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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1913-02-21 · Heft 8 (21.2.1913) · p. Seite 5

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
77 (1913)
Issue
Heft 8 (21.2.1913)
Date
1913-02-21
Page
Seite 5 (sequence 17)
Language
German
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Komitee zur Linderung Notleidender -infolge russischer Pogrome" gesammelten Fonds dem „American Jewish Committee" überwiesen werden soll. Es wurde ferner -beschlossen, dieses Kapitol als „Lniergone^ kleliek k'unä" (Fonds zur Linderung dringender Notlage) bekannt zu inachen und nach bestimmten Maßnahmen zu verwalten. Nachdem Herrn Benjamin N. Cardozv der Dank des „Committee" für die vor dem obersten Gerichtshöfe geleisteten Dienste'übermittelt worden war, wurde Herrn Richter Sulzberger -im Namen des „Committee" - mit einer Ansprache des Vorsitzenden ein Ehrenbecher überreicht/ ans dessen Inschrift der unschätzbaren Dienste Erwähnung getan ist, die Herr Sulzberger in seiner Eigenschaft als Präsident dem „Committee" jahrelang geleistet hat. ' ' * Von Sah und JFmi. — Herr Hans v. Bleichrvder, der Seniorchef des Berliner Bankhauses S. Bleichröder, hat am 13. d. M. anläßlich seines sechzigsten Geburtstages eine Million Mark für eine Stiftung zur Erbauung eines Erholungsheims bestimmt, in dem unbescholtene und bedürftige Personen, ohne Unterschied der Konfession, unentgeltliche Aufnahme finden sollen. Außerdem hat Herr Hans v. Bleichröder dein Pensionssond für die Beamten seines Bankhauses einen Betrag von 500 000 M. überwiesen. — Wie wir erfahren, hat sich nunmehr auch in O e st e rr e ich eine Z.e n t r a l st e l l e s ü r jüdische W a n d e r a rm e nsürsvrge gebildet, mit deren Ausbau man augenblicklich stark beschäftigt ist. Sobald die Organisation dort in Funktion treten wird, besteht die Hoffnung, daß die österreichische Zentrale mit der deutschen! Zentralstelle für jüdische Wanderarmensürsorge Hand in Hand -arbeiten - j und in engste Fühlung treten wird. — Zu Beginn dieses Nionats feierte der seit 25 Jahren als Leiter des II. Waisenhauses der jüdischen Gemeinde bekannte Direktor G r u n w a l d - Pankow in Frische und Gesundheit seinen sechzigsten Geburtstag, den -er im engsten Familien-- kreise, um allen Ehrungen zu entgehen, im Harz verbrachte. — Der- Jüstizrat Btax L o e w e n t h a l ist am 12. d. M. im 49. Lebensjahre gestorben. — Herr Kaufmann Max A r endt in Königsberg i. Pr., eine in weiteren Kreisen bekannte Persönlichkeit, vollendete am 3. .Februar sein siebzigstes Lebensjahr. Herr Arendt, der fast ein Bierteljahrhundert der Stadtverordnetenversammlung als Mitglied angehört, ist Vorsitzender des RepräseMantenkollegiums der Synagogengemeinde und Vorsteher von verschiedenen jüdischen Wohltätigkeitsinstituten und Vereinen. — Dem Stadtrat und Stadtültesten Rentier Herrn M. G. Simon in Allenstein ist der Rote Adlerorden 4. Klasse verliehen worden. Herr Simon steht seit länger als. vierzig Jahren ununterbrochen im Ehrendienste der Stadt. Er ist ein überzeugungstreuer lind religiöser Inge. — Zum Verwalter des Rabbinats in Schneidemühl ist Herr Rabbinatskandidat Siegfried Alexander aus Berlin gewählt worden. — Auf ein hundertjähriges Bestehen kann in diesen Tagen der „Israelitische Frauenverein" zu Frankfurt a. O. zurückblickem Das Jubiläum soll am 22. Februar durch eine entsprechende Feier im Kaisersaal begangen werden. — Aus München wird geschrieben: Gelegentlich der Etatsberatung im Gemeindekollegium traten die beiden Bevollmächtigten Justizrat Siegel und Landrat U l l m a n n für eine Erhöhung des Zuschusses an die jüdische Kultusgemeinde zur Bestreitung der Kosten des Religionsunterrichtes ein. Eine Erhöhung des Zuschusses ist um so mehr gerechtfertigt, als eine solche seit dem Jahre 1877 nicht erfolgte und die Ausgaben für den Religionsunterricht 12 Prozent' der Gesamtausgaben der' Kuttusgemeinde ausmachen; die bisherigen Eingaben der Kultusverwaltung sind nicht berücksichtigt worden. — Unter mehreren bekannten Persön- » Kanarien-Edelroller, vered. Harzer ff « u. ff. Seifert, herrl. Tourensänger [(L 8,10,12,15bis30M.IaZuchtweibch. Kp 3 u. 4 ML. Nachn. 