Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 77 (1913)
- Issue
- Heft 18 (2.5.1913)
- Date
- 1913-05-02
- Page
- Seite 4 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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4 - Heldenmut und beispielgebenden Patriotismus ausgezeichnet. Die griechischen Zeitungen registrieren zahlreiche Fälle, in denen der Sieg gerade dem Heldenmut jüdischer Soldaten zu danken war. So wird besonders ein jüdischer Soldat von Larissa namens Asarie Atun hervorgehoben, der das Lager von Chimarra vor einem nächtlichen Nebersall gerettet hat. Ein anderer Jude Alhanati aus Larissa, der in Kawalla in der Türkei ein Geschäft besaß, gab sein Geschäft aus und kam freiwillig nach Hause und meldete sich in den Krieg. Er hatte sich bei der Schlacht von Bizani, dem schrecklichsten Kampfe, den die griechische Armee durchgemacht hatte, durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet. * Amerika. N. N. Z. New York, 21. April. Der amerikanische Orden „B n e Brith" hielt vor einigen Wochen in San Francisco eine Emigrationskonferenz ab. An der Konferenz waren 21 jüdische Organisationen vertreten. Die Konferenz beschloß die Gründung einer Gesellschaft unter dem Namen: „Pacific Coast Jmmigrants Aid Society." Die neugeschaffene Gesellschaft wird sich hauptsächlich mit der Regnliernng der jüdischen Emigration befassen, und zwar unter Berücksichtigung der durch die Eröffnung des Panama-Kanals neugeschasfenen Verhältnisse.' S>e wird vor allem auch darauf zu achten haben, daß die jüdischen Massen nicht denselben Fehler begehen, wie sie es in den Oststaaten getan k/..ben, daß sie sich nämlich nicht auf die paar großen Industriestädte verlegen, sondern daß sie sich auch in den großen Gebieten außerhalb der Zentrale ansiedeln. Die New Yorker Gesellschaft ..Hachnassath Orchim" wollte in dieser Richtung Mit dem Orden „Bne- Brith" Zusammenarbeiten, was jedoch vom letzteren abgelehnt wurde. Das Zentralkomitee und die Zentralinformationsbureaus der ncugegründeten Gesellschaft befinden sich in San Francisco. — Obwohl die Jmmigratümsgesetze in keiner Weise geändert wurden, haben die Einwanderer in letzter Zeit in Kanada unter besonderen Schikanen zu leiden. Bisher wurde zum Beispiel das Gesetz, nach welchem jeder Emigrant beim Landen in Kanada 50 Dollar' borzuzeigen. hat, insofern umgangen, als man gesunde Emigranten, die zu ihren Verwandten fahren, auch mit'wenigem Geld landen ließ. Nun hat das aufgehört. Folgender Fall ist so recht geeignet, die jetzt herrschenden" Landungsverhältnisse in Kanada zu illustrieren: Im vergangenen Januar wollte in einem ^Kanadienhasm ein gesunder junger Mann; namens Jakob Tkazman ans Podolien landen. Tkazman. konnte bloß 70 Rubel (35 Dollar) vorzeigen. und wurde deshalb in der Jmmigrantenstation Zurückgehalten. Der Onkel dieses jungen Mannes schickte sofort für ihn 50 Dollar und wollte außerdem weitere 500 Dollar Kaution geben, daß sein Neffe der Öffentlichkeit nicht zur Last fallen werde. Aus Rußland liefen inzwischen ebenfalls 50 Rubel ein. Aber alles umsonst. Der junge Mann wurde deportiert! Große Schwierigkeiten werden auch in letzter Zeit den Emigranten gemacht, die zu ihren nächsten Verwandten fahren, und die laut Gesetz gar kein Geld vorzuzeigen brauchen. Bisher war die Beschaffung der Erlaubnis, die nächsten Verwandten zu sich kommen zu lassen, eine bloße Formalität; jetzt aber werden solche Gesuche vom Jmmigrationsamt des Ministeriums sehr häufig ohne jeden Grund abgewiesen. Beim Einlaufen eines solchen Gesuches leitet jetzt ein Jmmigrationsbeamter eine strenge Untersuchung über den Bittsteller ein, und wenn die Vermögensverhältnisse des Bittstellers dem Beamten nicht ausreichend erscheinen, werden diese Gesuche strikte abgewiesen. Nichtsdestoweniger werden in der letzten Zeit viel mehr Schiffskarten nach Kanada verkauft als sonst, was sich teilweise damit erklärt, daß sich jetzt die Fahrt von einem europäischen Hafen viel billiger stellt — 29 Dollar statt 40 — und man erwartet deshalb in Zukunft einen großen Zufluß. an Emigranten,in Kanada. Von Mich und Fern. Herr N n d vlfMoss e begeht am 8. Mai seinen f i e b z i g st e n Geb u r t s t a g. Er wird an diesem Tage nicht in Berlin anwesend „ . . . . dUUfyctiivMHtß tSCoifyÜoifflHU 4<0l*m /ßMcUußllM, <j^CtM'jll£ Ueber 34 v»v ähnlich lautende schriftliche Anerkennungen! IN DEN APOTHEKEN 30 PFENNIGE. Island'5^ ^°°s-Pa$ta I Lombard-Hausl Hflroff Berlin SW I ■ Ul ull Leipziger Str. 75, 11 Brillanten Uhren _ Goldwaren. I 25—50°/o unter Ladenpreis. Bad Oeynhausen Rotel zur Post. Das ganze Jahr geöffnet. :: Pension “1U3 f; Ü 1P3!VEex*£i.xi.ei^ Hof “KEO Berlin C, Königstrasse 34/36, I. Etage. Amt Egst., Nr. 10946. 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