Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 77 (1913)
- Issue
- Heft 20 (16.5.1913)
- Date
- 1913-05-16
- Page
- Seite 5 (sequence 17)
- Language
- German
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5. stimme der Universität im Landtage der Bukowina, zu dessen tätigsten Mitgliedern er Zählte. Ein fleißiger Mitarbeiter der Berliner Monumente Germania, bereiste Herzberg - Fränkel im Austrage der deutschen Regierung die Nheinuniversitüten -und Klöster, um die lückenhafte Kaisergeschichte des 13. Jahrhunderts zu ergänzen, und Publ-izierte als Früchte seiner erfolgreichen Forschungen mehrere hervorragende Arbeiten, die in Gelehrtenkroisen viele Beachtung fanden und unvergängliche Monumente des Wissens und Fleißes des Gelehrten bleiben. Frankreich. 2. Paris, 9. Mai. Wie sehr böse Beispiele gute Sitten verderben, ist in der K o n f e r e n z d e r französischen Medizinstudierenden, die kürzlich hier stattfand, wieder einmal zutage getreten. Ganz, nach deutschen Mustern wurde eine Resolution gefaßt, die sich dem Wortlaute nach zwar gegen alle ausländischen Studenten richtet, in Wirklichkeit aber lediglich die jüdischen Studierenden aus Rußland treffen soll. Die französischen Medizinstudierenden fordern: 1. daß die Ausländer von dem Studium an den medizinischen Fakultäten Frankreichs vollständig ausgeschlossen werden sollen; 2. daß es den ausländischen Studenten im allgemeinen verwehrt sein soll, sich in Paris zu konzentrieren; es sind vielmehr Maßnahmen zu treffen, um ihre Verteilung über die Universitäten der Provinz herbeizusühren; 3. daß künftig Ausländer zur Ausübung der ärztlichen Praxis in Frankreich nicht mehr zugelassen werden sollen, selbst wenn sie im Besitz eines französischen Diploms sind, und daß die bereits praktizierenden Ausländer zur Erwerbung des französischen Bürgerrechts und zur Leistung von Militärdienst ungehalten werden. Man sieht, aller Chauvinismus und Deutschenhaß können es nicht verhindern, daß die reaktionär-antisemitische deutsche Studentenschaft auch in Frankreich Schule macht. Von MH und jfrrn. — Der „Z e n t r a l v e r e i n deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens veranstaltet am Sonnabend den 17. Mai Versprich mir, daß Du nun endlich Sanatogen nehmen wirst. S analogen Von 17000Ärzten anerkanntes Kräftigungsmittel für Körper und Nerven. Erhältlich in allen Apotheken undDrogerien.Broschüren und Proben kostenlos und portofrei von den Sanatogen-Werken,Berlin,Friedrichstr.231 abends 9)4 Uhr im großen Saal des Lehrervereinshauses am Alexanderplatz eine allgemeine V e r s a m m l u n g, in der der Reichstagsabgeordnete Herr Rechtsanwalt Dr. Ludwig Haas, Karlsruhe über folgendes Thema referieren wird: „Der Deutsche Jude in der Armee". Ein Wort für die Rechtsgleichheit gegen Vorurteil und Unrecht. — Dem Geheimen Sanitätsrat Dr. Ernst Schwert n ist vom Großherzog von Mecklenburg das Ritterkreuz des Greifenordens mit der Krone verliehen worden. — Sanitätsrat Dr. O. Rosent h a l, Berlin erhielt aus der Internationalen Hygieneausstellung in Rom von 1912 für die Ausstellung seiner statistischen und photographischen Tafeln, betr. das Pflegeheim für erblich kranke Kinder in Berlin-Friedrichshageu, die höchste Auszeichnung, den großen Preis, für seine Forschungen auf dem Gebiete der hereditären Syphilis die goldene Medaille der Stadt Rom. — Der Jüdisch-liberale I u g e n d v e r e i n in Berlin veranstaltet am Montag den 19. Mat abends 9 Uhr im Logeuhaus, Kleiststr. 10, eine öffentliche Versammlung mit dem Thema: „Die deutschen Juden und der Zionismus". Referenten: Herr Rechtsanwalt Dr. Bruno Weil, Straßburg i. Elf. und Herr Rabbiner Dr. Felix Gold mann, Oppeln. — Die Berliner Akade m i e der K ü n st e schreibt jetzt für den Preis der ersten Michael Beerschen Stiftung für dieses Jahr deir Wettbewerb für Bildhauer jüdischer Religion aus. Als Preisaufgabe ist ein Kinderfries gestellt, der anderthalb zit einem halben Meter Größe haben soll. Mit diesem Werk sind gleichzeitig andere Arbeiten der Konkurrenten einznreichen: Studien nach der Natur und Kompositivnsskizzen eigener Ersinditng zur Beurteilung des Studienganges, höchstens zehn an der Zahl. Die Frist läuft bis zum 15. Oktober. Die Bewerber müssen ein Alter von 22 bis 32 Jahren und ihre Studien auf einer deutschen Akademie gemacht haben. Der Preis beträgt 2250 Mark, die zu einer Studienreise nach Italien bestimmt sind. — Herr Dr. Heinrich Gescheit vom Berliner Rabbinerseminar ist zum Rabbiner der Triefcher israelitischen Kultusgemeinde (Mähren) gewühlt worden. — Der in Berlin verstorbene Rentier Leopold I n c o b s o h n hinterließ der israelitischen Gc- Zahn-Creme Mundwasser Arsen-Eisen quellen V & Dauernde Erfolge auch Kuren am Quellort Haustr inkkuren Blutarmut, Bleichsucht, Nerven-, Frauen-, Hautleiden usw. Kurzeif: April—Oktober. Mit Alpiner Filiale Vetrlolo (1500 m 0. M.) Prospekte u. Auskünfte gratis u. franke durch die RaaintnuKmutnnmaut Levico-Vetriolo-Hetlquellen G.m.b.n. BaOinMirol(5tt0ffl,fll) Levico (Tirol).