8 T«. Probez. Gar. f leb. Ank. Ehrenb. Bed. Preisl. grat. Gg. Brühl, Feinzucht, Kötzschenbroda 52 Eine frohe Botschaft; Korpu lente. Sie können schlank werden durch Sudol-Bäder. Gleichzeitig Kohlensän rebad tür He rzkranke. Nur3 Pröbebäder, und Sie sind überzeugte rA n h ä n ger unseres Systems. Dtz. Bäder 13.20 M. 3 Probebäder 3.90 M. Sudol-Ges. m. b. H., Chariottenburn 151. I Kunst*Stickerei-Anstalt] I Spez. Synag.-Paramente ] . * rona -m; -i.kü'nstl. ü. sol. Ausf., v. einf. b. z. feinst. Genre. . Geaohw.Bleiohrode I Berlin W. I BXeraner Strasse 11 I ■ aDntergrbhf.Bayerlscb.PL 1 \Femspr.:HoHendorf 902. ] M a n de I m i I ch - Pfl a nze n b u tte r- M a rg a rt ne vollkommenster Butter-Ersatz. Alleinige Fabrikanten.. Sa na-Gesellschaft m. b. h. .. . , Cleve. ...# GelchMliche Soti?en. Das Reichsgericht hat entschieden: Pilsätor ist nicht verwechielunasfähig mit demOrtsnamen Pilsen, es ist. ein Phantasiewort, das als solches auch vom Publikum aufgefaßt wird und für das Publikum nach der eigenen Annahme des Berusungsrichters nur einen Hinweis auf Pilsener Bier enthält. Der Rechtsstreit ist an den siebenten Zivilsenat des Kammergerichts zur anderweiten Entscheidung Zurückverwiesen und wird demnächst die Verhandlung stattstuden. _ Das Böhmische Brauhaus in Berlin, dessen Biere reich an Nährstoffen und arm an Alkohol, daher nahrhaft und bekömmlich sind und sich allgemeiner Beliebtheit erfreuen, wird nicht verfehlen, den Zahlreichen Freunden ihrer Brauprodukte, die überall in Flaschen, Kannen und Shphons erhältlich sind, die Kammeraerichtsentscheiduna bekanntzugeben. Professor Rudolf Denhardts Sprachheilanftalt, Eisenach (leitender Arzt- Dr. Th. Hoepsner), eröffnet nach den jetzigen Winterserten am 1. Februar d. I. wieder ihre Kurse sü^ S t o t t e r .e r und. andere Sprachleidende. In welch hohem Ansehen - jetzt die L e L e n s v e r s i ch e r u n g steht und in welcher Weise..diese, segensreiche. Einrichtung auch in den Kreisen der wohlhabenden und reichen Bevölkerungsklassen erkannt und gewürdigt wird, geht aus den Riesenziffern der jährlichen Neuabschmsse unserer guten deutschen Gesellschaften hervor. Die Teu- | touia, Versicherungsaktiengesellschaft in Leipzig, gegrünj det 1852, eine unserer angesehensten Anstalten, ist an diesem,'Neuzugang sehr stark beteiligt und hataußer den liberalsten Versicherungsbedingungen konkurrenzlose Einrichtungen. - Besonders hervorzuheben ist die F a m i l i e n -(Pensions-)V e r s i ch e r u n g, die gegen verhältnismäßig geringe Prämien eine Alters- und zugleich eine H i n te rb l i e b e n e n v e r s o r g u n g s v e r s i ch e r u n g bietet. Neu e i u - geführt wurde, die kurze Todesfall --(Risiko-)B e r s i ch e r u n g mit und ohne Nückgewähr der vollen Prämie. Die beste Versicherung für die sogenannten freien Berufe (Aerzte, Rechtsanwälte, PrivDangestellte usw.). Ein Dreißigjähriaer zahlt zum Beispiel für 10 000 Mark Versicherungssumme nur eine Jahresprämie von 88 Mark. Von , allen deutschen Gesellschaften zahlt die Teutonia zurzeit die höchste Dividende auf die volle Tarifprämie — 32 Prozent. Prospekte und . Auskunft durch die Generalagentur Julius Goldmann, Berlin NO. 55, Allenstejner Straße 35, Telephon Kgst. 4610.

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