichste begrüßt'wurde. Hierauf sprach Herr Dr. Weyl in erhebenden Worten seinen Dank aus und gelobte, die ihm übertragenen Pflichten aufs gewissenhafteste zu erfüllen. — In Köln fand. am 19. Mai der dritte Verbandstag .der s elb stänÜi g-eit jüdi scheu Hand we r ke r Deu tschI amds statt, der Vertreter aus allen Teilen des Deutschen Reiches vereinigte. — Die Herren Dr. S i I b e r b e r g und ‘ Moritz H o r rs in Düsseldorf konnten dieser Tage auf eine 25 jährige Tätigkeit als Repräsentanten der dortigen jüdischen Gemeinde zurückblicken. Aus diesem Anlaß wurde beiden Herren in einer Gesamtsitzung , des Vorstandes und der Repräsentanten kunstvolle, von Maler Max Stern.pusgesührte Diplome überreicht. — Der Kaiser hat dem außerordentlichen Professor in der medizinischen Fakultät der Kaiser-Wilhelms- Universttät Straßburg und Leiter der bakteriologischen Untersuchungsanstalt in Straßburg, Dr. Ernst Levh,. den. Roten Adlerorden vierter Klasse verliehen. — In Haag ist eine neue jüdische Anstalt, das „Jüdische Haus", eingeweiht worden. Es ist ein stattliches Gebäude, in welchem sich eirw Lesehalle, Konversationszimmer usw. befinden. Der Oberrabbiner A. van Loen hielt die Einweihungsrede. — Der Schauspieler G u st a v Löwe hat sein 800 000 Kronen betragendes Vermögen der Prager jüdischen Gemeinde für eine Waisenstiftung vermacht. Außerdem erhielten mehrere allgemeine und jüdische Vereine Legate. — Der frühere Finanzminister Dr. K o r y t o w s k i würde zum Statthalter von Galizien ernannt. Die Juden Galiziens erwarten vom neuen Regime eine Besserung der desolaten wirtschaftlichen Verhältnisse. Dem neuen Statthalter werden Liberalismus und Kenntnis der jüdischen Literatur nachgerühmt. — Der König von Bulgarien, hat, wie das Amtsblatt in Sofia meldet, Herrn M ax P a m in Chicago für seine anläßlich des Balkankrieges den Bulgaren geleisteten außerordentlichen' Dienste das Ritterkreuz des Ordens vom Heiligen Cyrillus und Methodius verliehen. Wie die jüdischen Blätter in Amerika berichten, ist Herr Max Pam ein hochgeachteter Jude in Chicago, — Aus Rom wird gemeldet: Infolge lebhaften Drängens und der Sympathiebeweise der Mehrheit des Gemeinderates hat sich Bürgermeister Ernesto Nathan entschlossen, auf seinem Posten als Stadtoberhaupt von Nom zu bleiben. — Der Lordkanzler für Irland.hat den Dubliner Rechts-, anwalt Lionel Henri Rosenthal zum Richter.in Dublin ernannt. — Der katholische Erzbischof von Wolhynien sprach sich in einer Rode scharf gegen die Ritualmordlüge aus. „Es hat wohl Sekten bei den Heiden gegeben, die den Ritualmord übten, nie aber bei d e n I u d e n." — Die karäitischen Gemeinden in Rußland, haben einen Fonds von 200 000 Rubel ausgebracht, dessen Erträgnisse als Gehalt sür den neuzuwählenden Chacham bestimmt wurden. Der Sohn des. gewesenen Chacham Pampular hat die größten Chancen, gewühlt zu werden. — Aus Odessa wird uns geschrieben: Dieser Tage starb hier infolge eines Zweiradunfalles der Schwager des gewesenen Schah von Persien Abdul M i rz a. Der Leichnam des Verstorbenen wurde nach Persien übergesührt. Um nun die Leiche^ zur Bahn zu befördern, wandte., sich der Exschah an die hiesige C h e w r a h - K ad i sch a mit der Bitte, ihm zu diesem Zwecke den Leichenwagen dieses Brudervereines zu überlassen, da die Familie Gewicht darauf legt, mangels einer ähnlichen mohammedanischen, Körperschaft in Odessa keine andere Gesellschaft als die jüdische, beziehungsweise deren Leichenwagen zu benutzen. Das Rabbinat hat auf Befragen der Chewra-Kadischa die Bewilligung zur Beistellung des jüdischen Leichenwagens für den Leichnam des Abdul MiM erteilt. Verantwortlicher Redakteur: AlbertKatz in Berlin-Pankow, Florastrabe 58. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Fahrnländer. Neukölln. Druck und Verlag von Rudolf Mosse in Berlin. . Einrichtung einer Herrscbaltskueü**. , Gebrüder Hammer Hoflieferanten : Seiner Majestät des Kaisers und Königs BERLIN W8 Mohrenstrasse 56 Telephon: Amt Zentrum, 685 5457 Moderne Kuchen für Schlösser, Villen, Landsitze, * Hotels, Restaurants, Caf ös, Krankenhäuser und Kantinen. Wäscherei-, Warmwasseru. Kühlanlagen, Kamine, Heizkörper-Verkleidungen in gediegenster Ausführung. Öfen aller Systeme. Dr. Lachmann praktiziert wieder ln BadLandecki.Schl. Stotterer erhalt, eine vollkommen natiirl. Sprache in Prof.!--—- Rud. Denhardts Sprachheilanst. Eisenach, n. d. wissensch bekannt., einzig mehrf. staatl.ausgez. Prof. Rud. Denhardtschen Heilverfahren. Prosp. grat. d. d. leit.Arzt Dr. mfld. Th. Hoepfrier. Wanzen Mäuse, Schwaben u. alles and. Ungeziefer vertilgt gewissenhaft und diskret Adolph A.Mpl. 2788, KöpenickerStr.114.

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